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Bayern 3 bevorzugt
17. April 2011 16:43; Akt: 17.04.2011 16:54 Print
Jugend protestiert gegen Cablecom
Der Jugendsender Joiz ist trotz einer Anordnung des Bundes weiterhin nur digital empfangbar. Nun starten die Jugendverbände eine Kampagne gegen Cablecom.
Seit dem 28. März gibt es auf dem Schweizer Sendernetz einen neuen Kanal: Den Jugendsender Joiz. Doch im Moment kommen nur Digital-Kunden in den Genuss des Programms. Cablecom wurde zwar vom Bund verpflichtet, den Sender ins analoge Netz aufzunehmen, hat dagegen aber Rekurs eingereicht.
Das hat die Jugendverbände verärgert. Nun lancieren sie eine Grosskampagne gegen Cablecom, schreibt die «SonntagsZeitung». Sie wollen erreichen, dass der Kabelnetzbetreiber den neuen Schweizer Jugendsender Joiz übers Analognetz verbreitet. Cablecom hingegen will lieber den TV-Sender Bayern 3 im Angebot behalten. Darum können über eine Million Zuschauer den Jugendsender bis jetzt nicht empfangen.
«Deutsche Rentner offenbar wichtiger als Schweizer Jugend»
Für Matthias Fiechter von der Dachorganisation der Schweizer Jugendverbände (SAJV) ist das unhaltbar: «Jetzt gibt es endlich ein Angebot für die Jugend, und Cablecom wehrt sich mit fadenscheinigen Gründen dagegen.» Mit der Kampagne «MyMY Cablecom» will man nun Druck ausüben. Über eine halbe Million Jugendliche in der ganzen Schweiz werden durch das Bündnis vertreten.
Das Engagement der Verbände wird von Joiz-CEO Alexander Mazzara begrüsst. Er ärgert sich über den Kabelnetzbetreiber: «Anscheinend liegen der Cablecom deutsche Rentner mehr am Herzen als die Schweizer Jugend.» Man habe zwar das Gespräch mit den Verantwortlichen von Cablecom gesucht, diese blieben aber bis heute stur.
Diverse Aktionen geplant
Die Verbände wollen nun mit ihrer Kampagne Cablecom zum Einlenken bringen. Für die nächsten Wochen sind diverse Aktionen geplant. «Unser vorrangiges Ziel ist es, dass die Jugend in der Schweiz mehr positive Präsenz in den Medien bekommt – auch langfristig», sagt Mitinitiant Ivica Petrusic, Geschäftsführer des Dachverbandes der Jugendorganisationen des Kantons Zürich (Okaj). Der Sender Joiz habe das Potenzial, zur Medienheimat der jungen Leute zu werden.
Cablecom selbst versteht den Protest der Verbände nicht. Der Sender sei über das digitale Grundangebot wie auch über Streaming-Anbieter im Internet empfangbar.
(ann)
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Alle 41 Kommentare

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Wer Zahlt, befiehlt, so war es einmal...
Ich habe mit Cabelcom meinen Vertrag und bezahle jeden Monat und bekomme dafür die festgelegten Sender. Jetzt wird Bayern rausgenommen und dafür der GugusSender Joiz aufgeschaltet. Das will und brauch ich auf keinen Fall. Also ist das Vertragsbruch von Cabelcom!
joiz braucht es nicht
der sender soll sich zuerst mal beweisen. bis jetzt haben sie mich noch nicht aus dem hocker gehauen. vielleicht gibt es joiz bereits in einem jahr nicht mehr.
digital native
Mit vollem TamTam wurde der Sender Joiz auf die "digital natives" Generation ausgerichtet. Wieso muss der Sender nun auch noch analog Empfangen werden? Zudem hat Cablecom so schlechtes Image, dass sie ihren Namen in UPC ändern....