FCB-Match

22. Oktober 2017 11:08; Akt: 22.10.2017 13:16 Print

Vermummte verletzen 29-Jährigen schwer am Kopf

Nach dem Fussballmatch in Basel sind ein Vater und sein Sohn von rund einem Dutzend Männer angegriffen worden.

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Im Anschluss an das Fussballspiel des FC Basel gegen den FC Thun ist es vor dem Stadion St.-Jakob-Park zu wüsten Szenen gekommen. Zwei Männer im Alter von 29 und 56 Jahren - ein Vater und sein Sohn aus Berlin - wurden laut Angaben der Basler Staatsanwaltschaft von einem Dutzend Männer angegriffen.

Die teilweise vermummte Meute traktierte die beiden mit Fusstritten gegen den Oberkörper und den Kopf. Der Vater erlitt leichtere Verletzungen. Hingegen wurde sein Sohn erheblich am Kopf verletzt. Er befindet sich auch heute noch im Spital.

«Keine Hinweise auf Provokationen»

Offenbar reichte es für die Angreifer aus, dass die beiden Opfer aus Berlin stammen, obwohl sich diese nicht als Anhänger des Hertha BSC Berlin zu erkennen gaben. «Es gibt auch keine Hinweise auf Provokationen», sagt Kriminalkommissär Peter Gill. Die beiden Deutschen besuchten mit Kollegen das Spiel und planten, heute nach Freiburg zu fahren und sich das Bundesliga-Spiel zwischen Freiburg und Hertha anzuschauen.

«Wir vermuten, dass die Angreifer aus der Muttenzer-Kurve stammen. Bei der Attacke haben sie nichts gesagt. Alles ging sehr schnell», so Gill weiter. Die Täter flüchteten in unbekannte Richtung. Eine Fahndung blieb erfolglos. Nun sucht die Polizei Zeugen.

Ähnlicher Vorfall in Zürich

Vor dem Zürcher Fussballderby FCZ gegen GC ist zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Ein 14-Jähriger wurde von mehreren unbekannten Personen angegriffen und gravierend verletzt. Er wurde mit mehreren Faustschlägen und Fusstritten traktiert. Auch hier konnten die Täter flüchten.

Stunden zuvor hatte die Stadtpolizei Zürich ein Aufeinandertreffen von mehreren Hundert gewaltbereiten rivalisierenden Fans verhindern können. Dazu wurden an der Pfingstweidstrasse auch Reizstoff und Gummischrot eingesetzt. Schliesslich konnten die Aggressoren durch die Polizei zurückgedrängt werden.

(aj/woz/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Café Racer am 22.10.2017 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Null Toleranz

    War küzlich bei einem Baselballspiel im NY Yankee Stadium. Eine um einiges grössere Anzahl an Fans als bei einem FCB Provinzgekicke und keinerlei Agressionen nach dem Spiel, kaum Polizei, jeder ging seiner Wege. Fans beider Mannschften in der selben Subway, super Stimmung. Schämt euch, FCB Schwachstrom Chaoten.

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  • efghz am 22.10.2017 11:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    erbärmlich

    man kann einfach nicht mehr ohne schlägereien an ein fussballmatch! Das kann man nicht mehr fans nennen.

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  • Jinxs am 22.10.2017 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Machtloser Staat

    ...und Väterchen Staat schaut zu und wird auch weiterhin fast nichts unternehmen. Eine allfällige Bestrafung wird wie immer milde ausfallen. Es seien ja nur wenige Übereiferer. Die Mehrheit der Fans sei ja friedlich. Marodierende Gruppen (egal ob links, rechts, alternativ, anarchistisch, Ultras, "Fans", etc.) müssen ausgeschaltet werden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sozial Robot am 23.10.2017 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ist es schon zu spät?

    Hoffentlich werden solche Chaoten nicht alt. Das wird lustig werden wenn die mal ins Pflegeheim kommen. Dann ist es dann vorbei mit gemütlich TV schauen.

  • Remynho am 23.10.2017 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur Peinlich

    Es ist einfach nur noch peinlich was hier um die Stadien passiert. Vater mit Sohn wird einfach so angegriffen (weil Sie angeblich aus Berlin sind). In Zürich wird ein 14 jähriger von einer Horde wilder angegriffen, einfach weil er Fan eines anderen Verein ist. Natürlich ist die Polizei machtlos und kann (oder will) nicht dagegen tun. Hier müssten auch mal die Vereine hin stehen und sagen, so nicht. Alle Vereine eine Woche nicht spielen. Aber man will die Treuen "Ultras" ja nicht erzürnen und verlieren.

  • Manfred Merian am 23.10.2017 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Jede Woche aufs Neue

    Wir brauchen kein Burka-Verbot, sondern ein Vermummungsverbot, das konsequent durchgesetzt wird bei Verstoss mit Haftstrafen. Zudem sind die Kosten für Polizei-Einsätze den Chaoten anzulasten. Namen und Fotos dieser Typen sind zu publizieren: Arbeitgeber, Schulen und Öffentlichkeit müssen erfahren, mit wem man es zu tun hat. Dies ist kein Pranger, sondern Schutz der Bevölkerung.

  • urs am 23.10.2017 11:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und weg

    oh mein gott und jetzt treffen noch der fcz und Basel aufeinander! zum Glück habe ich den Flug gebucht für die Ferien

  • Basil Frei am 23.10.2017 08:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlechte gesellschaft

    Wie lange soll das so noch weitergehen? Nach jedem match gibt es irgend welche zwichenfälle! Auch im ausgang am wochenende kann man sich nicht mehr frei bewegen sondern wird auch angepöpelt! Was ist mit unserer gesellschaft los? Ich frage micv wie das so weiter gehen soll!! Es gibt zu viele respektlose menschen die nur auf sich schauen und stress machen wegen nix!