Untergrund-Sensation

09. November 2016 23:20; Akt: 10.11.2016 09:29 Print

Klaus Johann Grobe gewinnen Basler Pop-Preis

Jung und international gefeiert: Das Basler Trio Klaus Johann Grobe sorgt mit seinen deutschen Texten für Furore. Der Publikumspreis ging an die Urgesteine Lombego Surfers.

Geschichten aus erster Hand - Klaus Johann Grobe verzücken mit eigenwilligem Elektrosound und Deutschen Texten. (Video: Youtube)

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«Kultur macht unsere Gesellschaft überlebensfähig», sagte RFV-Präsident Ramon Vaca eingangs der Verleihung des Basler Pop-Preises. Zum achten Mal vergab das Basler Pop-Fördernetzwerk RFV die Auszeichnung, die das Basler Musikschaffen ins Rampenlicht rückt und möglichst auch über die Region hinaus wahrnehmbar machen soll. Die Verleihung war aber auch ein Appell an die anwesende Basler Polit-Prominenz, das vielfältige und erfolgreiche Schaffen der Szene nicht mit Sparmassnahmen zu strafen.

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Die Shortlist der diesjährigen Preisanwärter weist denn auch beeindruckende Erfolge aus. Anna Rossinelli hat sich als feste nationale Grösse etabliert. Die Lombego Surfers haben seit Jahrzehnten eine eingeschworene Fangemeinde in ganz Europa. Schammasch haben sich mit einem Dreifach-Konzeptalbum zu einem der heissesten Acts in der Black-Metal-Szene gemausert. Bleu Roi haben sich fast aus dem Nichts auf die Notizblöcke der Bookers in Deutschland und der Schweiz gespielt. Und Klaus Johann Grobe touren mittlerweile auch jenseits des Atlantiks in den USA.

Preisträger mit Zürcher Wurzeln

Das Indie-Elektro-Trio stand dieses Jahr am höchsten in der Gunst der unabhängigen Fachjury. Bassist Stephan Brunner war denn auch etwas baff, als er den Preis entgegennehmen durfte. Mit Klaus Johann Grobe hatten in der Szene wenige gerechnet. Eigentlich eine Zürcher Formation, besteht die Band mittlerweile aber zu zwei Dritteln aus Baslern. Ihr Leistungsausweis ist beeindruckend. Amerikanisches Label und starke Präsenz in den Benelux-Staaten und England sind beeindruckende Leistungen für das junge Trio, das erst 2011 gegründet wurde.

Der Publikumspreis, der mittels Online-Voting ermittelt wurde, ging an die Basler Urgesteine Lombego Surfers. Für Frontmann Anthony Thomas war es ein versöhnlicher Abschluss eines denkwürdigen Tages.« Als Amerikaner ist das heute eine gute Sache für mich», sagte er. Dem Bostoner ist auch der Film «Tony, You Rock» gewidmet, der kommende Woche Premiere feiert. Mit seinen Lombegos zieht er seit über 20 Jahren unermüdlich durch die Lande.

Verdiente Ehre für Mundartrap-Pionier

Einen Preis erhielt auch das Rap-Urgestein Urs Baur, besser bekannt als Black Tiger. Erst eine Woche zuvor hatte der Dialekt-Rap-Pionier sein 25-Jahre-Bühnenjubiläum gefeiert. Der mit 5000 Franken dotierte Anerkennungspreis für langjähriges Schaffen, das die Basler Szene prägte, ging verdientermassen an den Mann, der als Erster auf Mundart seine Reime ins Mikrofon rappte. Der Preis wurde erst zum dritten Mal vergeben.

Ein junger Preis ist auch der Business Support. Mit 12'000 Franken werden damit Pop-KMU aus der Region gefördert. Heuer kam die Basler Booking- und Management-Agentur Reel Music zum Zug, die unter anderem die Metal-Sensation Zeal & Ardor unter seinen Fittichen hat. Der Preis unterstreicht die Bedeutung professioneller Strukturen für die Musikschaffenden der Region.

Klaus Johann Grobe gewinnen Basler Pop Preis 2016
Alle Gewinner sehen Sie in der Diashow.

(lha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • afedial am 10.11.2016 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klingt doch wie...

    Sie erinnern mich von der Art der Musik und dem Style ein wenig an Helge Schneider...

  • Mr Dobbs am 10.11.2016 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Papmuzik....

    Provinznabelschau...staatlich gefördertes Mittelmass, das niemanden interessiert...Pop(ulär) Kultur sollte per Definition populär sein und nicht Spielwiese für Politik-Marketing...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mr Dobbs am 10.11.2016 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Papmuzik....

    Provinznabelschau...staatlich gefördertes Mittelmass, das niemanden interessiert...Pop(ulär) Kultur sollte per Definition populär sein und nicht Spielwiese für Politik-Marketing...

  • afedial am 10.11.2016 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klingt doch wie...

    Sie erinnern mich von der Art der Musik und dem Style ein wenig an Helge Schneider...