Strafuntersuchung

11. Oktober 2016 17:07; Akt: 11.10.2016 17:47 Print

Basler Polizist soll Kollegin geschändet haben

Ein Basler Polizeibeamter soll eine betrunkene Kollegin auf einem Betriebsausflug sexuell genötigt haben. Die Baselbieter Staatsanwaltschaft führt eine Strafuntersuchung durch.

storybild

Basler Polizisten auf Patrouille. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Vorwürfe wiegen schwer: Ein Beamter der Basler Polizei soll laut Recherchen von «Telebasel» während eines Gruppenausfluges an einer Mitarbeiterin sexuelle Handlungen vollzogen haben. Die Frau soll stark betrunken und nicht mehr im Stande gewesen sein, sich dagegen zu wehren. Ein dritter Polizist soll die Straftat gar gefilmt haben.

Laut dem Bericht soll der fehlbare Mitarbeiter des unteren Kaders nach dem Vorfall vor zwei Monaten bereits freigestellt worden sein. Das Departement für Justiz- und Sicherheit bestätigt die Freistellung und fügt an, dass wegen des «Vorfalls in der Freizeit mehrere personalrechtliche Verfahren» laufen würden. Zu den Hintergründen bezieht die Basler Polizei keine Stellung. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Stawa ermittelt

Da sich der sexuelle Übergriff auf Baselbieter Boden zugetragen haben soll, liege der Zuständigkeitsbereich bei der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft. «Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft führt eine Strafuntersuchung, in die vier Mitarbeiter der Kantonspolizei Basel-Stadt involviert sind, darunter das Opfer», bestätigt diese gegenüber Telebasel. Der Straftatbestand laute auf Schändung.

In den letzten Tagen hatte bereits ein Skandal um privat zugeteilte Dienstwagen für Kadermitglieder die Basler Polizei in ein schiefes Licht gerückt.

(jd)