Kleinhüningen BS

04. Juli 2017 05:49; Akt: 04.07.2017 08:44 Print

Trächtige Katze mit dem Sperrgut entsorgt

In Kleinhüningen fand ein Mann zwischen Abfallsäcken zwei Büsi, die in einer Transportbox eingesperrt waren. Der Basler Tierschutzbund sucht den straffälligen Besitzer.

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Am Freitag ging beim Basler Tierschutzbund ein Anruf ein: Ein Mann erzählte aufgeregt, dass er per Zufall in einem Hinterhof in Kleinhüningen eine kleine Transportbox mit zwei lebenden Katzen darin entdeckt habe. Die Box hatte er zwischen Abfall und Sperrgut gefunden – die Tiere waren regelrecht entsorgt worden. Da die Polizei sich laut den Tierschützern als nicht zuständig erklärte, landete der Finder schliesslich beim Tierschutzbund.

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Auf dem Weg ins Katzenheim des Regionalen Tierschutzbundes in Muttenz entwischte ihm jedoch eines der Tiere. Eine Tierärztin nahm sich dann der zweiten Katze an. «Ihr ging es entsprechend schlecht, nach der ganzen Tortur, die sie durchleben musste», sagt Sprecherin Barbara Fischer. Nach Ultraschall und Röntgenaufnahmen wurde ausserdem klar: Die schwarz-weiss gemusterte Farah, wie das Katzenheim-Team sie nannte, ist trächtig.

Besitzer wird angezeigt

Mahena Haizmann, Geschäftsführerin des Tierschutzbundes, sagt zum traurigen Fund: «Wir sind immer wieder über die Unmenschlichkeit erschüttert. Sich auf diese Art und Weise seiner Tiere zu entledigen, ist besonders perfid.» Man werde nun bei der Polizei Anzeige erstatten: «Wir versuchen immer, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.» Dass man den enstprechenden Besitzer finde, komme jedoch nur selten vor.

Dass liege auch daran, dass Katzen nicht gechipt werden müssten. Fischer: «Seit dies bei Hunden obligatorisch ist, haben ähnliche Fälle immens abgenommen.» Ohne Chip könne man die Spuren kaum zurückverfolgen. Es sei denn, jemand erkennt das Tier zufällig. Sollte sich der Halter nicht finden lassen, müssen die Kosten für die ärztliche Untersuchungen und die Pflege von Farah und ihrem Nachwuchs vom Tierschutzbund selber getragen werden.

Aussetzungen sind in Ferienzeit vermehrt ein Thema

400 Katzen landen pro Jahr im Katzenheim in Muttenz. Die meisten Tiere werden von den Besitzern direkt abgegeben. «Im Schnitt kommt einmal im Monat ein ausgesetztes Tier zu uns», sagt Fischer. In der Ferienzeit sind Aussetzungen vermehrt ein Thema: «Vor allem, wenn zu Weihnachten oder Ostern Tiere verschenkt werden, stellt sich bei den Beschenkten spätestens in den Ferien die Frage: Wohin damit?»

Fischer betont, dass niemand gezwungen sei, sein Tier auszusetzen. «Wir finden immer irgendwie eine Möglichkeit, das Tier unterzubringen. Man muss sich einfach bei uns melden.»

(rob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mani Motz am 04.07.2017 06:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    werde ich nie verstehen

    Was sind das für Menschen, die nur schon daran denken, sowas zu tun.

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  • Henä am 04.07.2017 06:07 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Ein altes Sprichwort besagt: So wie ein Mensch zu Tieren ist, so ist er auch zu Menschen.

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  • R.Meier am 04.07.2017 06:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Manchmal schäme ich mich der der Spezies Mensch anzugehören.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Cira1206 am 04.07.2017 17:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich finde keinen Titel

    Chipzwang und Kastration sollte per sofort eingeführt werden. Und das Tierschutzgesetz sollte verschärft werden u d höhere Strafen. Für viele sind Tiere immer noch ein Gegenstand den man wie Müll entsorgt. Mit Menschen die Tiere wie Müll entsorgen, sorry, sollte man das selbe tun.

  • menschen-und tierfreund am 04.07.2017 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    das ganze mal umdrehen

    mal schauen, wie sich der mensch fühlen würde, wenn er sich in derselben situation wiederfinden würde. sollte eigentlich zur anwendung finden. wer weiss, würde das vielleicht gegen solche zustände helfen?

  • Caecilie Danuser am 04.07.2017 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Meine Katze, hatte die Angewohnheit mich zweimal im Jahr zu beissen. Und zwar so heftig dass ich immer zum Arzt musste für Antibiotika, Einmal hatte ich schon einen blauen Streifen am Arm. Aber so etwas gemeines würde ich meiner Katze nie antun. Sie bleibt bei mir bis an ihr Lebensende. Sie ist jetzt 13 Jahre. Ich hoffe sie bleibt noch einige Zeit bei mir, trotz beissen.

  • curlysue am 04.07.2017 13:54 Report Diesen Beitrag melden

    Menschen ohne Herz und Seele

    Die Frage ist auch, wieso muss man Tiere als Geschenk verschenken. Das ist keine Ware, da steckt ein Herz und eine Seele drin. Genau diese 4 Beiner sind an dem Tag als sie verschenkt werden klasse, danach nur noch eine Sache.

  • Martial2 am 04.07.2017 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Art und Weise...

    Wenn der ehemalige Besitzer ausfindig gemacht könnte, dann gehört diesem eine saftige Busse von 5'000 CHF, + die Tierarzt-Rechnung aufgebrummt!!

    • GM aus P am 04.07.2017 14:47 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht nur eine Geldstrafe....

      Plus ein Tierhalteverbot auf Lebzeiten ! Kann man(n)/frau nur so sein?!! Schlimm schlimm schlimm

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