Millionenprojekt auf Ibiza

02. April 2017 22:16; Akt: 02.04.2017 22:16 Print

Oeri fliegt Strassenhunde per Privatjet in die Schweiz

Die ehemalige FCB-Präsidentin nimmt auf Ibiza im Sommer eine Auffangstation für 120 Hunde in Betrieb. Diese werden zur Adoption per Privatjet in die Schweiz geflogen.

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Etwa 1500 Strassenhunde kommen jährlich auf der spanischen Baleareninsel Ibiza neu dazu. Das Schicksal dieser Tiere bewegte Gigi Oeri (61) schon zu ihrer Zeit als FCB-Präsidentin. In ihrem letzten Amtsjahr 2012 verpasste sie ein Spiel, weil einer ihrer damals vier Hunde auf Ibiza erkrankt war. Damals wurde bereits bekannt, dass Oeri sich mit ihrem Vermögen für die Vierbeiner engagieren wird. Im Juni 2012 hob sie die Stiftung Gossos – katalanisch für Hunde – aus der Taufe.

Diese Stiftung hat nun auf Ibiza eine Auffangstation für 120 ausgesetzte Hunde gebaut. Der Komplex «Can Gossos» umfasst sechs Bauten, die allesamt mit eigenen Terrassen und Freilaufzonen versehen sind. «Eine Einrichtung wie diese ist in Euopa bislang einmalig», sagte Jesùs Plata Mateos, der Verantwortliche der Stiftung Gossos vor Ort, gegenüber der Zeitung «Levante».

Die Auffangstation soll ihren Betrieb im kommenden Sommer aufnehmen. Wie viel die 200'000 Quadratmeter grosse Anlage kostete, die nahe der weltgrössten Disco Privilege im Hinterland der Inselhauptstadt liegt, ist nicht bekannt.

Hunde reisen im Privatjet in die Schweiz

Sind sie einmal entwurmt, geimpft, sterilisiert, gechipt und sozialisiert, lässt Oeri die Tiere per Privatjet in die Schweiz fiegen, wie spanische Medien berichten. In Goldingen SG besitzt die Stiftung Gossos das Tierheim Linth, wo Miro, Gonzo und Co. an «sorgfältig ausgesuchte» private Tierhalter vermittelt werden.

Das Tierheim wie auch die Stiftung wollten auf Anfrage von 20 Minuten keine weiteren Angaben zu Oeris Engagement auf Ibiza machen. Die Stiftung Gossos schreibt auf ihrer Webseite einzig, dass mit dem Betrieb vor Ort rund 20 Arbeitsplätze entstehen würden. In einem nächsten Schritt sei auch die Ausbildung von Hundehaltern und Hunden sowie die Sensibilisierung von Schulkindern vorgesehen. Auch sollen Ferienplätze für Hunde angeboten werden.

(lha)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heidi Berger am 02.04.2017 22:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gehts noch?

    Absolut daneben. Warum bringt man die Hunde in die Schweiz?! Es gibt hier schob genügend Hunde, die einen Platz suchen!

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  • Klara Lied am 02.04.2017 22:31 Report Diesen Beitrag melden

    No Go

    So löst man keine Probleme... Als ob wir nicht genug Heimatlose Tiere hätten. Hilfe vor Ort und sonst gar nicht. Es macht mich so wütend wenn ich mich in den Tierheimen umsehe und finde nur eingeflogene. Und dann schreien alle sie hätten keinen Platz mehr. Würde ich dies Tierheime unterstützen würde ich doch im gleichen Atemzug die dortige (Ibiza)Haltung gegenüber Tieren unterstützen und das tue ich nun wirklich nicht.

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  • Papa Moll am 02.04.2017 22:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hunde, und Kinder?

    Die Hunde haben es gut - verwaiste Kinder weniger! Besser wäre es, auch hier, vor Ort zu helfen!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tömeli am 03.04.2017 22:28 Report Diesen Beitrag melden

    Denk mal nach!

    Es gibt in der Schweiz etliche Millionäre, die in Rohstoffhandel investieren, sich dabei eine goldene Nase verdienen,und so die Nahrungsmittel der Ärmsten verteuern, und Hungersnöte verschlimmern! Wo bleibt da der Aufschrei der Nörgler an Frau Oeris Engagement?! Andere investieren in Kunst, Yachten, Immobilien, Aktien...... Ist das sinnvoller?

  • Marietta Dennler am 03.04.2017 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Gigi Oeri

    Andalusien bräuchte auch noch ein paar Gigi Oeris! Und jemand sollte mal die Politik ändern!

  • Sabine am 03.04.2017 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    Sabine

    Für diese Tat danke ich Ihnen von ganzem Herzen!

  • P.MAR am 03.04.2017 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    DANKE! TOLL!!

    Super!!! finde ich soo toll!! danke!! Verstehe die negativen Kommentaren nicht!! In der CH haben wir ja keine Streuner etc! die Hunde im Ausland haben es viiiel schlimmer!! und wer danach schreit wer den Kindern hilft: was macht ihr so?! jeder hilft dort wo er kann und will!

  • ffi am 03.04.2017 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Ste

    Hammer .... Freut mich, heute noch sowas schönes zu Lesen