Grundstücke gekauft

30. Oktober 2011 09:50; Akt: 30.10.2011 09:50 Print

Scientology plant riesige Kirche in Basel

4000 Quadratmeter gross ist die Parzelle, die sich zwei Scientologen in Basel unter den Nagel gerissen haben. Auf dem Grundstück soll eine neue Scientology-Kirche errichtet werden.

Die Lage der beiden Grundstücke in der Nähe der französischen Grenze.

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Die Scientology-Sekte will in Basel eine ihrer neuen Kirchen aufbauen. Zwei Scientologen haben im Frühling eine viertausend Quadratmeter grosse Parzelle in Grenznähe gekauft, wie der «Sonntag» berichtet. Dazu gehört ein Bürogebäude an der Burgfelderstrasse 211, ein Bürogebäude mit Verbindungsbau an der Kaysersbergstrasse 3 sowie eine Werkstatt, eine Tankstelle, ein Wohnhaus und eine Transformatorenstation.

Eine der neuen Besitzer-Firmen ist die in Basel domizilierte Burgfelder Immobilien AG, deren Verwaltungsratspräsident Patrick Schnidrig ist auch Präsident der Scientology-Kirche Basel. Der andere Eigentümer, die Zürcher Estoniola AG, gehört dem Scientologen Heinrich Renggli. Schnidrig bestätigt telefonisch, dass die Idee bestand, auf diesem Grundstück eine Scientology-Kirche einzurichten.

«Ein Ausdruck der Verzweiflung

Schriftlich gibt er später an, dass Scientology bis Ende November entscheiden werde, wo der Standort der neuen Ideal-Org-Kirche in Basel sein soll. Er betont, dass die Kirche nicht an der Burgfelderstrasse 211 entstehen soll, wo der Baukonzern Implenia eingemietet ist. Die Implenia bleibe dort Mieterin. Zur Liegenschaft an der Kaysersbergstrasse 3, die im Moment leer steht, könne er keine Angaben machen. Diese gehöre Heinrich Renggli. Renggli äussert sich zur geplanten Scientology-Kirche auf diesem Areal nur schriftlich. Er lässt ausrichten, dass man sich in einer Planungsphase befinde.

Sektenexperten glauben, dass Scientology mit den Ideal-Org-Bauten wieder Präsenz markieren wolle. Religionswissenschafter und Sektenexperte Georg Schmid ist der Ansicht, dass die neuen Kirchenbauten ein Ausdruck der Verzweiflung seien. «Die Mitgliederzahlen bei Scientology gehen seit 1990 kontinuierlich zurück», sagt er gegenüber dem «Sonntag». Schmid schätzt die Zahl der aktiven Scientology-Mitglieder in der Schweiz auf rund tausend. Der Standort Basel scheint auch ideal, um neue Mitglieder im grenznahen Ausland anzuwerben. Scientology gibt an, man habe in der Schweiz zirka 5000 Passiv- und Aktivmitglieder.

(mlu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc am 30.10.2011 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    Auch nicht erwünscht!

    Diese Kirche wird doch hoffentlich verboten! Minarette können nicht genaut werden. Da wären doch Sekten Kirchen völlig daneben.

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  • Amos Johnette am 30.10.2011 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das

    Muss auf jeden Fall verhindert werden.

  • Robert am 30.10.2011 20:49 Report Diesen Beitrag melden

    Universelles Leben ist noch gefährlicher

    Das Universelle Leben ist noch gefährlicher als Scientology, weil es dem Menschen verspricht, dass Sehnsüchte, die jeder Mensch hat, in Erfüllung gehen. Leider scheinen viele Menschen nicht mehr beurteilen zu können, was Hockusspokus ist. Die täglichen Eso-Sendungen im Fernsehen sind der Beweis. Ich hatte einen Kollegen, der zum Sozialamt musste, weil er sein ganzes Geld wegen diesem Fernseh-Hokuspokus verlor und sich überschuldete. Scientology und co.sollten zum Schutz der Bevölkerung verboten werden. Warum unternimmt unsere Regierung nichts dagegen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel Mattli am 02.11.2011 22:47 Report Diesen Beitrag melden

    Kirche?

    Scientology baut keine Kirchen sondern Sektenhäuser!

    • Allergiker auf Sekten am 09.07.2012 16:42 Report Diesen Beitrag melden

      Ja genau

      und das muss verhindert und verboten werden!!!!!

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  • Wayne am 01.11.2011 01:55 Report Diesen Beitrag melden

    Dumm gelaufen

    Immerhin rennen die Scientologen nicht mit Sprengstoffgürteln durch die Landschaft, sind nicht gewalttätig, unterdrücken ihre Frauen nicht und verlangen keine Sonderrechte. Dumm nur, dass sie eine Sekte und keine Weltreligion sind. Dumm gelaufen, für die Scientologen.

  • Noldi Schumacher am 31.10.2011 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Alle die sich dagegen entscheiden...

    Gratuliere ich! Ein normaler Mensch braucht das nicht zum Leben. Er entscheidet selbständig! Abhängigkeit, andere in sein Leben einwirken lassen, wer das brauch soll zum Psychiater! Freiheit beginnt bei sich selber!

  • alexandru antonio colceriu am 31.10.2011 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Was macht die Politik?

    Und das unter der Rot-Grünen Basel-Stadt Regierung.

    • Manfred Bucher am 02.11.2011 22:52 Report Diesen Beitrag melden

      Politics?

      Was hat denn die Politik damit zu tun?????????????

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  • A. Kipfer am 31.10.2011 00:32 Report Diesen Beitrag melden

    Nein danke

    Scyentology hat in der Schweiz nichts verloren. Diese Psedureligion, die ihre eigenen Mitglieder hemmungslos ausbeutet, braucht hier echt niemand. Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht dafür, Ideologien und mögen sie noch so verdreht sein, zu verbieten. Ich hoffe aber schwehr, dass sie es nicht schaffen, hier weitere Menschen mit ihrem pseudo Wissen zu verführen. Ich hoffe, die Medien kommen ihrem Aufklärungsauftrag weiterhin nach, damit möglichst wenig Menschen hier abgezockt werden können.