Art Basel

11. Juni 2018 12:09; Akt: 11.06.2018 12:09 Print

Wie viel gibst du für ein Bild aus, Antoine?

Während der Art Basel betreibt DJ Antoine seine eigene Pop-up-Galerie. Für gute Kunst investiert der Erfolgsmusiker gerne ein paar Tausend Franken.

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DJ Antoine ist auch Galerist und Kunstsammler. Hier posiert er in seiner Villa vor seinem aktuellen Lieblingswerk: Einem riesigen Gemälde des Fotorealisten Attila Adorjàn. Vom ungarischen Künstler besitzt Antoine mehrere Werke, dieses Bild mit dem Titel «Backstage» gehört ebenfalls zu seinen Favoriten. Der Basler verkauft während der Art Basel in seiner Villa Konrad Lifestyle 20 neue Bilder von Adorjàn. Zuhause hat er auch ein Porträt von sich an der Wand, gemalt von Attila Adorjàn. In Antoines Studio hängt eine speziell angefertigte Kopie eines Bildes von Roy Lichtenstein. Das Original könne man leider nicht kaufen – «und es wäre auch viel zu teuer», sagt Antoine. Der Basler ist Kunstfan und erweitert seine Sammlung immer wieder. Das kann zuhause zu Platzproblemen führen. «Ich mag es, wenn schöne Dinge an den Wänden hängen. Ich mag Kunst, und ich mag antike Spiegel. Hin und wieder muss ein schöner Spiegel für ein Bild weichen. Oder umgekehrt.» Ob er sich dieses Bild geleistet hat, ist nicht bekannt. Bei Kunst-Stars wie Alec Monopoly holt sich auch Antoine gerne mal ein Selfie ab. Antoine mit einer King-Kong-Plastik von Richard Orlinski. Für ein Bild, das ihn packt, gebe er zwischen zehn- und zwanzigtausend Franken aus, sagt Antoine. Der Kunsthandel ist ein weiterer Zweig in seiner Lifestyle-Marke Konrad, unter der er auch Wein verkauft. Der Basler will «ausserordentliche Persönlichkeiten an einen Tisch bringen» und «zusammenbringen, was zusammenpasst». In seiner Welt sind das: Musik, Kunst, Gastro. Auf der Shopping-Liste: ein Bild für seine Freundin Laura. Nach der Art-Basel-Woche geht die Fussball-WM in Russland los. Gut möglich, dass Antoine die Schweizer Nati-Spieler auch mal vor Ort anfeuert. Er hat den offiziellen WM-Song «Olé olé» für den Schweizer Fussballverband gemacht.

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Nachdem er der Schweizer Fussball-Nati den offiziellen Kampagnen-Song «Olé olé» für WM in Russland geliefert hat, legt DJ Antoine (42) mit dem nächsten Herzensprojekt nach: Am Montagabend eröffnet er seine Kunstgalerie. In seiner Konrad-Lifestyle-Villa in Oberwil BL werden eine Woche lang Werke des Künstlers Attila Adorjàn zu sehen und zu kaufen sein.

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Die Galerie ist ein Pop-up und auf die Art Basel getimt, welche diese Woche stattfindet. Für die wichtigste Kunstmesse der Welt reisen in diesen Tagen Händler von Peking bis Hollywood nach Basel. Und einige will Antoine auch nach Oberwil locken.

«Alles ist Kunst»

Schon vergangenes Jahr hat der Musiker und Unternehmer während dieser Zeit eine eigene Ausstellung lanciert. «Ich wollte ja gar nicht Galerist werden», sagt er. «Aber es ist letztes Jahr super gelaufen, wir haben 90 Prozent der Kunstwerke verkauft.» Also macht Antoine weiter.

Der Kunsthandel ist ein weiterer Geschäftszweig in Antoines Lifestyle-Marke Konrad, die er seit einer Weile ausbaut. Auch eigene Weine und Champagner produziert und verkauft der umtriebige Basler bereits.

DJ Antoine bastelt sich ein Luxus-Imperium

Dieses Jahr stellt er in der Konrad-Pop-up-Galerie zwanzig neue Werke seines Lieblingskünstlers Adorjàn aus. Und tischt daneben noch einige Extras mit auf: Unter dem Motto «We share lifestyle» gibt es jeden Abend Programm, Spitzenköche wie Andreas Caminada (41) bewirten die Gäste, Antoine wird auflegen. «Die Bilder, das Kochen, die Musik: Alles ist Kunst. Die will ich verbinden, mit möglichst hoher Qualität.»

Ein Geschenk für Laura?

Bei der Kunst gehe es ihm nicht ums Verdienen, sagt Antoine. «Ein Bild muss für mich Liebe auf den ersten Blick sein. Es muss mich verfolgen und der erste Gedanke am Morgen sein, wenn ich aufwache. Dann bin ich auch bereit, etwas zu investieren.» Das heisst? «So zehn- bis zwanzigtausend Franken liegen schon drin.» Und auch wenn er überzeugt ist, dass Bilder eine nachhaltige Investition sind, will er damit keine Spekulation betreiben.

In seiner aktuellen Ausstellung hat Antoine schon ein Lieblingswerk erkoren. Das fotorealistisch gemalte Bild zeigt das Schluss-Defilé der Models einer Dolce-&-Gabbana-Show aus dem Jahr 2014. Antoine will zunächst anderen den Vortritt lassen: «Es wäre nicht gut, wenn bei der Eröffnung der Ausstellung nichts mehr zu haben ist.»

Doch er sagt: «Wenn es niemand kauft, dann nehme ich es.» Vielleicht schenkt er es ja seiner Freundin Laura Zurbriggen (22). Die wünsche sich schon lange ein Bild des Künstlers.

(fim)