Basel

08. Juni 2017 18:31; Akt: 09.06.2017 10:08 Print

Bessere Orientierung für Fussgänger und Touristen

An diesen Stelen wird Ihnen geholfen. Basel hat fast 3 Millionen Franken in eine schönere und informativere Fussgängerorientierung investiert.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Bei Touristen ist Basel mittlerweile die drittbeliebeste Destination in der Schweiz. 1,2 Millionen Logiernächte wurden 2016 verzeichnet, hinzu kommen Millionen von Tagestouristen. Ihnen allen wird die Orientierung in der Stadt künftig erleichtert. Seit Donnerstag werden die Gäste nämlich mit neuen Stelen begrüsst. Die Stadt hat dafür fast drei Millionen Franken investiert. Eine stolze Summe, aber auch die Ansprüche an eine zeitgemässe Fussgängerorientierung sind hoch. Immerhin werden 37 Prozent der Wege in Basel zu Fuss zurückgelegt.

Umfrage
Wie orientieren Sie sich in einer fremden Stadt?
31 %
15 %
49 %
5 %
Insgesamt 398 Teilnehmer

«Ein Beitrag ans Stadtbild» seien die neuen Stelen, sagt Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann, die am Donnerstag die erste Stele am Centralbahnplatz enthüllte. Es geht immerhin um 17 Stück, wobei die 710 Stelen von BVB und BLT auf dem Stadtgebiet hinzugezählt werden, da sie gestalterisch an die neuen Infotafeln der Stadt angelehnt sind. Auch inhaltlich sind sie verknüpft. Das neue Fussgängerorientierungssystem bietet nebst Stadtplan mit Orientierungshilfe stets auch standortbezogene ÖV-Informationen.

Die Stelen sollen das Stadtbild gleichzeitig auch entschlacken. Es gibt künftig weniger Tafeln und Schilder, zudem werden tourismusbezogene Wegweiser nur noch angebracht, wo sie dringend nötig sind. Die fast 40 Jahre alten blauen Tafeln verschwinden aus dem Stadtbild. Diese seien auch punkto Informationsgehalt nicht mehr zeitgemäss, erläuterte Projektleiterin Nadine Grüninger.

Orientieren statt führen

Der moderne Tourist will nicht mehr geführt werden. «Man bewegt sich heute selbständig», erklärt Grüninger. Dafür brauche es eine gut lesbare Karte. Die Bedürfnisse habe man mittels einer Befragung von rund 1000 Gästen abgeklärt. Dabei wurde auch klar, dass eine Nachfrage nach einer digitalen Lösung besteht. Die wichtigste Orientierungshilfe des modernen Entdeckers ist nämlich sein Smartphone. Den neuen Stadtplan gibt es deshalb auch als App.

Das digitale und analoge Angebot ist mit QR-Codes verknüpft. Jede Stele ist damit versehen. Der Link führt auf dem Smartphone direkt zum jeweiligen Kartenausschnitt. Ab Herbst ist die digitale Karte zudem interaktiv.

(lha)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pack Man am 08.06.2017 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Damals...

    Ach ja,warren das noch Zeiten als Menschen aufeinander zugingen,sich grüssten und mit einer Entschuldigungsfloskel den anderen nach dem Weg fragte oder wo,was auch immer,los sei.Damals,das waren noch Zeiten!;-)

    einklappen einklappen
  • Anakena am 08.06.2017 19:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    In spätestens 2 Wochen sind die Stelen zusammengeschlagen oder versprayt. Schade für die Investition.

    einklappen einklappen
  • Maumau am 08.06.2017 19:44 Report Diesen Beitrag melden

    GELDVERSCHWENDUNG

    Ich wäre eher für eine behindertengerechte Lösung für den Bahnhofplatz. Total unübersichtlich und mit Sehbehinderung ohne Hilfe praktisch nicht machbar und weit weg von Barrierefrei

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • marko 32 am 11.06.2017 22:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein super Idee

    Das wäre super

  • Pendler am 09.06.2017 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chaos Basel SBB

    Und trotzdem wird man zwei Minuten später vom nächsten Tram vor dem Bahnhof überfahren.

    • Dömsel am 10.06.2017 10:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pendler

      Ich hatte noch nie Mühe über diesen Platz zu kommen. Augen auf, Kopfhörer runter und nicht die ganze Zeit ins Handy gaffen. Und schon klappt's prima. Nur für Sehbehinderte ist es sicher nicht optimal. Aber alle anderen sind selber schuld wenn sie wie Zombies durch die Gegend wanken.

    einklappen einklappen
  • coldasgold am 09.06.2017 14:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was kommt als nächstes?

    Eine 20m hohe, massivgoldene Statue von Anita Fetz auf dem Märtplatz oder wie? Statt unser Geld zum Fenster rauszuwerfen sollte man lieber mal die ganzen... - ihr wisst schon wen ich meine - zur Stadt rauswerfen. Aber die Polizei verteilt ja lieber Bussen statt zu ermitteln. Weil Ermittlungen kosten. Und ein Minimum an Intelligenz voraussetzen.

  • Abbas Schumacher am 09.06.2017 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Fussgänger-Chaos am Bahnhofsplatz

    Täglich werden die Nerven von Tram und Buschauffeuren am Bahnhofsplatz strapaziert. Kein Plan diese abnormale Situation zu beseitigen. Wie lange dürfen, müssen Fussgänger noch wie Hühner zu Bahnhof gelangen? Jetzt noch so ein Stelen wo sich die Leute ansammeln?

  • toooo high am 09.06.2017 10:14 Report Diesen Beitrag melden

    IV gerecht?

    Hat die Stadt Basel mit diesen Neuen Stelen an die Rollstuhlfahrer/-innen gedacht? Alle Pläne scheinen mir viel zu hoch zu hängen!

    • Zhar Cast BL am 09.06.2017 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @toooo high

      ja, statt öffentliches W-Lan und eine gute Gratisapp in vielen Sprachen kauft man für 3 Millionen nicht nur viel zu hoch hängende Pläne sondern auch richtig Zeitgemässe Stelen...sehr Zeitgemäss ubd duchdacht... die armen Steuerzahler tun mir Leid.

    einklappen einklappen