Autobahn

12. Februar 2009 13:12; Akt: 12.02.2009 13:14 Print

Tempokontrolle wird raffinierterTempokontrolle wird raffinierter

Das Abbremsen vor Radaranlagen soll weg: Das Tempo der Autos auf Nationalstrassen soll daher nicht mehr an einer Stelle, sondern auf längeren Strassenabschnitten kontrolliert werden. So könnte das Stop-and-Go verhindert werden.

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Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) will diese neue Methode zur Messung der Geschwindigkeit auf Autobahnen erproben. Die Versuche starten Anfang nächsten Jahres und sollen zeigen, ob das System für die Schweiz geeignet ist. Die Vorarbeiten haben jetzt begonnen, wie das ASTRA am Donnerstag mitteilte.

Eine «Abschnittsgeschwindigkeitskontrolle» besteht aus zwei Messstationen am Anfang und am Ende einer zuvor abgemessenen Strecke. Jedes Fahrzeug, welches die beiden Portale durchfährt, wird erfasst.

Beim Ausgangsportal wird die Durchschnittsgeschwindigkeit ermittelt. Liegt eine Übertretung vor, werden die Fahrzeugdaten erfasst und an die zuständige Polizei weitergeleitet. Liegt keine Übertretung vor, werden die persönlichen Daten innerhalb der Anlage gelöscht.

Bewährtes System

Laut ASTRA hat sich dieses Kontrollsystem in anderen europäischen Ländern bewährt und die Verkehrssicherheit verbessert. Sowohl Unfälle wie auch Tempoüberschreitungen seien zurückgegangen. Zudem werde der Verkehr verflüssigt, und das Tempo werde konstanter eingehalten.

Wie sich die neue Messmethode in der Schweiz konkret auf das Fahrverhalten und die Verkehrssicherheit auswirkt, soll eine umfangreiche Testreihe zeigen, die das ASTRA auf mehreren Versuchsstrecken durchführt. Erst nach Vorliegen der Ergebnisse wird entschieden, ob sie eingeführt wird oder nicht.

Mit dem neuen Finanzausgleich (NFA) sind die Autobahnen und alle fest installierten Tempo-Kontrollanlagen in Bundeseigentum übergegangen. Der Bund kommt für den Unterhalt auf und finanziert neue Anlagen, sofern diese der Verkehrssicherheit dienen. Betrieben werden die Anlagen anschliessend durch die kantonalen Polizeien.

(sda)