Beziehungsdrama im Zolli

16. Mai 2018 17:37; Akt: 16.05.2018 17:37 Print

«Er wurde im Nest einer Anderen gesehen»

Zolli-Störchin Yumna leidet unter Liebeskummer – ihr Partner hat sie betrogen. Während sich die übrigen Paare über ihren Nachwuchs freuen, sitzt sie alleine im Horst.

Im Zoo Basel wird auf insgesamt 28 Nestern gebrütet. (Video: Zoo Basel)
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Freud und Leid sind im Basler Zoo bisweilen nah beieinander. Während Lenny, der prominenteste Storch und seine Partnerin dank Babyglück auf Wolke sieben himmelhoch jauchzen, ist Storchendame Yumna zu Tode betrübt, wie auf der Facebook-Seite der Basler Zolli-Störche zu erfahren ist.

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Über 1400 User nehmen Anteil am Schicksal der Basler Störche. Die Gratulationen zum Nachwuchs des Promi-Storchs überschlagen sich, während ebenso ausgiebig an Yumnas Schicksal Anteil genommen wird. Aber was ist denn eigentlich passiert?

Yumna wartet und wartet, doch ihr Partner kommt nicht

Trauriger Fakt ist: Yumnas langjähriger Partner geht fremd. «Er wurde auf einem anderen Horst mit einer anderen Partnerin gesehen», teilt der Zolli im aktuellsten Facebook-Post mit. Damit nicht genug: «Er hat Junge mit der anderen Störchin», sagt Pressesprecherin Franziska Viscardi auf Anfrage von 20 Minuten.

«Dieses Verhalten ist ungewöhnlich, da Störche eigentlich nesttreu sind und jedes Jahr in ihren gewohnten Horst zurückkehren», heisst es im Post des Zolli weiter. Da die Störchin noch immer auf ihn wartet, hat sie noch nicht damit angefangen, ihr Nest auszubauen. «Eigentlich ist es jetzt schon zu spät für sie, Junge zu bekommen, aber sie wartet noch immer», so Viscardi. «Vielleicht klappt es im nächsten Jahr – wenn sie einen neuen Partner findet.»

Von der Facebook-Community bekommt die Betrogene vor allem von Seiten der weiblichen Fans Unterstützung. «Männer...», kommentiert eine Userin, andere sprechen ihr gut zu: «Es wird e bessere cho» oder «hoffentlich chunnd glii dr Traumprinz».

Auf 28 Nestern wird zurzeit gebrütet

Nicht nur Yumnas Ex und seine Neue haben Nachwuchs. Schon zu Beginn des Monats hatte ein Tierpfleger zwei Schnäbelchen im Nest von Promi-Storch Lenny gesehen. Lenny ist über die Landesgrenzen hinaus berühmt, weil er im Rahmen des Projekts SOS Storch von Storch Schweiz mit einem Sender versehen wurde.

Allein in der neuen Elefanten-Anlage Tembea sind elf Junge verteilt auf fünf Horste zu beobachten, heisst es in einer Medienmitteilung des Zoos vom Mittwoch. Insgesamt sind aktuell 60 bis 70 Störche zu Gast und auf 28 Nestern wird gebrütet. Ob alle überleben, hänge vor allem vom Wetter ab.

Die frischgebackenen Eltern haben also alle Schnäbel voll zu tun. Von einer Aussichtsplattform aus können Zoobesucher die Jungen beobachten.

Beziehungsdrama und Nachwuchs bei Störchen

(lb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • John Hunki am 16.05.2018 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe Störche

    Nicht alles was die Menschen vormachen ist wirklich gut. ;-) )

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  • Autofahrer am 16.05.2018 17:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verzwickte Sache....

    Hat der Mensch vom Storch gelernt???....oder der Storch vom Mensch???

  • Billerson am 16.05.2018 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Evolutionäre Momente

    Der erste Storch testet das Konzept "offene Beziehung".

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Störchin am 17.05.2018 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Storchenmann fackelt nicht lange

    Der männliche Storch geht eine Woche früher vom Süden in die Schweiz oder wo auch immer. Renoviert das Nest vom Vorjahr und ca. eine Woche später sollte die Storchendame einfliegen. Ist das nicht der Fall, z.B. Unglück oder verspätet sucht er sich eine neue. Kommt sie doch noch angeflogen, verspätet natürlich, gibts Lämpe. Tja, der Storchenmann fackelt nicht lange, also liebe Frauen kommt nicht zu spät! ;))

  • Nik G am 17.05.2018 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Tinder

    Ich sage nur Tinder ist schuld. Die heutigen Medien greifen nun schon in der Vogelwelt um sich. Da wird wild "gevögelt" bis kein Storch kommt.

  • Dr. Sommer am 17.05.2018 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    Jaja ...Männer ;)

    Na, glaubt man der Statistik, sind es die Frauen die eher fremdgehen ;) Der Trick der Damen ist viel weniger erwischt zu werden

  • Dirk am 17.05.2018 08:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja

    Störche sind halt auch nur Menschen.

  • Der Storch am 17.05.2018 08:49 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach der Erste der im Nest liegt

    Habt ihr mal den ganzen FB Eintrag gelesen? Die Frauen sind kein deut besser " Wird z.B. ein Nest nach der Rückkehr im Frühjahr von einem Konkurrenten besetzt, dann kann der Storch, der im Jahr vorher darin gelebt hatte, auch sein Weibchen verlieren. Denn dieses ist ihrem Nest treu, aber nicht unbedingt ihrem Partner."