Mysteriöser Todesfall

26. August 2015 10:50; Akt: 27.08.2015 11:05 Print

Wo ertrank die Frau aus Zofingen?

von Daniela Gigor - Die Leiche, die am 9. August im Rhein gefunden wurde, ist identifiziert. Einen Tag zuvor hatte sie noch im Sempachersee gebadet. Der Fall ist rätselhaft.

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Der Tod der 71-jährigen Deutschen aus Zofingen gibt der Polizei Rätsel auf. (Bild: 20 Minuten/Ethel Keller)

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Die im Rhein bei Rheinfelden (D) aufgefundene Frau beschäftigt die Strafverfolgungsbehörden. Bei der Toten handelt es sich um eine 71-jährige Deutsche, die im aargauischen Zofingen lebte. Die Frau wurde am 8. August von ihrer Familie in Zofingen als vermisst gemeldet, nachdem sie nicht von einem Badeausflug in Nottwil LU am Sempachersee zurückgekehrt war.

Auto und persönliche Gegenstände gefunden

Das Auto der Frau wurde daraufhin auf einem Parkplatz der Luzerner Seegemeinde gefunden. In der Badi Nottwil wurden am 8. August um 23.15 Uhr ausserdem diverse persönliche Gegenstände, wie etwa das Badetuch, Flip-Flops, eine Tasche mit Portemonnaie, Münz und der Autoschlüssel der Vermissten entdeckt. Ausweise oder ein Handy wurden nicht gefunden. Am Sonntag, 9. August besuchte die Tochter der Frau das Seebad Nottwil. «Sie sagte mir, dass ihre vermisste Mutter seit etwa Mitte Juli jeweils am Morgen in die Badi gekommen war», so Walter Estermann, Betriebsleiter des Seebads Nottwil.

Am 9. August dann wurde aus dem Rhein beim deutschen Rheinfelden eine tote Frau geborgen. Inzwischen ergab ein DNA-Abgleich mit der Leiche, dass es sich bei der unbekannten Toten um die seit ihrem Badeausflug vermisste Frau aus Zofingen handelt. Dies teilten die Aargauer Staatsanwaltschaft und das Baden-Württembergische Polizeipräsidium Freiburg am Mittwoch mit. Als Todesursache wird von Ertrinken ausgegangen. Ob die Frau im Sempachersee oder im Rhein ertrank, ist bisher unbekannt.

Strafverfolgungsbehörden suchen Zeugen

Die grosse Frage für die Ermittler: Wie gelangte die Frau vom Sempachersee in den Rhein nach Rheinfelden? «Wir können uns das nicht erklären», sagt Fiona Strebel, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau. Nicht vorstellen können sich die Ermittlungsbehörden, dass die Frau innert dieser kurzen Zeit auf dem Wasserweg in den Rhein bei Rheinfelden gelangte. Die Strafverfolgungsbehörden suchen nun Zeugen, die darüber Auskunft geben können, wie die Frau von Nottwil nach Rheinfelden gekommen war.

Die Tote trug ein durchsichtiges, mantelartiges Regencape mit einer Kapuze, als sie geborgen wurde. Wie Meteonews auf Anfrage mitteilte, war das Wetter in der Region Luzern am 8. und am 9. August heiss und trocken. In der Region Basel wurde jedoch am 8. August abends um 21 Uhr ein starkes Gewitter registriert. Danach folgte eine laue Sommernacht.