Zoo Basel

03. September 2014 11:30; Akt: 03.09.2014 11:40 Print

Mikrochip macht Zootiere unverwechselbar

Im Kinderzolli haben sieben Zwergziegen eine ID erhalten – in Form eines reiskorngrossen Mikrochips. So ist jedes Tier ein Leben lang unverwechselbar.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Zootierarzt platzierte den Chip mit einer Spritze unter der Haut der Ziegen, gleich oberhalb des Schulterblatts. Wie die meisten Tiere reagierten diese höchstens beim Einstich ein wenig, teilte der Zolli am Mittwoch mit. Nur die beiden im März geborenen Zwergziegen Lavani und Laki hätten meckernd zum Ausdruck gebracht, dass sie von der Prozedur nicht sonderlich begeistert sind.

Beim Chippen halfen zwei Kinder mit. Die elf- und zwölfjährigen Mädchen arbeiten regelmässig im Kinderzoo und durften als erfahrene Helferinnen den Tierarzt bei dieser Arbeit begleiten.

Der Chip enthält einen 15-stelligen Code. Mit einem mobilen Lesegerät kann dieser abgelesen und das Tier so identifiziert werden. Für den Tierarzt sei es wichtig, Daten wie Geburtsdatum, Herkunft, Nachkommen oder frühere medizinische Behandlungen zu kennen.

Wichtig für Erhaltungszuchtprogramme

Dass man die einzelnen Tiere einer Art identifizieren kann, ist auch Voraussetzung für die europäischen oder weltweiten Erhaltungszuchtprogramme, mit denen die Zoos die genetische Vielfalt ihrer Populationen sicherstellen. Darum werden im Zoo Basel die Tiere sehr vieler Arten mit einem Mikrochip versehen.

Idealerweise platziert man den Chip bereits beim ganz jungen Tier, denn bei einem erwachsenen Löwen, Schneeleoparden oder einer Rappenantilope wäre dies ohne Narkose nicht mehr möglich, teilte der Zolli weiter mit.

(aj)