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28. März 2007 07:27; Akt: 28.03.2007 10:15 Print
Nervenkrieg im Persischen Golf
Seit die USA zwei Flugzeugträger vor der Küste Irans parkiert haben und 15 britische Marines entführt wurden, liegen die Nerven blank. Auch bei den Anlegern: Gerüchte um Kampfhandlungen liessen den Ölpreis Kapriolen schlagen.
Die US-Streitkräfte haben Berichte zurückgewiesen, der Iran habe eines ihrer Schiffe im Persischen Golf angegriffen. Solche Gerüchte seien falsch, sagte ein Sprecher der Marine am Dienstag. Auch die britische Regierung erklärte, es habe keinen Angriff gegeben.
Auch das britische Verteidigungsministerium wies Marktgerüchte zürock, wonach es ein Befreiungskommando zur Rettung der verschleppten Mitarbeiter in den Iran entsandt hat. An dem Gerücht sei absolut nichts Wahres, stellte das Ministerium in London am Mittwoch klar. Doch die Börse war schneller: Der Ölpreis schoss wegen der Gerüchte fast 8 Prozent in die Höhe.
USA markieren Präsenz
Die USA haben vor der Küste des Iran im Golf die stärkste Marinepräsenz seit der Invasion im Irak vor vier Jahren aufgebaut. Nach dem Flugzeugträger «Dwight D. Eisenhower» ist gestern der Flugzeugträger «Stennis» in der Region eingetroffen. Die Schiffe würden «für einige oder auch mehr Tage» im Golf an gemeinsamen Manövern teilnehmen, erklärte einer der Kapitäne. Zu den Flugzeugträger- Kampfgruppen gehören gewöhnlich vier bis fünf Fregatten und Zerstörer sowie ein U-Boot.
Die massive Marinepräsenz der Amerikaner im Golf fällt in eine Zeit verstärkter Spannungen mit der Islamischen Republik. Iran sieht sich wegen seines umstrittenen Atomprogramms mit verschärften UNO-Sanktionen konfrontiert.
Seit Mitte März ist auch der französische Flugzeugträger-Verband «Charles de Gaulle» im Arabischen Meer. Dazu gehörten eine Luftabwehr-Fregatte, zwei U- Boot-Jäger, ein U-Boot und ein Versorger.
Der Verband sei ausschliesslich an Operationen in Afghanistan beteiligt, sagte Korvettenkapitän Bertrand Bonneau. Die Entsendung der «Charles de Gaulle» bedeute nicht, dass stärkerer Druck auf den Iran ausgeübt werden solle.
(dapd)

























