Seit neuer Meldepflicht sechs Hunde eingeschläfert

Seit einem halben Jahr müssen Hundebisse gemeldet werden: Knapp 90 Fälle hat das bernische Veterinäramt bisher bearbeitet, sechs Hunde mussten eingeschläfert werden.

«Die Meldepflicht gibt uns ein besseres Bild über gefährliche Hunde», sagt der Berner Kantonstierarzt Christian Huggler. Wenn sich ein Vierbeiner in einen Artgenossen oder in Menschen verbeisst, müssen Ärzte und Tierärzte das Veterinäramt seit Mai über solche Vorfälle informieren. «Uns wurden inzwischen 50 Beissverletzungen bei Menschen und 35 bei Hunden gemeldet», so Huggler. «Die Palette reicht von kleinen Schrammen bis zu tiefen Wunden.» Hinzu kämen einige Tiere, die ein äusserst aggressives Verhalten zeigten.

Über die involvierten Hunderassen liessen sich keine Schlüsse ziehen. «Da war vom kleinen Jack-Russell-Terrier bis zum Labrador alles dabei», sagt Huggler. Und: «Gerade mal drei Meldungen betrafen Pitbulls.» Sechs Hunde erhielten bisher die Todesspritze, wie das «Regionaljournal» von Radio DRS berichtete. Huggler: «Entweder haben die Besitzer von sich aus gehandelt oder wir wurden aktiv.»

Der Kantonstierarzt rechnet damit, dass seine Mitarbeiter künftig jährlich über 200 Fälle beurteilen müssen. Anfang 2007 wird dafür extra eine neue Stelle beim Veterinäramt geschaffen.

Raffaela Moresi

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