Attacke auf Beat Schlatter

09. März 2015 07:21; Akt: 10.03.2015 12:19 Print

«Er warf ihn zu Boden und prügelte auf ihn ein»

Schauspieler Beat Schlatter liegt mit schweren Kopfverletzungen im Spital. Am Freitag wurde er von einem 41-jährigen Mann am Bahnhof Meilen verprügelt.

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Am Freitag kurz nach 12 Uhr riefen Passanten in Meilen ZH die Polizei und meldeten, dass nach einer Auseinandersetzung ein Mann verletzt am Boden liege. Dabei handelte es sich um Schauspieler Beat Schlatter (53). Der andere Mann, ein 41-jähriger Italiener, wurde durch Beteiligte festgehalten.

Die ausgerückten Rettungssanitäter kümmerten sich um Beat Schlatter und mussten ihn mit schweren Kopfverletzungen ins Spital fahren. Der Italiener aus dem Bezirk Meilen wurde verhaftet.

Heute teilte Independent Theater Produktionen im Namen von Beat Schlatter mit, dass der Schauspieler für mindestens einen Monat alle Auftritte absagen müsse. Regisseur Pascal Ulli von Independent Theater Produktionen zu 20 Minuten: «Er hatte Glück im Unglück, es hätte noch viel schlimmer ausgehen können.» So ein Vorfall sei der «absolute Horror».

«Ohne Vorwarnung»

Bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich läuft das Verfahren derzeit unter «schwerer Körperverletzung», wie Staatsanwalt Michael Frank gegenüber 20 Minuten sagt. Er habe den Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Nähere Angaben zu Tat und Motiv könne er noch nicht machen.

Laut Medienmitteilung von Independent Theater Produktionen sei Schlatter zuvor nicht in eine Auseinandersetzung verwickelt gewesen, sondern unvermittelt von hinten niedergeschlagen worden. Beim Täter handle es sich um einen «offenbar psychisch kranken Mann, der ohne Vorwarnung und ohne einen vorausgegangenen Wortwechsel oder Augenkontakt von hinten auf Schlatter stürmte, mit einem Fussstoss zu Boden warf und auf ihn einprügelte».

Nur dank der Hilfe von Passanten habe Schlatter diese brutale Attacke überlebt. «Er war schlicht zur falschen Zeit am falschen Ort.» Schlatter werde keine bleibenden Schäden davontragen. Seine Tourneen von «Polizeiruf 117» und «Pornosüchtig» werden bis auf Weiteres ausgesetzt.

(num/dia)