Baselland

13. Oktober 2017 14:08; Akt: 13.10.2017 14:08 Print

Uber-Fahrer muss vor Gericht

Die Baselbieter Staatsanwaltschaft bringt einen 40-jährigen Uber-Pop-Fahrer vor Gericht. Er soll in neun Monaten rund 13'000 Kilometer zurückgelegt haben.

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Laut Anklageschrift der Baselbieter Staatsanwaltschaft soll ein 40-jähriger Uber-Pop-Fahrer in neun Monaten einen Umsatz von rund 31'960 Franken erzielt haben. (Bild: Keystone/AP/Helmut Fohringer)

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Das rechtlich umstrittene Uber-Format Uber-Pop kommt nun auch im Baselbiet zur Sprache. Die Baselbieter Staatsanwaltschaft bringt aus eigener Initiative am 7. November einen 40-jährigen Uber-Pop-Fahrer vor Gericht. Dies, um «gewisse rechtliche Fragen von einem Richter klären zu lassen», erklärt Sprecher Michael Lutz gegenüber der «Bz».

In der Anklageschrift wird einem Bosnier vorgeworfen, zwischen Februar und Oktober 2016 als Uber-Pop-Fahrer über 13'195 Kilometer zurückgelegt und damit einen Umsatz von rund 31'970 Franken erzielt zu haben.

100 Franken Stundenlohn

Von dieser Summe musste der Angeklagte angeblich nur 25 Prozent an den amerikanischen Fahrdienst abgeben. Der durchschnittliche Gewinn des Fahrers liegt somit auch nach allen Abzügen noch bei 1.81 Franken pro gefahrenen Kilometer.

Bei einer guten Auslastung beträgt dies nach Berechnungen der Baselbieter Staatsanwaltschaft einen Stundenlohn von gegen 100 Franken. Woher diese Informationen kommen, kann ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage von 20 Minuten nicht preisgeben.

Von Uber-erfahrenem Anwalt verteidigt

Bei einer Verurteilung muss der angebliche Uber-Pop-Fahrer laut Anklageschrift lediglich 500 Franken bezahlen. Dazu kommt eine bedingte Strafe von 60 Tagessätzen à 70 Franken. Verteidigt wird der Angeklagte übrigens von einem Zürcher Rechtsanwalt, der bereits Erfahrung mit Uber-Fahrern hat.

(stv)