E-Sports

12. Mai 2017 19:37; Akt: 14.05.2017 14:34 Print

FC Basel verpflichtet ersten Playstation-Profi

Der FC Basel möchte im E-Sport-Bereich auch mitmischen und hat mit Luca Boller den ersten Schweizermeister des Fussballsimulationsspiels Fifa verpflichtet.

Luca Boller muss sein Hobby vor seiner Freundin jetzt nicht mehr rechtfertigen, es ist jetzt ein Job. (Video: 20 Minuten/lha)
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Für Luca Boller war das Fifa-Zocken bis anhin nur ein Hobby. «Hätte man mich vor fünf Jahren gefragt, ob ich damit Geld verdienen könnte, hätte ich ihn ausgelacht.» Nun ja. Jetzt ist der 22-Jährige der erste E-Sport-Profi auf der Gehaltsliste des FC Basel. Am Freitag präsentierte der Klub seinen neusten Transfermarkt-Coup an der Muba.

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FCB-Marketingdirektor Martin Blaser machte klar, dass der Verein auch im virtuellen Fussballgeschäft ganz vorne mitmischen will. «Wir wollen den Besten haben», betonte er. Will heissen: Schweizermeister Lubo, so der Spielername des Playstation-Profis, muss Schweizermeister bleiben, will er seinen Kontrakt behalten. Der Erfolgsdruck ist der gleiche wie auf dem analogen Rasen. Dort spielt Lubo übrigens auch, in der vierten Liga.

Immerhin: Für das tägliche Zocken an der Konsole wird Lubo finanziell entschädigt. Die Playstation bleibt für den jungen Bankkaufmann aber ein Nebenerwerb. Hauptsächlich arbeitet der Fehraltorfer (ZH) weiterhin auf der Bank. Er hat sich jetzt einfach sein Hobby vergoldet.

Millionenpublikum über E-Sports

Der FCB ist nicht der erste Verein mit einem eigenen E-Sports-Spieler. Mittlerweile sind vier Superleague-Vereine bei Fifa präsent. Der FCB kann sich aber vorstellen, das Team in Zukunft noch auszubauen. In Frankreich, England oder Deutschland ist dieser Bereich bereits wesentlich grösser und professioneller. Auch das Niveau ist höher. Die grossen Clubs haben längst erkannt, dass sie über E-Sports, etwa mit Fifa, ein Millionenpublikum erreichen. Entsprechend ist das Potential für die Markenpflege.

Vereine tun also gut daran, auf Profis zu setzen, wenn sie da mitmischen wollen. Schalke 04 tat das nicht und stieg prompt nach der ersten Saison ab. Darunter leidet die Reputation des Clubs nicht nur in der digitalen Welt. «Der Joke ist der gleiche wie auf dem Rasen», sagt Blaser.

(lha)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rammirocker am 12.05.2017 19:51 Report Diesen Beitrag melden

    Potenzial

    Auch wenn der "E-Sport" in unseren Messengrades extrem belächelt und verachtet wird. Der soll einmal nach Japan schauen. Dort werden RIESSIGE Events veranstaltet mit Millionenen (!!!) von Preisgelder. Die haben mehr Zuschauer beim "Gamen" als manch unsere "Super-League-Spiele" in unserem Land. Dort herrscht eine Stimmung, als würde demnächst die Halle explodieren. xD Daher hat diese "Sportarte" potential. Man muss halt mit der Zeit gehen, nicht stehen bleiben!!!

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  • 1 Tap am 12.05.2017 20:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    E Sports nicht unterschätzen

    E Sports kennt man in der Schweiz nicht so, aber in Südkorea, Japan, China, USA und Skandinavien sehr beliebt und dazu verdient man mehr als der durchschnitt in der Schweiz

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  • Querus schlägerus am 12.05.2017 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da hatte Källström unrecht

    Laut Källström sind es doch die jungen GC Spieler die nur an die Playstation denken.....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gonzales Speedo am 22.05.2017 03:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dr.

    Ich spiele Pro Evolution. Das ist wesentlich technischer und verfügt über ein besseres Gameplay. Fifa ist für Kinder und PES für Erwachsene...

  • Waltidrumstick am 14.05.2017 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich Sport?!!

    So schade dass das als Sport gelten soll! Find es jaa toll das der sein Hobby vergoldet hat, aber E-Games als Sport bezeichnen?!! NEIN!

    • drumstickforever am 14.05.2017 12:29 Report Diesen Beitrag melden

      Es kann ja noch schlimmer kommen

      Nasenbohren, Smartphone-Musikhören, Bachelor-Langzeitsehen, ESC-Gutfinden, Kebab-Vielessen etc. - Alles könnte olympisch werden!

    • läufer am 14.05.2017 12:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @drumstickforever

      schach wird auch als sport bezeichnet.

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  • Typhoeus am 14.05.2017 08:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    E-Fussball

    Zum Glück sind die Spieler gübstig.

  • LCS am 13.05.2017 18:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schalke

    Artikel ist eigentlich gut, jedoch stimmt das mit Schalke nicht, Schalke verpflichtete auch Profis, jedoch wurde den Spielern alles zuviel am Schluss und sie stiegen ab weil sie ihre Form nicht mehr fanden. Bitte nicht nur auf die Fakten schauen nächstes mal.

  • Pascal Steiner am 13.05.2017 16:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weiter so!

    Das war wieder ein Schritt in die richtige Richtung!