Lehrling des Jahres

02. November 2016 17:15; Akt: 02.11.2016 17:15 Print

Zehn Basler Stifte ringen um begehrten Titel

In insgesamt zehn Kategorien treten die zehn Finalisten gegeneinander an, um die Auszeichnung Lehrling des Jahres zu ergattern.

Zehn Stifte aus der Region Basel wollen Lehrling des Jahres werden. 20 Minuten war am Mittwoch bei den Wettkämpfen dabei. (Video: las)
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Am Mittwoch startete der achte Wettbewerb zum Lehrling des Jahres 2016 in die zweite Phase. In einer ersten waren zehn Finalisten aus insgesamt 58 Bewerbern von einer Jury ausgesucht worden. Nun traten sie zum ersten Mal an acht Posten gegeneinander an. Dabei mussten sich die jungen Kandidaten an einer Vielfalt von Aufgaben messen. Von Allgemeinwissen über Medienkompetenz bis zu Sicherheit am Arbeitsplatz war alles dabei.

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«Wir machen das seit 2009», sagt David Weber, Sprecher des Gewerbeverbands Basel, der die Veranstaltung organisiert. Dieses Jahr haben es sechs Männer und vier Frauen in den Final geschafft. Sie alle müssen für die Teilnahme ihre Lehre in einem Betrieb in einem der beiden Basel bestreiten. Der Sieger wird am 29. November im Congress-Center Basel vor Publikum gekürt. «Bis dahin stehen aber noch zwei Aufgaben an. Zuerst müssen sich die Kandidaten noch einem Online-Voting stellen und am Tag der Siegerehrung live ein Beruferaten bewältigen», erklärt Weber.

Wettbewerb im Wandel

«Im Laufe der Zeit haben wir versucht, neue Posten zu integrieren», so Reto Baumgartner. Er organisierte von Beginn an die Veranstaltung für den Gewerbeverband. So seien zum Beispiel Aufgaben im Bereich Sozialkompetenz und Umwelt hinzugekommen.

Das Feld der Kandidaten habe jedoch seine Heterogenität weitgehend beibehalten. «Das ist das Spannende daran», hält Baumgartner fest. So müsse man einen Weg finden, Kandidaten aus weitgehend verschiedenen Berufsfeldern zu vergleichen. Deshalb seien die Wettbewerbsaufgaben auch nicht berufsspezifisch.

Lehrlinge mit Selbstvertrauen

Xenia Garz (21) aus Basel macht eine Lehre als Musikinstrumenten-Bauerin. Sie wurde von ihrer Chefin dazu motiviert, am Wettbewerb teilzunehmen. «Die Verbindung vom Handwerk zum Musikalischen ist das Besondere. Ausserdem stellt unser Betrieb vieles selber her, was andere nicht tun», erklärt sie. Wieso sie gewinnen wird? «Weil ich einfach gut bin», sagt Xenia und lacht.

Der lernende Koch Luca Kunz (17) aus Frenkendorf sieht in dem Wettbewerb eine Chance, weiterzukommen. «Ich will den Beruf weiterbringen, weil die Koch-Lehre keinen so guten Ruf hat», so Luca. Dabei sei es ein spannender Job, in dem es viel Abwechslung gebe, vor allem bei den Lebensmitteln und den Gästen. Wieso er gewinnen wird? «Weil es Köche allgemein verdient haben. Sie stehen immer im Hintergrund und bekommen nie das Lob der Gäste. Ich will sie in den Vordergrund rücken.»

Kandidaten aus allen Bereichen

«Mein Lehrmeister ist sehr zufrieden mit mir. Darum kam ihm die Idee, mich hier anzumelden», erzählt Adrian Mühlheim aus Schönenbuch. Der 16-Jährige macht eine Ausbildung zum Automobil-Mechatroniker. An seinem Beruf fasziniert ihn die Mischung aus handwerklicher und diagnostischer Arbeit. Wieso er gewinnen wird? «Ich bin in meinem Beruf immer engagiert dabei und mein Team im Opel-Center ist einfach der Hammer.»

Tabea Zbinden (20) aus Muttenz ist auf der Suche nach einer Herausforderung. Auch bei ihr kam der erste Impuls von ihrer Chefin. Die lernende Fachfrau für Kinderbetreuung entschloss sich nach kurzer Bedenkzeit für die Teilnahme. «Das Besondere für mich ist, dass ich nicht nur mit den Kindern spiele, sondern sie auch fördere.» Wieso sie gewinnen wird? «Es sollte jemand aus dem sozialen Bereich sein. Wir investieren unsere Arbeit in die nächste Generation, damit diese als gestandene Kinder ins Erwachsenenleben übertreten können.»

(las)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leserin am 03.11.2016 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Diesen motivierten jungen Menschen wünsche ich viel Erfolg, sie sind jetzt schon Gewinner/innen mit ihrer Einstellung. Sehr schön finde ich auch, dass sich ihre Vorgesetzten für sie einsetzen und sie ermutigen, fordern und fördern. Diese wie auch die Lernenden sind doch durchwegs positive Vorbilder. Weiter so!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Leserin am 03.11.2016 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Diesen motivierten jungen Menschen wünsche ich viel Erfolg, sie sind jetzt schon Gewinner/innen mit ihrer Einstellung. Sehr schön finde ich auch, dass sich ihre Vorgesetzten für sie einsetzen und sie ermutigen, fordern und fördern. Diese wie auch die Lernenden sind doch durchwegs positive Vorbilder. Weiter so!