Zeal & Ardor

20. Dezember 2016 18:06; Akt: 20.12.2016 18:07 Print

Basler Metal-Newcomer erobert gerade die Welt

Zeal & Ardor wird international als die Metal-Entdeckung des Jahres gefeiert. Noch bevor der Basler ein einziges Konzert gespielt hat, wird er bereits in den USA gebucht.

Norwegischer Black Metal trifft auf Sklavengesänge auf den Baumwollfeldern der Südstaaten: «The Devil is Fine» ist die erste Single von Zeal & Ardor. (Video: Youtube)

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«Mein Leben wurde auf den Kopf gestellt», sagt Manuel Gagneux. «Aber nur zum Guten», schiebt er nach. Der 28-jährige Basler ist das Mastermind hinter Zeal & Ardor. Mit seinem unkonventionellen Metal-Projekt wirbelt Gagneux gerade die Musikszene auf, weltweit. Die Mischung aus Black Metal mit Gospelgesängen und Blues begeistert Kritiker rund um den Globus. Das Musikmagazin Noisey von Vice setzte Zeal & Ardor auf Platz 6 der 100 besten Alben des Jahres.

Jetzt stehen internationale Agenturen Schlange für den jungen Basler. In den USA kümmert sich nun die Artist Group International um eine Tournee. Die Booking-Agentur hat auch Metallica und Rammstein unter Vertrag. Am Dienstag wurde der erste Gig in den Staaten bekanntgegeben. Am 20. August wird Zeal & Ardor am Psycho Las Vegas Festival auftreten. «Viele wollen ihn unbedingt haben, es ist eine aussergewöhnliche Situation», sagt sein Manager David Burger, Inhaber der Agentur Reelmusic. Er spricht gar von einem «Phänomen».

Plötzlich musste eine Band her

Tatsächlich: Zeal & Ardor tauchte aus dem Nichts auf. Gagneux stellte die Songs auf Bandcamp online und war plötzlich in der Top 10 der meistverkauften Alben der Musikplattform. Schlagartig stieg das Interesse. Das amerikanische Rolling Stone schrieb über seine Musik. Das legendäre Roadburn Festival in Holland wollte Zeal & Ardor buchen. «Das war die Initialzündung», sagt Burger.

Gagneux' Projekt war da noch eine One-Man-Show. Jetzt musste ein Band her. Mittlerweile steht eine Europa-Tournee mit elf Auftritten. Grosse Clubs in Athen, London, Mailand, Paris oder Prag werden bespielt. Ums Geschäft kümmert sich mittlerweile ein internationales Management-Team. «Alleine könnten wird das gar nicht mehr handlen», sagt Burger. Die sechsköpfige Band ist jetzt am Proben. «Nonstop», sagt Gagneux. «Jetzt weiss ich auch, dass ich mindestens eine Zeit lang von der Musik werde leben können.»

Am Anfang nur ein Experiment

Dabei hatte Zeal & Ardor nur als Experiment angefangen. Gagneux tummelte sich auf einem Message Board, und forderte Leser auf, ihm zwei Genres zu nennen, er würde dann einen entsprechenden Song machen. «Nigger Music and Black Metal», erhielt er als Antwort. Das liess ihn nicht mehr los. Gagneux ist selbst afro-amerikanischer Abstammung und lebte mehrere Jahre in Brooklyn. Zudem hörte er in seiner Jugend «exzessiv» Metal.

Daraus wurde dann Zeal & Ardor. Gagneux stellte sich die Frage: Was wäre, wenn sich die Sklaven in den amerikanischen Südstaaten von der Kirche ab- und stattdessen dem Teufel zugewandt hätten? Diese Frage hat Gagneux dann in Musik übersetzt, woraus neun Songs wurden. Das Album «The Devil is Fine» wird am 24. Februar international veröffentlicht.

Die Live-Premiere feiert Zeal & Ardor am 14. April am Czar Fest in der Kaserne Basel.

(lha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andreas Müller am 20.12.2016 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Metal?

    Und was ist daram Metal?

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  • aleksandrinchen am 20.12.2016 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aber echt jetzt..

    der einzige Metal, könnten die Ketten im video sein.

  • ralfz am 20.12.2016 18:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nett...

    Hm. Mit Metal hat das Lied im Video nix zu tun. Ein wenig Gitarrengeschrubbe im Hintergrund - viel zu leise auch noch - macht noch keinen Metal Song. Bin mal gespannt auf weitere Songs...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dracula am 21.12.2016 18:54 Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Ich sitz einfach nur da und warte derauf das es metalmässig los geht, und das is es auch schon vorbei

  • Jana Brepohl am 21.12.2016 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Jana

    Also der song klingt nicht nach metal....hmmmm

  • Tony am 21.12.2016 10:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erinnert mich

    irgendwie an Stammesgesänge aus ner National Geo. Dokumentation über zentral afrikanische Stämme.

  • Iron-Quno am 21.12.2016 10:36 Report Diesen Beitrag melden

    No Metal !!

    Ich empfehle mal an's Wacken zu gehen um sich ein paar Lehrstunden in Metal abzuholen...

    • metalhead am 21.12.2016 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Iron-Quno

      wacken hat nichts mit metal zu tun! sondern ist reine komerzielle geld macherei ala nuclear blast. es gibt so viele gute metal festivals aber wacken gehört sicherlich nicht dazu.

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  • Rarest Of Pepes am 21.12.2016 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ayyyy

    Freu mich für ihn. Seit der FMS hat er sich extrem weiterentwickelt. Alles gueti Gagenau! ;) Lg Marcos