Aus Skubar wird Verso

09. Oktober 2017 18:01; Akt: 09.10.2017 18:01 Print

Die Studenten in Basel bekommen eine neue Bar

Nach rund zehn Jahren erfährt die Basler Studenten-Bar Skubar eine Rundumerneuerung – und heisst nun Verso. Die drei Verantwortlichen erzählen, was die Studenten künftig erwartet.

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Kerem Bilgen, Dennis Drews und Jérôme Schwarz (v.l.) eröffnen am 19. Oktober das neue studentische Kulturlokal. (Bild: rob)

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Am Petersgraben im Kollegiengebäude der Uni Basel sind die Handwerker noch schwer am Schuften. Die Skubar, eine Studenten-Bar, betrieben von der Studentischen Körperschaft Skuba in den Katakomben der Uni, erhält nach rund zehn Jahren ein neues Gesicht – und den neuen Namen Verso. Am 19. Oktober feiert man nach viermonatiger Umbauphase Eröffnung. Die neue Ära einläuten wird Rod, Bassist von Die Ärzte, mit seiner Band Mas Shake. Danach folgt die grosse Opening-Party.

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«Es wurde höchste Zeit, die Räumlichkeiten zu erneuern», sagt Kerem Bilgen zum Umbau. Zusammen mit den zwei Kommilitonen Dennis Drews (25) und Jérôme Schwarz (25) ist der 27-jährige Student und selbstständige Unternehmer verantwortlich für das neue Studi-Lokal. «Wer die alte Skubar kennt, wird die neuen Räumlichkeiten nicht wiedererkennen», schreiben die drei auf ihrer Website. Und tatsächlich: Das Verso wirkt grösser und geschliffener und überrascht mit neuer Raumaufteilung und grosszügigem Bartresen. Auch einen neuen Lounge-Bereich mit rund 40 Sitzplätzen wird es geben. «Zu viel wollen wir im Vornherein jedoch nicht verraten», so Bilgen.

Konzerte, Theater-Vorführungen und Poetry Slams

«Das Verso soll ein Ort sein, wo sich Studenten aus den verschiedensten Fakultäten gemeinsam treffen können. Und das nicht nur am Donnerstagabend», sagt Jérôme Schwarz, der für die Technik verantwortlich ist. Das Verso will sich «kulturell öffnen». Während die Skubar primär für ihre Partys am Donnerstagabend berüchtigt war, wird das neue Lokal seine Pforten für diverse Veranstaltungen auch an weiteren Abenden öffnen. «Wir wollen das Kulturangebot vergrössern. Auch Theater-Vorführungen und Poetry Slams sollen hier künftig stattfinden», erklärt Kerem Bilgen. Ebenso sollen vermehrt Live-Konzerte ins Programm aufgenommen werden.

Doch auch bei Tageslicht wird das Verso für die Studenten als Pausenraum zugänglich sein. Dafür wurden zuvor verdeckte Fenster freigelegt und weitere Steckdosen angebracht. «Der Raum soll ein Ort sein, wo die Studenten ihre Freizeit verbringen können», sagt Master-Student Dennis Drews. Vor dem Umbau sei die Nutzung in diesem Ausmass nicht möglich gewesen: Der Raum war schlichtweg zu dunkel. «Das Verso ist nun am Tag wie auch in der Nacht attraktiver», so Drews. Auch wer nicht an einer Uni oder Fachhochschule studiere, habe nun die Möglichkeit, die Räumlichkeiten für eigene Anlässe zu mieten.

Von Uni und Sponsoren finanziert

Die drei Studenten waren zuvor schon mehrere Jahre als Mitglieder der Studentischen Körperschaft in der Skubar involviert. Immer wieder habe man kleinere Ausbesserungen vorgenommen. Doch eine Grunderneuerung war nicht abzuwenden. «Dies ist in unserem wie auch im Interesse der Uni. Nun können die Räume besser ausgelastet werden», erklärt Bilgen. Finanziert wurde der Umbau durch die Uni und durch Sponsoren. Die Alma Mater beteiligt sich bis zum Abschluss der Arbeiten mit gesamt rund 540'000 Franken.

