Ein Jahr Tamynique

03. November 2017 06:55; Akt: 03.11.2017 10:35 Print

«Dominique hat mich abgezügelt»

von Martin Fischer - Vor einem Jahr hatten Dominique Rinderknecht und Tamy Glauser ihr viel beachtetes Liebes-Outing. Zeit für eine Zwischenbilanz.

Wie war der erste Kuss? Wer fährt besser Auto? Wie verstehen sich eure Hunde? Dominique Rinderknecht und Tamy Glauser im Schnellfragen-Interview. (Video: Murat Temel / Interview: Martin Fischer)
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Wir blenden zurück: Am 20. Oktober 2016 titelte 20 Minuten noch: «Lesbische Affäre? Dominique ist mit Tamy unterwegs». Sieben Tage später veröffentlichten die beiden ein Video-Statement, in dem sie erklärten, dass sie sich «ein bisschen verliebt» hätten.

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Inzwischen sind Dominique Rinderknecht (28), Moderatorin, Model und Miss Schweiz von 2013, und Tamy Glauser (32), international erfolgreiches Gender-Bender-Model, längst zur Marke Tamynique geworden. Sie sind eines der bekanntesten Paare des Landes, Ende Oktober feierten sie ein Jahr Beziehung. Wir blicken mit ihnen zurück – und nach vorn.

Wann wusstet ihr: Wir wollen ein Paar sein?
Dominique: Wir sind ja ein paarmal zusammen gesehen worden. Immer mehr Menschen haben Fragen gestellt. Wir haben dann in einem Video-Statement gesagt, dass wir verliebt seien. Aber wir hatten selber noch nichts definiert für uns. Circa eine Woche später hab ich Tamy dann gefragt, ob sie meine Freundin sein wolle.
Tamy: Ich musste keine Sekunde überlegen. Ich hab mich gefreut wie ein Schulkind!

Wie hat sich eure Beziehung in dem Jahr verändert?
Dominique: Ich hab noch nie in einer Beziehung in einem Jahr so viel erlebt. Ich habe das Gefühl, dass ich Tamy schon seit Jahren kenne.
Tamy: Wir sind inzwischen ein eingespieltes Team, wir harmonieren und ergänzen einander sehr gut.

Und wie hat die Beziehung euren Alltag verändert?
Dominique: Meiner ist viel spontaner geworden. Weil Tamy als Model flexibel sein muss, planen wir oft kurzfristig, wann und wo wir uns wiedersehen. Das brauchte etwas Gewöhnungszeit. Aber ich liebe es!
Tamy: Ich bin definitiv ruhiger geworden. Vielleicht sogar erwachsener. Ich muss nicht mehr immer von Freitag bis Sonntag unterwegs sein. Das rastlose Single-Leben ist vorbei und das geniesse ich sehr.

Wie lange habt ihr euch anfangs eigentlich versteckt?
Tamy: Gut zwei Monate.
Dominique: Wir wollten uns privat erst mal kennen lernen, bevor die Öffentlichkeit davon Wind kriegt. Hat super geklappt. (lacht)

In jener Zeit habt ihr euch nur zu Hause getroffen?
Tamy: Nein, aber wir haben nicht öffentlich rumgeschmust – oder es zumindest versucht.
Dominique: Und dann ging irgendwann der Gossip los.

Wo habt ihr euch überhaupt kennen gelernt?
Tamy: Sie hat mich abgezügelt. (lacht)
Dominique: Ich hab Tamy auf Instagram mal angeschrieben. Danach haben wir ein bisschen hin- und hergeschrieben. Bei einem Event in Zürich haben wir uns zufällig getroffen, wo Tamy in mein TV-Interview geplatzt ist.

Wie verliebt fühlt ihr euch nach einem Jahr noch?
Dominique: Mega verliebt! Ich will das nie verlieren.

Werdet ihr im Alltag eigentlich oft angesprochen?
Tamy: Vor allem, wenn wir zusammen unterwegs sind, kommen Leute auf uns zu. Sie reagieren sehr positiv. Sie machen uns Komplimente oder wollen Fotos machen.

Was für Komplimente?
Tamy: Viele finden es gut, dass wir zueinander stehen und so offen mit unserer Beziehung umgehen. Ich denke, für die breite Masse haben wir schon ein paar Klischee-Bilder gebrochen.
Dominique: Einige sagen auch einfach, dass sie uns herzig finden zusammen. Das ist doch wunderbar!

