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«Dällebach Kari»
27. Juni 2012 14:34; Akt: 28.06.2012 10:53 Print
Walo Lüönd – Tod im Altersheim
Der Schweizer Schauspieler Walo Lüönd ist am 17. Juni im Alter von 85 Jahren gestorben – nach einem Oberschenkelhalsbruch und einer Lungenentzündung.
Der Schweizer Schauspieler Walo Lüönd ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Wie seine Familie mitteilt, verstarb er bereits am vergangenen Sonntag, dem 17. Juni. «Dällebach Kari» ist laut Blick.ch in seinem Alterseheim im Tessin gestürzt, zog sich einen Oberschenkelhalsbruch zu und verstarb wenig später an einer Lungenentzündung im Spital von Locarno. Am Dienstag wurde Lüönd im aargauischen Untersiggenthal beigesetzt.
Erst im April noch versicherte Lüönd in einem Interview mit Blick.ch, ihm gehe es dem Alter entsprechend gut, einzig das Laufen mache ihm etwas Mühe. Angst vor dem Tod habe er nicht, solange er nicht schmerzvoll sei, meinte er weiter.
Letzter Wunsch erfüllt
Bekannt wurde der Zuger durch die Filme «Dällebach Kari» von 1970 und «Die Schweizermacher» mit Emil Steinberger anno 1978. 2010 war Lüönd in seiner letzten Rolle im Streifen «Der grosse Kater» in den Schweizer Kinos zu sehen. Seit 1957 ist der gelernte Herrenschneider mit der Schauspielerin Eva-Maria Bendig verheiratet. Das Paar hat zwei gemeinsame Söhne. Bis zu seinem Tod wohnte Lüönd abwechslungsweise im Tessin und im Engadin.
Detaillierte Angaben zu seinem Tod sind bisher keine bekannt. Immerhin bleibt ein Trost: «Ich hatte ein tolles und erfülltes Leben! 100 Jahre alt möchte ich nicht werden», sagte der grosse Schauspieler im selben Interview.
Kollegen erinnern sich
Walo Lüönd werde im Kulturinventar der Schweiz fehlen, sagt Emil Steinberger über seinen verstorbenen Kollegen, mit dem er 1978 zusammen für «Die Schweizermacher» vor der Kamera stand. Mit ihm zu drehen, sei ein Erlebnis gewesen, sagte Steinberger am Mittwoch der Nachrichtenagentur SDA. Walo Lüönd sei ein grossartiger Schauspieler gewesen, sowohl vor der Kamera als auch auf der Bühne. Nur schon die Stimme sei einzigartig gewesen: «Vom ersten Wort an sofort erkennbar.»
Er persönlich habe sehr gern mit Lüönd gearbeitet und erinnere sich gern an die Dreharbeiten zum «Schweizermacher» zurück, sagte Steinberger weiter. Man habe sehr viel gelacht und dann wenige Sekunden später wieder den ernsten Beamten gemimt.
Ivo Kummer, der Chef der Sektion Film beim Bundesamt für Kultur (BAK), würdigte Lüönd als «einen der markantesten Köpfe des Schweizer Filmschaffens überhaupt.» Im Vergleich etwa zu Bruno Ganz sei Lüönd bisweilen unterschätzt und lediglich in der Kategorie Volksschauspieler beachtet worden, sagte Kummer.
Der BAK-Filmchef arbeitete in früheren Stationen seiner Karriere mehrfach mit Lüönd zusammen, wie er der Nachrichtenagentur sagte. So produzierte Kummer den Film «Escape to Paradise» (2001), in dem Lüönd eine Rolle als Geschichtenverkäufer spielt, der das Schweizer Asylsystem austrickst.
An den Solothurner Filmtagen, die Kummer bis 2011 leitete, ist Lüönd vor einigen Jahren mit einer Retrospektive gewürdigt worden.
(los/sda)
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Alle 16 Kommentare

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Danke
Schade, viel Spass da oben. Wieder eine sehr grosse Persönlichkeit, die im Himmel weilt! R.I.P
Macht mir Angst
Der Himmel ist schon ganz schön voll, es wird bald dunkel.
Trauer um eine Schweizer
Schade ein Schweizer der den echten Schweizer zeigte muss gehen wie werden ihn vermissen
Danke das Du da warst
Und so geht einer nach dem anderen der guten Schauspieler. Danke für Deine Filme ect. Machs gut dort oben.