Kantonspolizei Basel-Stadt

16. Mai 2017 10:10; Akt: 16.05.2017 14:02 Print

Mutmasslicher Schänder soll Frau gefilmt haben

Der mutmassliche Schänder im basel-städtischen Polizeikorps soll eine Frau beim Umziehen gefilmt haben. Er wurde erneut freigestellt und angezeigt.

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Es wird nicht ruhig um die Kantonspolizei Basel-Stadt. (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

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Im Herbst 2016 soll ein Mitglied der Kantonspolizei Basel-Stadt nach einem Gruppenausflug eine Polizistin geschändet haben, während ein weiterer Polizist gefilmt haben soll. Gegen den betroffenen Polizisten wurde ein Verfahren wegen Schändung eingeleitet und er wurde freigestellt. Aufgrund eines Rekurses des mutmasslichen Schänders durfte er trotz hängigem Verfahren seinen Dienst wiederaufnehmen – aber nur für einen halben Monat, wie die «Basellandschaftliche Zeitung» am Dienstag schreibt.

Grund soll ein neuer interner Vorfall sein. Im Einsatzzug Horburg, in den der Polizist nach seiner Dienstwiederaufnahme versetzt wurde, soll er während eines Gefangenentransports eine Frau ohne deren Einverständnis beim umziehen gefilmt haben. Die Polizei bestätigt gegenüber der «bz Basel» den jüngsten Fall: «In diesem Zusammenhang hat die Kantonspolizei Basel-Stadt Anzeige erstattet», so Sprecher Toprak Yerguz. Auch die Staatsanwaltschaft bestätigt die zweite Strafanzeige, die Mitte April eingereicht wurde.

Erneute Freistellung

Der Polizist wurde nun erneut freigestellt, wie Yerguz bestätigt. Der stellvertretende Polizeikommandant Rolf Meyer verkündete diese Massnahmen im April intern via ein Mail, das der Zeitung vorliegt. In der «dringenden Mitteilung» schreibt Meyer: «Ich teile Ihnen mit, dass wir heute und mit sofortiger Wirkung L. freigestellt haben. Ihm wurde gleichzeitig ein Hausverbot für alle nicht öffentlichen Räume der Kantonspolizei auferlegt.» Der Verdächtige ist seit den 80er-Jahren Mitglied der Polizei.

(rob)