Spürt ihr da eine gewisse gesellschaftspolitische Verantwortung?
Tamy: Ich glaube, wir können mit unserer Bekanntheit für etwas Normalität und Entspannung beim Thema Homosexualität sorgen. Dass die Leute merken: «Ah, das ist ja gar nicht so schlimm, wie wir gedacht haben.»

Dominique, bezeichnest du dich als lesbisch?
Dominique: Wenn man es definieren muss, dann sage ich, ich bin bisexuell. Tamy ist auch nicht meine erste Frau. Früher, zu Miss-Schweiz-Zeiten, hat mich einfach niemand danach gefragt.

Ihr habt aus eurer Beziehung auch ein Geschäft gemacht. Man sieht man euch zusammen in Werbungen.
Dominique: Die Idee kam von aussen, es sind Leute auf uns zugekommen, die explizit mit uns als Paar arbeiten wollen. Das finden wir sehr cool.
Tamy: Wir mussten da nicht lange überlegen. Ich finde es super, mit Domi arbeiten zu können. Wenn ich am Morgen früh raus muss für einen Termin, macht das sogar Spass, wenn wir zusammen gehen können.
Dominique: Es fühlt sich für mich dann gar nicht mehr wie arbeiten an.

Hat die Beziehung euren Marktwert gesteigert?
Tamy: Für mich in der Schweiz sicher.
Dominique: Es sind ja drei Teile, eigentlich: Tamy allein, Domi allein – das lief vorher schon. Und jetzt kommt halt Tamynique noch obendrauf.

Ihr zeigt auf Social Media sehr viel von euch. Wieso?
Tamy: Das ist ganz leicht: Ich bin einfach megastolz auf meine Freundin und möchte das gern mit der ganzen Welt teilen.
Dominique: Genau. Und das machen andere ja auch so.

Ist schon etwas Alltag eingekehrt, nach einem Jahr?
Dominique: Das geht bei unseren Jobs, und weil wir in zwei Städten wohnen, gar nicht. Da kehrt keine Routine ein.

Wollt ihr mal zusammenziehen?
Tamy: Im Moment ist es kein Thema, Domis Basis ist in Zürich, meine in Paris.
Dominique: Und es stimmt so total für uns! Wir haben zwei Zuhause. Aber es ist schon jedes Mal hart, wenn wir Tschüss sagen müssen.

Und heiraten?
Tamy: Irgendwann dürfen wir das hoffentlich!

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wasp am 03.11.2017 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Beziehung

    Wie Tausende andere auch. So what?

  • Most Wanted am 03.11.2017 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Für was?

    Zeit für eine Zwischenbilanz? Warum denn bloss?

    einklappen einklappen
  • Bari am 03.11.2017 07:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Kann nur sagen, lasst doch die zwei in Ruhe. Das muss nach meiner Ansicht nicht sein. Es gibt auch Andere welche das nicht hervorheben. Einfach vergessen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Herz am 03.11.2017 17:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kommentar

    Mir wird halb schlecht wenn ich die Kommentare lese da die meisten nur immer was auszusetzen haben oder negativ sind wie öfters !!! Man kann sich doch auch mal freuen wenn 1 Paar glücklich ist egal wer und an welchem Ufer... Und die anderen Kommentare...es könnte schlauerer Artikel stehen statt diesem...gerade Gegenteil...viele andere Artikel sind so schockierend bezüglich was auf dieser Welt läuft, andere oberflächlich & todlangweilig ! Das Interview hat auch etwas berührendes da offen,natürlich aus dem Moment heraus nicht in Szene gesetzt, wie sehr viele andere bekannte Menschen es tun !

  • Priscilla am 03.11.2017 17:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin ich die einzige?!

    nicht's gegen Bi oder Homosexuell,aber ich finde die zwei ein "komisches" Paar!!Passen iwie nicht zusammen,finde ich! Aber die hauptsache ist, sie sind happy und das man sie so akzeptiert!!!

  • Kleine am 03.11.2017 17:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ???

    Ich denke Liebe ist im Herzen. So ist es und so bleibt es. Und nicht in den Medien.

  • Lea am 03.11.2017 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja bei bi ists nie sicher

    Spätestens wenn der Kinderwunsch da ist, wird sich Dominique wieder in einen Mann verlieben.

  • Luzern123 am 03.11.2017 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Schmunzele gerne

    Ich bin nur hier um die kommentare zu lesen.