Amtsgeheimnis verletzt?

24. Mai 2017 08:37; Akt: 24.05.2017 08:58 Print

Vierte Freistellung im Basler Polizei-Korps

Wegen Verdachts auf Amtsgeheimnisverletzung wurde eine Mitarbeiterin der Polizei Basel-Stadt angezeigt und freigestellt.

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Die Polizeidienstangestellte soll vertrauliche Daten herausgegeben haben. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

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Die Basler Polizei kommt nicht zur Ruhe: Nach dem «Blaulicht»-Polizisten, dem mutmasslichen Erdogan-Spitzel sowie dem mutmasslichen Schänder und Frauen-Filmer kam es intern erneut zu einer Anzeige, diesmal gegen eine Mitarbeiterin. Der Polizeidienstangestellten, die in der Verkehrssicherheit arbeitet, wird Amtsgeheimnisverletzung vorgeworfen. Sie wurde kurzzeitig festgenommen und daraufhin freigestellt, schreibt die «Basellandschaftliche Zeitung» heute.

Peter Gill, Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft, bestätigt die Anzeige gegenüber der Zeitung: «Die Basler Staatsanwaltschaft führt wegen Verdachts der Amtsgeheimnisverletzung und Anstiftung zur Amtsgeheimnisverletzung eine Strafuntersuchung durch.» Polizei-Sprecher Martin Schütz teilt indessen mit, dass diese mutmassliche Daten-Herausgabe «keinen Bezug zu anderen derzeit hängigen Strafverfahren gegen Mitarbeiter der Kantonspolizei» habe.

Mehrere Theorien zu den Hintergründen

Zu den Hintergründen wollen sich beide nicht äussern. Laut der «Basellandschaftliche Zeitung» kursieren innerhalb des Korps jedoch mehrere Theorien. So soll die Angestellte jemanden vor einer drohenden Verhaftung gewarnt haben. Laut einer anderen Version soll die Sicherheitsangestellte Daten über den Aufenthaltsort einer Frau an deren ehemaligen Partner weitergereicht haben. Mit dem Mann soll die Polizei-Mitarbeiterin befreundet sein.

(rob)