Ausbildung zum Piloten
17. Januar 2010 21:13; Akt: 17.01.2010 19:18 Print
Wenn Bubenträume wahr werden
von Gabriel Aeschbacher - Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Pilot Silvio Dreier hilft, den Traum vom Fliegen Wirklichkeit werden zu lassen.
Der Evergreen von Liedermacher Reinhard Mey ist das eine, der Traum vom Fliegen das andere. Fakt ist, dass Piloten heute gesuchte Fachleute sind, denn Statistiken besagen, dass alleine in Europa in den nächsten fünfzehn Jahren über 70 000 Piloten benötigt werden. Den Traum vom Fliegen kann man an vielen Orten erlernen. So bildet zum Beispiel auch die SWISS jährlich bis 80 Piloten in der betriebseigenen Akademie aus. Für denjenigen, der das Cockpit betreten möchte, gibt es aber auch eine Menge privater Anbieter: Alleine in der Schweiz buhlen rund 15 Organisationen um die Gunst potenzieller Piloten.
Ein Cockpit voller Technik – Blick in das Herzstück des Airbus A380, des grössten Passagierflugzeugs.
Info
Das grösste und modernste Linienflugzeug der Welt wird bald auch in Zürich zu bestaunen sein. Wenn alles klappt, wird Singapore Airlines ab 28. März mit dem neuen Supervogel A380 täglich auch in Zürich starten und landen. Bereits am 20. und 21. Januar 2010 wird der Mega-Jet für Testzwecke nach Zürich kommen.
Eine von ihnen ist die Horizon Swiss Flight Academy, welche seit über dreissig Jahren im Geschäft ist und in dieser Zeit mehr als 3000 Piloten ausgebildet hat. Silvio Dreier, Geschäftsführer und selber Pilot, rechnet vor, dass man innerhalb von rund drei Jahren im Cockpit einer Linienmaschine sitzen könne. Der Weg zu diesem Traum ist auch finanziell eine bedeutende Investition. Gemäss Dreier kostet die Ausbildung gut und gerne 100 000 Franken. Und die Finanzierung? „Oft ist es eine Kombination aus Erspartem, Zuschüssen von Eltern oder Verwandten sowie Stipendien, welche in einigen Kantonen ausgerichtet werden“, sagt der Fachmann, der selber für die Fluggesellschaft Helvetic im Cockpit sitzt. Wer schon bald Herr der Lüfte sein möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein und eine erste Eignungsabklärung erfolgreich hinter sich gebracht haben. Silvio Dreier sagt, dass man vieles erlernen könne. „Was ich aber von angehenden Piloten unbedingt erwarte, ist ungebrochener Einsatzwille – und eine grundsätzliche Begeisterung für diesen nicht alltäglichen Job!“
Seinen grossen Traum vom Fliegen hat Nicolas (19) schon früh beerdigen müssen. Als einer, der zu wenig gut sieht, muss er sich mit Flügen am PC und mit dem Flugsimulator begnügen. Realistischer ist es um seinen Traum bestellt, einmal im Cockpit einer richtigen Maschine mitfliegen zu dürfen. Mit ein bisschen Glück wird es ihm – wenn überhaupt - auf einen so genannten Jumpseat, einen Klappsitz, reichen.































