«Bunte Kuh»

15. Dezember 2017 07:15; Akt: 15.12.2017 13:58 Print

«Platten sind Hommage an analoge Welt»

Findige Köpfe aus dem Basler Nachtleben haben ein eigenes Label gegründet. Nebst Podcasts und Partys erscheinen nun auch Platten unter ihrem Namen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Benjamin Stohler (28), Luca Gasparini (26), Isabel Moor (25) und Lea Schürmann (24) haben sich einen Traum erfüllt. Die vier haben ein Label erschaffen, mit dem sie weltweit ausgewählten Künstlern eine Plattform für elektronische Musik bieten wollen. Stohler, der von seinen Team-Kollegen mit einem zwinkernden Auge als Vater des Projekts bezeichnet wird, erzählt, wie das Label Bunte Kuh entstanden ist.

Umfrage
Wie bereiten Sie sich auf eine Party vor?

«Durch das Organisieren von Partys habe ich viele Kontakte im Nachtleben. Irgendwann fragte ich mich, wieso ich die nicht noch intensiver nutze», sagt der Älteste im Bunde, der schon seit Jahren hinter den Plattentellern der Stadt steht. «Wir wollten etwas erschaffen und gleichzeitig unsere Ressourcen nutzen», sagt Gasparini. Auch er ist in der hiesigen Clubszene zu Hause und gestaltet diese aktiv mit.

Vier Vinyl-Platten im Jahr

Seit 2015 verwirklichen sich im dreiwöchigen Turnus DJs mit Podcasts auf «Bunte Kuh». Vom befreundeten Produzenten bis zu bekannten Namen, von Einflüssen aus Hamburg bis Pakistan – in den musikalischen Schmankerln findet sich eine grosse Bandbreite an elektronischer Musik wieder. Nun sind die vier Basler ins Vinyl-Business eingestiegen. «Ich liebe Platten und besitze selbst wahnsinnig viele», sagt Stohler.

Digitale Musik sei schnelllebig, gehe schnell wieder vergessen. «In einer Zeit, in der tausend Tracks täglich erscheinen und dann wieder vergessen gehen, sind unsere Platten eine Hommage an die analoge Welt», sagt Stohler. Vier Platten sollen jährlich erscheinen. Das Geschäft sei keineswegs lukrativ, aber ein grosser Herzenswunsch, erklärt das Team.

Release-Party im Viertel-Klub

Die erste Scheibe erscheint im Januar mit Tracks von Deep House bis Tech House. Verewigt hat sich darauf der Zürcher Künstler Debal Sommer. Der Remix auf der Platte kommt vom deutschen Duo Kuriose Naturale.

Die Geburt der ersten Platte soll natürlich gebührend gefeiert werden. Am Freitag findet im Viertel-Klub die Release-Party statt.

(jd)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Laute Luise am 16.12.2017 00:27 Report Diesen Beitrag melden

    Glückwunsch

    Im Vergleich zu nörgelnden Nichtssagern finde ich die pysikalische Umsetzung eines Projekts eine tolle Art einem Moment Dauer zu verleihen. Gut wenn das wieder Mode wird. Auch etablierte Gesellschaftstheorien betonen das Objekt als stärkstes Symbol des Ausdrucks.. leider verstehen das likesammelnde istahipstatinder Exemplare nicht.. aber sehen wir es positiv! Die Energie ist in Freude über den Release besser investiert als in den Versuch Abgestumpfte zu sensibilieren. Happy Friday

  • carmen diaz am 15.12.2017 08:03 Report Diesen Beitrag melden

    platten sind die hommage an...

    ...bla bla bla bla. das sind jetzt die 54'338sten, welche das erzählen. also diese hommage ist ausgelutscht und das schon seit jahren. die sind wieder einer dieser flashs die plötzlich auf der bühne des entertainmentlebens erscheinen und noch plötzlicher wieder verschwinden...

    einklappen einklappen
  • coldasgold am 15.12.2017 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf der Täkno Schiene steckengeblieben

    Naja vor 2-3 oder mehr Jahren wars ja noch lustig aber dieses aufgepumpte Büffel Gsocks das sich mittlerweile in dieser Täkno Szene bewegt ist einfach zum davonlaufen. Überhaupt nimmt rund um den Globus die Beliebtheit dieses ewig selben nz nz nz-Sounds stetig ab. Trap, Cloud, Lo-Fi wären die neuen Schienen, um aufzuspringen. Aber wem erzähl ich das? In Basel bewegt sich eh alles in die umgekehrte (=falsche) Richtung, vor einiger Zeit wurden ja sogar Autos verboten...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Laute Luise am 16.12.2017 00:27 Report Diesen Beitrag melden

    Glückwunsch

    Im Vergleich zu nörgelnden Nichtssagern finde ich die pysikalische Umsetzung eines Projekts eine tolle Art einem Moment Dauer zu verleihen. Gut wenn das wieder Mode wird. Auch etablierte Gesellschaftstheorien betonen das Objekt als stärkstes Symbol des Ausdrucks.. leider verstehen das likesammelnde istahipstatinder Exemplare nicht.. aber sehen wir es positiv! Die Energie ist in Freude über den Release besser investiert als in den Versuch Abgestumpfte zu sensibilieren. Happy Friday

  • coldasgold am 15.12.2017 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf der Täkno Schiene steckengeblieben

    Naja vor 2-3 oder mehr Jahren wars ja noch lustig aber dieses aufgepumpte Büffel Gsocks das sich mittlerweile in dieser Täkno Szene bewegt ist einfach zum davonlaufen. Überhaupt nimmt rund um den Globus die Beliebtheit dieses ewig selben nz nz nz-Sounds stetig ab. Trap, Cloud, Lo-Fi wären die neuen Schienen, um aufzuspringen. Aber wem erzähl ich das? In Basel bewegt sich eh alles in die umgekehrte (=falsche) Richtung, vor einiger Zeit wurden ja sogar Autos verboten...

  • carmen diaz am 15.12.2017 08:03 Report Diesen Beitrag melden

    platten sind die hommage an...

    ...bla bla bla bla. das sind jetzt die 54'338sten, welche das erzählen. also diese hommage ist ausgelutscht und das schon seit jahren. die sind wieder einer dieser flashs die plötzlich auf der bühne des entertainmentlebens erscheinen und noch plötzlicher wieder verschwinden...

    • Pietro am 15.12.2017 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @carmen diaz

      Vinylplatten müssen aber auch analog aufgenommen werden sonst sind sie sinnlos wenn sie aus Digitalaufnahmen stammen.

    • KarRa am 15.12.2017 12:35 Report Diesen Beitrag melden

      @Pietro

      Was ist den das für eine Logik? Die Art der Aufnahme spielt absolut keine Rolle

    einklappen einklappen