400 Yoga-Fans in Basel

11. Mai 2014 17:58; Akt: 11.05.2014 17:58 Print

Enkelin von Yoga-Idol füllte die Joggeli-Halle

von Samuel Hufschmid - Eine direkte Nachfahrin des indischen Yogalehrers B. K. S. Iyengar gab in Basel ein dreitägiges Seminar und lockte über 400 Yoga-Begeisterte aus halb Europa in die St. Jakob-Halle.

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Die Vorfreude auf den Besuch von Abhijata Sridar-Iyengar – der Enkelin des heute 95-jährigen Bellur Iyengar – war in der Yoga-Szene riesig. «Wir sind richtig hungrig darauf, von ihr zu lernen, was sie von ihrem Grossvater mitbekommen hat», sagt Ingrid Balles, die Präsidentin von Iyengar-Yoga Schweiz.

Gemeinsam mit 400 weiteren, meist weiblichen Teilnehmern stand Balles dann am Freitag Punkt 10 Uhr auf der Matte und lauschte den Instruktionen der 30-jährigen Yoga-Lehrerin. In forschem Ton peitschte diese die Männer und Frauen unterschiedlichsten Alters an, eine gewisse Position noch etwas länger zu halten oder die Glieder noch weiter zu strecken.

«Frauen haben emotionalere Gehirne»

«Ich habe sie gefordert, weil ich gespürt habe, dass sie viel Enthusiasmus mitbringen», sagt Sridar nach der dreistündigen Lektion. Vor ihrem Kurs in Basel war die Inderin einige Tage in Gstaad, wo ihr Grossvater 1964 die erste Yoga-Lektion ausserhalb Indiens gab. «Es war faszinierend, diesen geschichtsträchtigen Ort zu sehen, von dem ich in meiner Kindheit so viel gehört habe. Und natürlich waren auch die Berge wunderschön», schwärmt die Enkelin.

Dazu befragt, wieso Yoga gerade bei Frauen so beliebt sei, hat die Lehrerin eine einfache Erklärung. «Frauen haben emotionalere Gehirne und sind deshalb offener für die spirituelle Entfaltung», sagt sie. Und merkt an, dass Frauen früher, als ihr Grossvater in den 1940er Jahren in Indien sein Yoga-System entwickelt hatte, noch gar nicht zum Unterricht zugelassen gewesen waren.

«Wie mein Grossvater sagt»

Dass die Schweiz derzeit einen Yoga-Boom mit unzähligen neuen Schulen und Lehrern erlebt, bestätigt auch Iyenga-Yoga-Präsidentin Balles. Wie viele Schweizerinnen und Schweizer aktiv Yoga betreiben, ist unklar, aber alleine die ihrem Verband angeschlossenen Lehrer würden über 10'000 Schüler unterrichten.

Dass Yoga in der westlichen Welt derzeit boome, habe mit der leistungsorientierten, hektischen Gesellschaft zu tun, vermutet Sridar. «Yoga fördert die Gesundheit von Körper und Geist und beugt der Krankheit von beidem vor», sagt sie, nicht ohne dem Satz ein «B. K. S. Iyengar sagt» voranzustellen. Wie sie es in Anlehnung an ihren Grossvater bei jeder Yoga-Weisheit tut.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Urs Schöner am 11.05.2014 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    Ich mag Yogaleute

    Keiner von denen versucht mich zu überzeugen wie gut und wichtig Yoga sei. Ein Minderheit die nicht ständig aufbegehrt und fordert. Aber Gstaad ist nicht mehr das was es für die Gurus früher war. Glaube kaum, dass die heute noch nach Gstaad gehen würden ausser um dort ein Chalet für CHF 100 Millionen zu kaufen.

  • Mensch am 17.05.2014 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Ausgleich

    Yoga ist Inn und das lässt hoffen denn, Yoga macht nicht nur körperlich beweglicher, sondern auch geistig. -Etwas, das wir in unserer Konsumgesellschaft dringend brauchen, den Ausgleich! Dazu kommt, das man sich beim Yoga auf sich selber konzentrieren soll, der Weg also nach Innen geht.

  • Martin am 11.05.2014 20:48 Report Diesen Beitrag melden

    wow!!

    Meine Motivation da drauf zu klicken war eine unglaubliche Frau zu sehen und dann wow... ähm naja... sieht nicht gerade nach yoga aus.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mensch am 17.05.2014 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Ausgleich

    Yoga ist Inn und das lässt hoffen denn, Yoga macht nicht nur körperlich beweglicher, sondern auch geistig. -Etwas, das wir in unserer Konsumgesellschaft dringend brauchen, den Ausgleich! Dazu kommt, das man sich beim Yoga auf sich selber konzentrieren soll, der Weg also nach Innen geht.

  • Martin am 11.05.2014 20:48 Report Diesen Beitrag melden

    wow!!

    Meine Motivation da drauf zu klicken war eine unglaubliche Frau zu sehen und dann wow... ähm naja... sieht nicht gerade nach yoga aus.

    • Anna am 12.05.2014 10:23 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Voruteile bitte!!

      Was soll denn deiner Meinung nach, nach "Yoga" aussehen? Ein durchtrainiertes Topmodell, was im Spagat sitzt? Hast Du Dir mal B.K.S. Iyengar angeschaut....darum geht es beim Yoga überhaupt nicht, auf die äußeren Werte. Yoga ist für alle da und schließt jegliche Art von Konkurrenz und Wertigkeit aus.

    • Mensch am 17.05.2014 12:28 Report Diesen Beitrag melden

      AW @Martin

      Was sieht denn in Ihren Augen bitte nach Yoga aus? Dieser Artikel wäre wohl nicht nötig gewesen, wird aber veröffentlicht, während andere die zum Nachdenken anregen sollen, nicht öffentlich gemacht werden!

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  • Urs Schöner am 11.05.2014 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    Ich mag Yogaleute

    Keiner von denen versucht mich zu überzeugen wie gut und wichtig Yoga sei. Ein Minderheit die nicht ständig aufbegehrt und fordert. Aber Gstaad ist nicht mehr das was es für die Gurus früher war. Glaube kaum, dass die heute noch nach Gstaad gehen würden ausser um dort ein Chalet für CHF 100 Millionen zu kaufen.