(rob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Warum darum Mäx am 09.10.2017 19:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr Kulturbasel

    Weiss nicht was ihr habt. Ist doch schön wenn Studenten die Kultur beleben und dabei unterstützt werden.

  • tuxepo am 09.10.2017 18:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich komme!

    Besonders wegen Kerem ein Besuch wert. Wow.

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  • Andrej am 10.10.2017 07:19 Report Diesen Beitrag melden

    Nana

    Erinnere mich noch gut, als die SKUBA 300'000 CHF in den Sand gesetzt hatte, als sie umsverworgen ein Essenslokal für Studierende im alten Milchhüsli an der Missionsstrasse aufziehen wollte. Die 300'000 CHF, das waren obligatorische Semesterbeiträge der Studierenden. Grosse Töne hatte man im Vorfeld gespuckt, und als alles den Bach runterging, sind im Gremium der SKUBA keine Köpfe gerollt. Das sind die Personen, die die Zukunft von morgen machen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • sepp steckerraus am 10.10.2017 13:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Energie brauchts für Saufen

    Studios bekommen eine Bar ! Ja klar , das ewige Studium dauert ja Jahrzehnte bis der Staat oder Eltern es abstellen !

  • Fjodor am 10.10.2017 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin skeptisch

    Da bin ich aber skeptisch. Auch neue Räume werten an sich schlechte Veranstaltungen nicht auf, und das, was in der Skubar in den letzten Jahren als 'Party' durchging, war wohl mehr als enttäuschend. Die Skubar ist allgemein für die geschmacklosesten Parties an der Uni bekannt und daher bezweifle ich, dass die neue Skubar ziehen wird, wenn nicht radikale Änderungen im internen Betrieb vorgenommen werden (d.h. anständige Musikanlage, DJs, die mehr können als eine Playlist mit Charts laufen lassen, etc.)

    • Omero Muscio am 11.10.2017 10:27 Report Diesen Beitrag melden

      Ich nicht

      Erzähl doch bitte mal an welcher Party du genau warst ;) Ich bin einer der DJ und kann def. Mehr als nur eine Playlist runterlaufen lassen ;)

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  • Nicht Ok am 10.10.2017 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Habe bislang ausschliesslich schlechte Erfahrung mit der Skubar wie mit der Skuba gemacht, auf gar keinen Fall empfehlenswert und am besten zu meiden

  • Remo Ganzoni am 10.10.2017 07:50 Report Diesen Beitrag melden

    Werkstudent

    Ich habe meinen Dr.iur. mit 45 gemacht und während des ganzen Studiums zu 80 Prozent gearbeitet. Wer keine reichen Eltern hat, muss sich halt anders organisieren.

    • Mina am 14.10.2017 12:31 Report Diesen Beitrag melden

      #es geht auch anders

      Na danm, ich habe mein Medizinstudium selbst finanziert, in Regelzeit abgeschlossen und trotzdem viel gelebt und gefeiert. Das alles hat mich wohl weniger verbittern lassen als andere.

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  • Andrej am 10.10.2017 07:19 Report Diesen Beitrag melden

    Nana

    Erinnere mich noch gut, als die SKUBA 300'000 CHF in den Sand gesetzt hatte, als sie umsverworgen ein Essenslokal für Studierende im alten Milchhüsli an der Missionsstrasse aufziehen wollte. Die 300'000 CHF, das waren obligatorische Semesterbeiträge der Studierenden. Grosse Töne hatte man im Vorfeld gespuckt, und als alles den Bach runterging, sind im Gremium der SKUBA keine Köpfe gerollt. Das sind die Personen, die die Zukunft von morgen machen.