Quallen an den Küsten

11. Juli 2018 18:42; Akt: 12.07.2018 08:28 Print

«Vor lauter Schmerzen nicht in Panik geraten»

Bei Badeferien am Meer ist mancherorts Vorsicht vor Quallen und anderen giftigen Tieren geboten. Ein Experte des Zoos Basel sagt, worauf Badegäste achten müssen.

Wie gefährlich sind Quallen und wie schützt man sich? (Video: daf)
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In vielen Teilen der Schweiz haben die Sommerferien begonnen und das Meer ruft. Doch andere Länder, andere Tiere: Quallen können für Menschen beim kleinsten Kontakt schmerzhaft, gefährlich oder gar tödlich sein sein.

Aufpassen müssten besonders Feriengäste, die an der Atlantikküste und in Australien baden gehen: «Die Portugiesische Galeere im Atlantik und die Seewespe in Australien sind sehr gefährlich und können auch zum Tod führen», warnt Thomas Jermann, Kurator für Meerestiere im Zoo Basel. Erstere habe einen bis zu 50 Meter langen Tentakel. Komme man mit ihr in Berührung, füge sie einem peitschenartig Wunden zu und sehr starke Schmerzen, die oft mehrere Tage anhielten, so Jermann.

«Schnell ein Spital aufsuchen»

Bei Kontakt mit dem schmerzhaften Gift einer Qualle solle man Ruhe bewahren, rät Jermann: «Wichtig ist, wegen der Schmerzen nicht in Panik zu geraten und womöglich zu ertrinken. Man soll schnellstmöglich ein Spital aufsuchen und dort die Symptome behandeln lassen.» Erst Anfang dieses Sommers geriet Mallorca in Aufruhr, weil Portugiesische Galeeren an der Küste trieben.

Vorsicht vor Quallen am Strand

Darüber hinaus gibt es aber keinen Grund zur Sorge, wie Jermann erklärt. Die meisten Quallenarten seien für den Menschen nicht gefährlich. Zudem würden bedrohliche Arten in Europa nur selten auftreten. Die Gefahr, sich eine Quallenvergiftung einzufangen, sei also «sehr klein».

Vorsicht vor Seeigeln

Nebst einigen giftigen Fischarten, die dem Menschen aber ebenfalls nur selten gefährlich werden, gibt es noch die Seeigel. Diese seien zwar nicht lebensbedrohlich – «aber er kann sehr unangenehm werden», so Jermann. Der Tierpfleger warnt davor, die schönen Stacheltiere anzufassen. Richtig schmerzhaft werde es, wenn man mit dem Fuss auf ein Exemplar trete: «Dadurch rammen sich die Stacheln des Seeigels in den Fuss, brechen teils ab und bleiben stecken.» Sie könnten Infektionen und Entzündungen auslösen. Laut dem Tierpfleger kann man versuchen, die Stachelreste mit Essig aufzulösen und so zu entfernen.

Seeigel tummelten sich vor allem an felsigen Küstenabschnitten. Dort solle man am besten Badesandalen anziehen, um sich vor Stacheln zu schützen. Grundsätzlich gibt es aber im Badeurlaub keinen Grund zur Panik, wie Jermann betont: «Quallen, Seeigel und andere Meeresbewohner haben es nicht auf den Menschen abgesehen.» Der Mensch sei vielmehr eine Gefahr für die Tiere.

(daf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Biberli am 11.07.2018 20:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    einfaches Mittel gegen Seeigel

    Tritt man mit dem Fuss auf einen Seeigel, dringen die Stacheln tief ein. Keine Panik, es gibt ein super Mittel, das zudem noch gratis ist. Man höre und staune: einfach im warmen Eigenurin tränken. Ja richtig, direkt darüber Wasserlösen. Man kann zusehen, wie ein Stachel nach dem anderen herausfällt. Ohne jegliche Komplikatonen wie Entzündungen usw.

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  • PatSto am 11.07.2018 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unbekanntes petermännchen

    Der fisch Petermännchen sind auch sehr verbreitet, vergraben sich an ufernähe im sand, haben auf dem rücken drei giftstachel und gehören zu den giftigsten tieren europas.... bis letztes jahr auf sardinien kannt auch wir diesen namen nicht...., dann stand meine frau drauf, die zwei geburten meiner kinder ohne pda waren dagegen erholsames vorspiel..., hitze hilft gegen das gift sich auszubreiten, schöne strandferien und take care

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  • Vg0989 am 11.07.2018 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    müll

    sie wollen nur ihr zu hause vor dem müll beschützen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lu___cfc am 11.07.2018 20:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu viel Müll und Plastik!

    Das Meer und die Ozeane rächen sich nun..

  • Vg0989 am 11.07.2018 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    müll

    sie wollen nur ihr zu hause vor dem müll beschützen.

  • PatSto am 11.07.2018 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unbekanntes petermännchen

    Der fisch Petermännchen sind auch sehr verbreitet, vergraben sich an ufernähe im sand, haben auf dem rücken drei giftstachel und gehören zu den giftigsten tieren europas.... bis letztes jahr auf sardinien kannt auch wir diesen namen nicht...., dann stand meine frau drauf, die zwei geburten meiner kinder ohne pda waren dagegen erholsames vorspiel..., hitze hilft gegen das gift sich auszubreiten, schöne strandferien und take care

    • La Vinci am 12.07.2018 08:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @PatSto

      Ja der hat es in sich, vor allem auf Sardinien. Die sieht man fast nicht und vor allem, die haben keinen Fluchtreflex, sondern greifen an.

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  • Biberli am 11.07.2018 20:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    einfaches Mittel gegen Seeigel

    Tritt man mit dem Fuss auf einen Seeigel, dringen die Stacheln tief ein. Keine Panik, es gibt ein super Mittel, das zudem noch gratis ist. Man höre und staune: einfach im warmen Eigenurin tränken. Ja richtig, direkt darüber Wasserlösen. Man kann zusehen, wie ein Stachel nach dem anderen herausfällt. Ohne jegliche Komplikatonen wie Entzündungen usw.

    • Fritz am 12.07.2018 11:06 Report Diesen Beitrag melden

      @Biberli

      Sie haben wohl zu viel Manta, Manta geschaut ;) Wenns funtioniert, na dann prost!

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  • Cleo am 11.07.2018 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Recht so

    Schön sind sie ja. Die Quallen verteidigen nur ihr Revier.