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«Sex and the City 2»
26. Mai 2010 08:59; Akt: 26.05.2010 12:52 Print
Schön, schön, schön
von Thom Nagy - Wie kein anderer Film schafft «Sex and the City 2» das Kunststück, trotz haarsträubender Mängel in der Storyline und penetranter Klischees die in ihn gesteckten Erwartungen zu erfüllen.
Es ist sehr einfach, sich als Kritiker über «Sex and the City 2» lustig zu machen: Auch der zweite Kino-Spinoff der Erfolgsserie um vier fashionsüchtige New Yorkerinnnen und ihr kompliziertes Liebesleben bietet Angriffsflächen ohne Ende. Angefangen beim endlosen und völlig offensichtlichen Product-Placement (kleines Übel) über eine endlose Abfolge billigster Klischees (mittleres Übel) bis hin zur fast schon perversen Karikatur des Kulturclashs zwischen züchtigem Islam auf der einen und sexsüchtiger New Yorkerin auf der anderen Seite (grosses Übel) schert sich der Film offensichtlich einen feuchten Dreck um Tiefgang, kulturelle Feinfühligkeit oder auch nur eine anständige Storyline.
Das passiertZwei Jahre sind vergangen, seitdem Carrie Bradshaw am Ende von «Sex and the City - Der Film» ihren langjährigen Lover Mr. Big geheiratet hat. Und schon beginnt sich Langeweile einzuschleichen in den Alltag: Der Mann legt nach einem anstrengenden Arbeitstag in der Investmentbank lieber die beschuhten Füsse auf die Couch, als mit seiner Angetrauten das ehemals so aufregende Sozialleben zu pflegen. Auch bei den anderen Freundinnen ist nicht alles eitel Sonnenschein: Die kontrollsüchtige Anwältin Miranda zerreibt sich zwischen Berufs- und Familienleben, die sexsüchtige Samantha versucht ihre Wechseljahre mit einem brutalen Pillen-Cocktail in Schach zu halten und die harmoniesüchtige Charlotte schlägt sich mit zwei Kindern und ihrer Eifersucht auf deren grossbusiger Nanny herum. Kurz: Das «echte» Leben hat die vier Freundinnen definitiv eingeholt.
Da kommt die Einladung eines arabischen Scheichs gerade recht, eine Woche in Abu Dhabi zu verbringen - mit allen Schikanen. PR-Agentin Samantha soll nämlich aus dem Land einen Star machen. Und so finden sich die vier Mittvierziger-Mädchen plötzlich in einem Märchen aus tausendundeiner Nacht wieder, inklusive Wüstenprinz, Sittenpolizei und natürlich einer unendlichen Sammlung schöner Kleider und noch schönerem Luxus. Ein grosser Spass. Bis die Komplikationen aus New York auch in der Wüste ankommen …
Muss er auch nicht: Trotzdem werden dieser Tage wieder Millionen von Frauen ins Kino strömen, um sich die arabischen Abenteuer von Carrie und Co. auf Leinwand anzusehen. Und sie werden das Kino mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen verlassen. Denn «SATC 2» befriedigt ein Bedürfnis, bei dem das Hirn eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Und es handelt sich dabei nicht um Sex.
Klischee zur Zerstreuung
Das Publikum für diesen Film ist auf der Suche nach einfacher Zerstreuung. Und vielleicht auch ein wenig nach einer filmischen Bestätigung vom Eigenbild der starken Frau, der guten Freundin, der erfolgreichen Geschäftsfrau, der sorgenden Mutter mit Anspruch auf ein eigenes Leben - oder einer Kombination aus all dem. Und dann - ganz wichtig - ist da noch das Bedürfnis nach schönen Bildern von schönen Kleidern und schönen Hotels, in denen schöne Menschen schöne Abenteuer erleben. All das erfüllt «Sex and the City 2» in einer Konsequenz, wie kein anderer Film in diesem Jahr.
Und das hat sehr wohl eine Daseinsberechtigung. Genau so, wie auch Musicals eine haben. Das Verhältnis von letzteren zu echter, gefühlter, authentischer Musik weist nämlich Parallelen auf zum Verhältnis von «Sex and the City 2» zu echten, gefühlten, authentischen Problemen des Älterwerdens: Es ist eine harmlose, nette, nichtssagende Version der Wirklichkeit, die eben deswegen so erfolgreich ist, weil sie so wenig mit ihr zu tun hat. Mehr kann und will «Sex and the City» auch in der zweiten Kinorunde gar nicht sein. Und das ist vielleicht auch ganz gut so.
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Nur Mist
Die 1. DVD war einfach nur langweiliger Mist...! Die 2.würde ich niemals kaufen. Schade um das Geld...!
Woaaaaaaaaah
Hab den Film gesehen, einfach nur geil.. geil geil geil geil geeeeeeeeil :-D
Schund...
Das man mit Schund die Erwartung erfüllen kann zeigt nur das der Film gleich niveaulos ist wie die Serie. Immer noch gutes Anschauungsmaterial das zeigt was geschieht wenn moralische Verrohung und dekatenter Wertzerfall von der ,,Gesellschaft,, akzeptiert wird. Wems gefällt, dem gefällts, alle anderen müssens ja nicht schauen.