13. März 2008 17:50; Akt: 14.03.2008 10:21 Print

Papa Rosberg: «Er wäre besser Zahnarzt geworden»Papa Rosberg: «Er wäre besser Zahnarzt geworden»

Williams-Fahrer Nico Rosberg tritt in grosse Fusstapfen: Sein Vater Keke ist kein geringerer als der Formel-1-Weltmeister von 1982. Doch dieser hätte es lieber, wenn sein Sohn einem anderen Beruf nachgehen würde.

Papa Rosberg war bis Ende 2007 Manager seines Sprösslings, in der kommenden Saison wird er für einen deutschen Pay-TV-Sender die Rennen und somit auch die Leistungen seines Sohnes kommentieren. «Ich bin mal gespannt, wie er nach den ersten kritischen Worten reagiert», sagt Keke Rosberg im Interview mit «spox.com». Es bestehe gar die Gefahr, dass er als TV-Experte seinen Sohn kritischer beurteile als andere, obwohl man sich als Vater natürlich im Herzen nie emotional komplett abkoppeln könne. «Dann denkt jeder Zuschauer: Jetzt ist sein Sohn da und er kann nicht mehr objektiv sein», so Rosberg und fügt lachend an: «Für Nico wäre es besser gewesen, er wäre Zahnarzt geworden, dann wäre unser Verhältnis einfach. Wir könnten uns uneingeschränkt unsere Liebe schenken.»


«Nico kann die Welt erobern»

Auch wenn Keke Rosberg Mühe hat, die Leistungen seines Sohnes objektiv zu beurteilen, weiss er genau um dessen Stärken. «Er ist wahnsinnig fleissig», so der Vater des Williams-Fahrer. Talent hätten allle Formel-1-Fahrer, aber: «Nico ackert so viel, das habe ich noch nie gesehen.» Ausserdem sei der Sohnemann am Boden geblieben. Papa Rosberg: «Wenn er so bleibt, wie er ist, kann er die Welt erobern. Wenn ers ich aber verändert, wie viele andere in der Formel 1, dann gute Nacht.»


Keke Rosberg hofft auf BMW-Sauber

Für die am Sonntag startende Formel-1-Saison erhofft sich der ehemalige Weltmeister Konkurrenz für die beiden Spitzenteams. «Ich hoffe, dass es irgendeinem Team gelingt, in die Vierergruppe der Ferrari- und McLaren-Fahrer einzudringen», sagt er. Das könne aber fast nur BMW-Sauber schaffen. Rosberg: «Sonst sehe ich keinen.»


(mon)