Nati-Experte für SRF

13. Juni 2018 09:39; Akt: 13.06.2018 13:23 Print

Beni Huggel verliert wegen TV-Job die Stelle

Benjamin Huggel ist nicht mehr länger administrativer Leiter eines Tenniscenters in Aesch BL. Dort hatte man keinen Gefallen an seinem Job als Nati-Experte bei SRF.

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Beni Huggel, der ehemalige FCB-Profi und Spieler der Schweizer Fussball-Nati, ist Nati-Experte beim SRF. Anfang Jahr hatte der 40-Jährige den Vertrag unterschrieben und wird an der bevorstehenden WM in Russland die Nati begleiten. Huggel ist somit in der Champions League des Fussball-Expertentums angekommen.

Der Karrieresprung wurde dem 40-Jährigen aber zum Verhängnis. Weil er gegenüber seinem anderen Arbeitgeber, dem Tennis-Center an der Birs in Aesch, vom neuen Vertrag zunächst nichts gesagt hatte, stellte ihn dieser vor die Tür, wie die «bz Basel» schreibt.

Offenbar kriselte es schon länger

Demnach soll der Verwaltungsrat des Tennis-Centers um Präsident Matthias Preiswerk über Umwege vom weiteren Engagement Huggels bei SRF erfahren haben und sei dementsprechend überrascht gewesen. Dies wäre wohl nötig gewesen, ist Huggel doch als SRF-Experte fünf bis sechs Wochen pro Jahr unterwegs. Da er als administrativer Leiter des Tennis-Centers in Aesch insgesamt aber bloss vier Wochen Ferien zugute hatte, wären die beiden Jobs so kaum unter einen Hut zu bringen gewesen.

In einer gemeinsamen Mitteilung kommunizierten der Verwaltungsrat und Huggel, dass das Arbeitsverhältnis per 31. Mai aufgelöst werde. Zu den Einzelheiten wollten beide Seiten keine Stellung nehmen. Doch laut der Zeitung kriselte es zwischen den Parteien offenbar schon länger.

Zweites unglückliches Engagement

Es ist bereits das zweite Mal seit dem Ende seiner aktiven Karriere als Fussballer, dass Huggel einen Posten verlässt. 2015 arbeitete der ehemalige Mittelfeldspieler als Trainer des regionalen Fussballklubs FC Black Stars in Basel. Auch dort endete Huggels Engagement unschön: Nach der Kündigung per Mail durch seinen Vorgesetzten stritten die Black Stars und Huggel bis vor Bundesgericht. Dort bekam Huggel Recht. Er erhielt Schadenersatz in Höhe von 25'000 Franken und eine Entschädigung von 12'000 Franken zugesprochen.

(daf)