900'000 Besucher erwartet

23. November 2016 18:50; Akt: 23.11.2016 18:51 Print

Weihnachtsstadt Basel soll über die Grenzen strahlen

Am Weihnachtsmarkt Basel werden rund 900'000 Besucher erwartet. Die Veranstalter setzen auf ein bewährtes Konzept und internationale Ausstrahlung.

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Auch dieses Jahr erstrahlt Basel wieder in weihnachtlichem Ambiente. Am Donnerstag Fum 18.30 Uhr wird Regierungspräsident Guy Morin die 39. Ausgabe des lichterfrohen Feiertagsbummels auf dem Münsterplatz einläuten. «Erneut werden um die 900'000 Besucher erwartet», so Sabine Horvath vom Standortmarketing Basel-Stadt – das wären gleich viele wie im Vorjahr. Für 2016 erhoffe man sich einen leichten Anstieg.

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An den zwei Standorten, dem dicht gedrängten Barfüsserplatz und dem luftigeren Münsterplatz, werden 185 Stände aller Art ihre Waren verkaufen. «Das Angebot ändert sich ständig. Unser Fokus liegt aber auf regionalen Produkten», erklärt Daniel Arni, Leiter der Fachstelle Messen und Märkte. Der Barfi bietet Platz für 127 Stände, während sich beim Münster deren 42 befinden. Weitere Stände betreibt dort die Robi-Spiel-Aktion. Ab der Eröffnung werden die Gewerbler täglich von 11 bis 20.30 Uhr ihre Kundschaft bedienen.

Erstmals kombiniert mit Nachtshopping

Gabriel Barell, Präsident des organisierenden Vereins Basler Weihnacht, freut sich besonders darüber, dass am Tag der Eröffnung die Geschäfte in der Innerstadt bis 22 Uhr offen haben werden. Begleitet wird dies von diversen kleinen Unterhaltungs-Events.Barell ist auch Präsident des Gewerbeverbandes Basel-Stadt, der sich von der Aktion deutliche Mehreinnahmen erhofft. So hätten Gastronomie und Detailhandel während des letzten Weihnachtsmarktes rund 37 Millionen Franken umgesetzt. Der Markt selbst brachte es auf rund 30 Millionen.

Ziel der Veranstalter sei eine internationale Ausstrahlung des Marktes, so Horvath. «Die Wertschöpfung und Anziehungskraft des Weihnachtsmarkts sind sehr wichtig für Basel», sagt sie. Die Anzahl der Logiernächte über die Feiertage würde stetig steigen. Während es im Dezember 2002 noch 37'250 Übernachtungen waren, erhöhte sich deren Anzahl bis 2015 auf 85'432. Aus den Zahlen des Vereins geht hervor, dass rund 13 Prozent der Touristen, die den Weihnachtsmarkt besuchen, auch in der Stadt übernachten. «Wir haben ein gutes Paket geschnürt und das tolle Angebot der Stadt stark vermarktet», bilanziert Horvath zufrieden.

Auf Bewährtes vertrauen

Eine Innovationsmaschine ist der Weihnachtsmarkt indes nicht. Stattdessen setzt man auf Bewährtes. «Wir wollen mit den gegebenen Mitteln neue Akzente setzen», so Horvath. Es gebe Führungen vom Bahnhof aus und eine eigens angefertigte Karte, die nicht ortskundige Besucher zu den Highlights des Marktes führen soll. Am erfolgreichen Konzept des Weihnachtsmarktes selbst wolle man aber nichts schlagartig ändern.

Auch zum Wachstumspotenzial des Marktes äussern sich die Veranstalter vorsichtig. «Der Verein hat nur begrenzte Mittel», sagt Barell. Von den 200'000 Franken, die er aus dem Swisslos-Fonds erhält, würden je 50 Prozent in den Markt und ins Marketing fliessen. Für eine Ausweitung der stadtweiten Festlichkeiten sieht Barell die beste Chance bei privaten Initiativen. Ein Beispiel dafür sei die Rheingasse. Diese wartet seit letztem Jahr mit ihrem eigenen Weihnachtsbummel auf.

(las)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • P.S. am 23.11.2016 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Schön aber identisch

    Schön ist er schon, der Weihnachtsmarkt. Aber dass sich das Angebot ständig erneuert, stimmt nun wirklich nicht. Alle Jahre wieder die gleichen Stände am gleichen Ort. Das finde ich etwas schade...

  • Baslerin am 24.11.2016 04:39 Report Diesen Beitrag melden

    Weihnachtsvorfreude

    Jedes Jahr diesen Rummel mit dem gleichen und teuren Angebot. Wir basteln lieber was zu Hause, gemütlich am Tisch, backen unsere Gutzeli selber mit selbstgemachtem Teig und freuen uns auf Weihnachten, falls man das noch äussern darf, ohne gleich abgestempelt zu werden

  • h.f. am 24.11.2016 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Der Weihnachtsmarkt

    in Basel und auch anderswo, bedeutet für mich eine schöne, leuchtende Weihnachtsstimmung zu geniessen , etwas kleines Essen und Trinken, man muss ja nicht immer kaufen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Phillip Morgenstern am 25.11.2016 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verkehrskonzept

    Das völlig unsinnige Verkehrskonzept macht einen Besuch mit Auto fast unmöglich. Dann begibt man sich noch in die Gefahr auf dem Weg in einer der 30ger Durchgangstrassen geblitzt zu werden. Bleibe der Innenstadt fern. Rate ich auch allen anderen....

  • Louis68 am 24.11.2016 22:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibts Parkplätze in der Basler Innerstadt??

    Weihnachtsmarkt ist gut und schön aber: Mit den dicken Weihnachtspäckli unter den Armen suchen wir dann eine Parkmöglichkeit in der Stadt um die schönen Geschenke wieder nach Hause zu bringen. Nicht alle Besucher können mit dem ÖV hinfahren...

  • Ein Leser am 24.11.2016 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Einkauf in Deutschland

    Schauen kann man ja, aber einkaufen lieber in Deutschland. Ich gehe auch immer in Deutschland essen. Ist viel günstiger. Und die Qualität ist gleichgut. In der Schweiz wird nur minderwertige Qualität zu einem höheren Preis verkauft.

    • Mitleser am 24.11.2016 11:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ein Leser

      Weihnachtsmärkte sind auch schöner, Erfurt, Freiburg, Frankfurt und natürlich Dresden

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  • Gundeli am 24.11.2016 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Basel

    Wenn man eine menschenfreundliche Regierung einsetzen würde, würde Basel vielleicht endlich vom absteigenden Ast herunterkommen...

  • Europäer am 24.11.2016 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    wie heisst Weihnachtsmann auf arabisch

    ob das wohl denn gefühlten 70% Muslimen in Basel auch gefällt unser tolles Fest :)

    • Benny am 24.11.2016 11:14 Report Diesen Beitrag melden

      @Europäer

      Wenn es ihnen nicht gefallen sollte, dann bekommen wirs mit einer Weihnachtsexplosion mit

    • Samuel am 24.11.2016 11:17 Report Diesen Beitrag melden

      Wie auch immer...

      Zwischen gefühlt 70% und tatsächlichen 9.7% Muslime gibt es doch noch einen Unterschied. Zudem sind die Konfessionslosen mit 44,7% eine Mehrheit, an die müsste man sich doch anpassen ;-)

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