US-Wahlen

CIA-Crash-Kurs für Obama

Der künftige US-Präsident Barack Obama erhält am Donnerstag sein erstes Briefing durch die Geheimdienste. Obama soll die gleichen Informationen bekommen wie der amtierende Staatschef und Oberbefehlshaber George W. Bush.

Dies erklärte CIA-Direktor Michael Hayden in einem Brief an seine Mitarbeiter. Themen dürfte es bei der allmorgendlichen Unterredung mit den Geheimdienstlern genug geben: Neben den Kriegen in Afghanistan und im Irak muss sich Obama mit dem iranischen Atomprogramm und der Bedrohung durch Terroristen beschäftigen.

Auch die Proteste gegen US-Angriffe auf pakistanische Dörfer an der Grenze zu Afghanistan und die Zukunft des umstrittenen Gefangenenlagers Guantánamo auf Kuba werden vermutlich auf der Tagesordnung stehen. Obama will Guantánamo schliessen lassen.

Besondere Aufmerksamkeit dürfte der Unterredung der russischen Regierung zukommen, die den neuen US-Präsidenten am Mittwoch mit der Ankündigung begrüsst hat, Kurzstreckenraketen an die polnische Grenze zu verlegen und damit auf den geplanten US-Raketenschild zu reagieren.

Russlands Präsident Dmitri Medwedew wird seinen künftigen US-Kollegen Obama voraussichtlich erstmals am Rande des G-20-Gipfels am 15. November in Washington treffen. Dies sagte der russische Aussenminister Sergej Lawrow den russischen Nachrichtenagenturen Interfax und ITAR-TASS.

(sda)
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