Christa Rigozzi

03. März 2017 05:49; Akt: 03.03.2017 05:49 Print

«Was die Leute sagen, ist mir egal»

von Lucien Esseiva - Zwei Monate nach der Geburt ihrer Zwillinge tauscht Christa Rigozzi Nuggi gegen Mikrofon. 20 Minuten hat mit ihr übers Muttersein und den ersten Arbeitstag gesprochen.

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Knapp zwei Monate nach der Geburt von Alissa und Zoe, den Zwillingen von Christa Rigozzi (33) und Giovanni Marchese (38), kehrt die Ex-Miss Schweiz zurück auf die Bühne. An der Frühlingsmesse bei Delta Mögel in Haag wird Christa Autogramme geben und ihren ersten Arbeitstag als Mama absolvieren. Denen, die das zu früh finden, hat Christa Folgendes mitzuteilen: ... «Die Leute können sagen, was sie wollen, das ist mir wirklich egal. Am Schluss entscheide ich selber, was für mich und für unsere Familie stimmt», sagt Christa im Gespräch mit 20 Minuten. Im Bild sieht man übrigens die Füsschen der Mini-Zwillinge Alissa und Zoe. Christa ist eine überglückliche Mutter. «Die Zwillinge schlafen bereits die ganze Nacht durch», erklärt sie. Den Alltag managt die Tessinerin gemeinsam mit ihrem Mann Giovanni, der zum Glück von zu Hause aus arbeitet. Mit diesem Foto bedankte sich Rigozzi zwei Wochen nach der Geburt für die Glückwünsche ihrer Fans: «Danke von ganzem Herzen», schrieb sie auf Instagram. Sie erhalte aber auch viele unerwünschte Ratschläge auf Social Media. «Ich habe mittlerweile eine dicke Haut», sagt Christa. Die zwölf Kilo, die sie in der Schwangerschaft zugelegt hat, habe sie kurz nach der Geburt bereits wieder verloren. Viel gehe durch das Stillen weg, erklärt Rigozzi. Und: «Mein Arzt sagt, ich hätte gute Gene.» Die Zwillinge haben auch schon erste Sponsoren-Geschenke erhalten: Etwa diese roten Kinderflitzer ... ... und ganz viel Schokolade. Am 31. Dezember sind Christa Rigozzi und Giovanni Marchese Eltern von zwei Mädchen geworden. Die frohe Botschaft verkündeten sie am Neujahrstag mit diesem Bild aus dem Kreisssaal. Warum Christa Make-up trug: «Wir waren auf dem Weg zum Silvesteressen, als die Fruchtblase platzte.»

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Christa Rigozzi, wie ist dein neues Leben mit deinen Zwillings-Mädchen Alissa und Zoe?
Es ist wunderschön, Mama zu sein – ich bin wirklich happy. Meine Girls sind zum Glück sehr brav, und sie lachen bereits täglich. Aber natürlich hat sich mein Leben komplett verändert. Alles ist momentan auf meine Babys ausgerichtet.

Wie sind deine Nächte?
Seit ungefähr einer Woche schlafen die Kinder bereits die ganze Nacht durch. Das ist natürlich der Hammer, wenn man bedenkt, dass die Mädchen erst knapp zwei Monate alt sind. Ich bringe sie jeweils so um 23.30 Uhr ins Bett, und dann schlafen sie bis um sieben Uhr morgens.

Was für ein Glück!
Ich bedanke mich täglich für dieses Privileg. Vorher war es schon krass, um vier Uhr morgens aufzustehen und im Halbschlaf die Windeln zu wechseln.

Was sind Alissa und Zoe für Kinder?
Wie viele Zwillinge sind die beiden sehr geduldig. Das müssen sie auch sein, denn eine der beiden muss immer auf etwas warten. Abgesehen davon sind sie sehr aktiv, interagieren und streiten sogar schon manchmal miteinander.

Jetzt schon?
Alissa ist sehr temperamentvoll, wenn sie etwas will. Aber Zoe nimmt das locker.

Wie unterstützt dich Giovanni?
Er arbeitet von zu Hause aus und kann mir so sehr viel helfen. Von Windelnwechseln bis zum Baden macht er alles. Das finde ich super – immerhin ist er auch der Papi.

Was ist die krasseste Veränderung, seit du Mama bist?
Mein Leben hat sich komplett verändert. Wir können nicht einfach mal auswärts essen gehen, wenn wir Lust darauf haben. Aber das ist okay, denn wir haben uns die Babys ja gewünscht.

Wie haben sich die Kinder auf die Beziehung zu Giovanni ausgewirkt?
Im Moment liegt der Fokus klar auf unseren Babys. Wir haben jahrelang alles machen können, was wir wollten. Wir vermissen momentan weder den Ausgang noch ein romantisches Dinner, sondern wollen einfach für unsere Kinder da sein.

Was für eine Mutter bist du?
Weder ich noch Giovanni sind überprotektiv. Wir sind beide sehr cool und ruhig, und das spüren die Girls. Ich möchte, dass meine Töchter unabhängig werden. Was ich aber sagen kann: Ich bin sicher der strengere Elternteil. Giovanni lässt ihnen viel mehr durchgehen.

Am Sonntag hast du deinen ersten Arbeitstag nach der Geburt. Bist du nervös?
Ich freue mich, aber natürlich bin ich auch ein bisschen aufgeregt. Immerhin ist es mein erster Job seit dem 22. Dezember. Aber ich habe keine Angst, die Girls zu Hause zu lassen, denn Gio ist ein wunderbarer Papa. Wie ich mich aber wirklich fühlen werde, kann ich dir erst am Sonntag sagen, wenn ich zu Hause wegfahre. Ich habe aber entschieden, dass ich vorerst keine Jobs annehmen werde, die mehrere Tage dauern. Ich möchte am Abend jeweils wieder zu Hause sein.

Viele werden sagen: Nach zwei Monaten wieder zu arbeiten ist viel zu früh. Was antwortest du?
Die Leute können sagen, was sie wollen, das ist mir wirklich egal. Am Schluss entscheide ich selber, was für mich und für unsere Familie stimmt. Ich würde mir nie anmassen, einer Mutter zu sagen, was sie zu tun hat – das kann nur sie selber beurteilen. Aber nochmal: Ich arbeite nicht von Montag bis Freitag, sondern habe ein paar Events in der Woche, die ein paar Stunden dauern. Am Abend bin ich immer zu Hause bei meinen Kindern.