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Räbeliechtli mit LED:
09. November 2011 22:30; Akt: 09.11.2011 20:35 Print
«Einfach nicht dasselbe»
von Denise Dollinger - LED-Lichter statt Kerzen: Beim Räbeliechtli-Umzug nächste Woche kommen zum ersten Mal elektrische Lichter zum Einsatz. Für viele ist diese Neuerung ein Unding.

Hier stecken in den Räbeliechtli noch Kerzen. Foto: christian roth
Am Mittwoch erklingt wieder der Gesang fröhlicher Mädchen- und Bubenstimmen, die am beliebten Räbeliechtli-Umzug teilnehmen. Rund 1500 Kinder und Erwachsene laufen am Anlass jeweils mit, seit Jahren zeigt sich immer das gleiche Problem: «Beim Laufen gehen die Lichter aus, die Kinder sind traurig und wir rennen herum, um die Kerzen wieder anzuzünden», sagt Nadine Kleiber, Pressesprecherin der Migros Basel, die den Umzug vor 20 Jahren ins Leben gerufen hat. Damit soll nun Schluss sein. «Wir haben beschlossen, in die Räbeliechtli der Kindergärtner LED-Lichter zu legen», sagt Kleiber. Die «echt» wirkenden Kerzen würden nicht tropfen, seien wind- und regenfest und sicherer.
«Das ist doch ein absoluter Unsinn», sagt Stadtoriginal Minu. Kerzen würden den Umzug authentisch und lebendig machen – elektrische Lichter seien statisch und tot. «Bereits bei den Kopflaternen beim Morgestraich wurden die Kerzen durch LED ersetzt – das ist einfach nicht dasselbe.»
Beim Erziehungsdepartement (ED) nimmt man die Neuerung gelassen. «Es liegt in der Autonomie der einzelnen Lehrperson, ob sie ein LED-Licht oder eine Kerze in die Räbe legt», sagt Peter Küng vom ED.
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Alle 6 Kommentare

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echte Kerzen
12.November - Richterswil - 28 Tonnen Räben - mit Wachskerzen - schöne warme Stimmung.
Theresli-Gesellschaft
Nicht mal die finger verbrennen darf man sich an einem Kerzli! Wie soll man als Kind lernen mit Zündhölzer umzugehen, wenn einem jede kleinste Gefahr vorenthalten wird. Man lernt nicht mal. dass das Kerzli ausgehen kann, wenn es windet. Und woher stammt der elektronische Lichteffekt, wenn doch die selben keinen Atomstrom mehr haben wollen...
Irrsinnig!
Danke Minu! Alles nur noch elektronisch, absolut sicher, null Risiko und absolut keine warme Stimmung und Atmosphäre mehr. Zudem lernen auch die Kinder etwas dabei, wenn die Kerzen ausgehen und sie sich vielleicht ein bisschen heisse Finger am Wachs holen oder einen Wachsflecken auf den Kleidern haben. Das nennt man "learning by doing".