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10. Mai 2018 10:35; Akt: 10.05.2018 12:33 Print

David Goodalls letzter Tag mit seinen Enkeln

Am Donnerstag will David Goodall in Basel freiwillig aus dem Leben scheiden. Seine letzten Stunden verbrachte der Botaniker in den Gärten der Universität Basel.

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Der Australier David Goodall kam im Alter von 104 Jahren nach Basel, um zu sterben (20 Minuten berichtete). Die «Daily Mail» hat ihn an seinem letzten Tag begleitet. Er besuchte die Botanischen Gärten der Universität Basel mit seinen Enkelkindern, wie die Zeitung schreibt.

«Es ist ein Privileg, dass ich dabei sein kann, wenn mein Grossvater von uns geht», sagte sein Enkel Daniel Goodall gegenüber dem Blatt. Sein Grossvater sei sehr mutig und habe seine eigene Entscheidung getroffen. Ein Wermutstropfen aber bleibe: «Es ist schade, dass er es nicht in seinem eigenen Land tun durfte». In Australien ist Sterbehilfe verboten. So habe sich der 104-Jährige nach dem Flug von Australien nach Europa zuerst einen Tag in Bordeaux (F) ausruhen müssen.

Vor dem Ende dem Lebenswerk ganz nah

Goodall ist ein renommierter Botanist und Ökologe. In den Gärten konnte er seinem Lebenswerk noch einmal ganz nahe sein. Auf Bildern ist zu sehen, wie er mit seinen Nachfahren über die Pflanzen spricht. Im Alter von 102 Jahren war er der älteste arbeitende Wissenschaftler der Welt.

An einer Pressekonferenz am Mittwoch nannte Goodall seine Gründe: «Ich will nicht mehr länger leben. Ich verliere mein Augenlicht und mein Gehör. Ich bin glücklich, dass ich das hier morgen beenden kann.»

Goodall wird am Donnerstag freiwillig in Basel aus dem Leben scheiden.

(las)