Dumping und Stress

05. November 2012 20:39; Akt: 05.11.2012 20:39 Print

Unia kritisiert Messebau scharf

Die Messe-Baustelle in Basel ist laut Unia voller Missstände, darunter Dumping-Löhne und 50-jährige Praktikanten. Die Gewerkschaft fordert Solidarhaftung und eine Grosskontrolle.

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Beim Messeneubau soll es diverse Misstände von Lohndumping bis zu Arbeitszeitüberschreitungen geben. (Bild: 20 Minuten)

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Auf der Messebaustelle herrscht derzeit Hochbetrieb: Rund 1000 Arbeiter sind täglich am Werk, so viele wie noch nie zuvor. Laut Unia bedeutet mehr Arbeit aber auch mehr Unregelmässigkeiten: «Die Liste der Verstösse gegen die hiesigen Lohn- und Arbeitsbedingungen wird immer länger», so Serge Gnos, Co-Leiter der Unia Nordwestschweiz.

Die Gewerkschaft hat am Montag auf verschiedene Beispiele hingewiesen, in denen Verfahren laufen: So sollen slowenische und deutsche Subunternehmen Dumpinglöhne von 8 respektive 11 Euro pro Stunde bezahlen, ein polnisches Unternehmen auch 50-Jährige Mitarbeiter als Betriebspraktikanten angestellt und bezahlt haben. «Wir fordern eine Grosskontrolle auf der Baustelle, zudem soll Basel wie St. Gallen eine Auftraggeberhaftung prüfen», so Gnos.

Die Messe Basel tut laut eigenen Angaben ihr Möglichstes, dass die arbeitsrechtlichen Regeln eingehalten werden. «Bislang liegt uns nur ein abgeschlossener Fall vor, in dem eine Arbeitszeitüberschreitung festgestellt und gebüsst wurde», sagt Sprecher Christian Jecker. Mit dem Bauverlauf sei man zufrieden. Dass man vom derzeitigen 1,5- auf 3-Schichtbetrieb hochfahren müsse, sei im Moment nicht absehbar.

Laut Staatsanwaltschaft laufen derzeit mehrere Verfahren wegen Arbeitsunfällen bei der Messe – ein Strafbefehl wurde aber noch nicht ausgesprochen.

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