Velo-Stadt Basel

27. November 2013 21:51; Akt: 27.11.2013 21:51 Print

Experte: «Zu wenig Platz für die Fahrräder»

von Camille Haldner - Velo-Botschafter Mikael Colville-Andersen reiste aus Kopenhagen an, um das Basler Velonetz zu testen. Fazit: Es hat noch Luft nach oben.

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Vom hektischen Bahnhofsplatz über die Mittlere Brücke hinunter zum Rhein und weiter zum unübersichtlichen Aeschenplatz: Auf einer 90-minütigen Velotour besuchte der dänische Velobotschafter Mikael Colville-Andersen gemeinsam mit lokalen Experten verschiedene Orte in Basel.

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Das Forum für Nachhaltigkeit eco.ch und Pro Velo hatten ihn nach Basel geholt, um die hiesige Velo-Infrastruktur zu beurteilen. Der Experte für städtischen Verkehr lebt im Velo-Mekka Kopenhagen und berät mit seiner Firma copenhagenize.eu» europäische Städte für eine bessere Fahrrad-Infrastruktur.

«Zu viel Strasse für die Autos»

Sein Fazit: «In meinem Job sehe ich viele Städte ,die eine Katastrophe für Velofahrer sind. In Basel hat man bereits den Eindruck, es sei eine Velo-Stadt.» Trotzdem gibt es Dinge, die er verbessern würde: «Die Velo-Infrastruktur in Basel ist nicht einheitlich. Als Fussgänger weiss man, da ist das Trottoir, da kann ich laufen. Als Velofahrer sucht man den Weg, weil er nicht überall klar erkennbar ist.»

In Kopenhagen sei das System einheitlich und die Velos hätten genug Platz. «In Basel gibt es zu viel Strasse für die Autos und zu wenig Platz für die Fahrräder, das muss sich unbedingt ändern.»

Im Februar kehrt er zurück nach Basel und spricht am eco.naturkongress über die hiesige Velo-Situation und gibt Inputs für eine noch velofreundlichere Stadt.