Basler Touristen-Broschüre

10. Oktober 2017 15:26; Akt: 10.10.2017 15:49 Print

Dieses Holper-Englisch kam von Profi-Agentur

Im Touristenführer «Your Guide to Basel» haben sich Übersetzungen eingeschlichen, die nach Google Translate klingen – und bestenfalls holprig sind.

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Basel Tourismus ist «heavy on the woodway». So titelte am Dienstag die «Basellandschaftliche Zeitung». Sie hat sich durch die englische Version des 60-seitigen Touristenführers «Your Guide to Basel» gepflügt – und kommt zum vernichtenden Fazit: «Peinlich».

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Kronzeuge ist René Kontic vom Gymnasium Muttenz. «Manches wirkt, als hätte man es durch den Google Translator gelassen und dann einfach nachgebessert», sagt der Englischlehrer. Konkret meint er etwa den Titel «Savoir Vivre ist written large here» – die 1:1-Übersetzung von «Savoir Vivre wird hier grossgeschrieben». Weitere Beispiele finden Sie in der Bildstrecke.

Basel Tourismus ist das Ganze ein Rätsel: «Wir arbeiten bei den Übersetzungen mit verschiedenen professionellen Agenturen zusammen, was auch einen entsprechenden finanziellen Aufwand mit sich bringt», sagt Geschäftsleitungsmitglied Frédéric Pothier im Artikel. Die Fehler würden in der nächsten Auflage korrigiert.

(hal)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Baslerin am 10.10.2017 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist wirklich sehr peinlich!

    ...Wird in der nächsten Auflage korrigiert?! Und bis dahin bleiben diese Schandbüechli als offizieller Stadt-Guide erhältlich? Oh nein, oh nein

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  • Berner am 10.10.2017 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Peinlich

    Manmanman, das ist echt etwas peinlich. Ich verzeihe das ja noch dem Restaurant im Urlaub, welche via Google Translator ihre Speisekarte übersetzen. Doch für ein eben nicht gerade billigen, "professionellem" Touristenführer ist das echt peinlich. Dass es sowas zu einem "gut zum Druck" schafft, ohne dass dies jemandem Mal aufgefallen wäre, ist echt unverständlich...

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  • Etienne Aubert am 10.10.2017 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    Schadenfreude!

    Ich habe mich erst kürzlich bei Basel Tourismus um ein Praktikum beworben! Obwohl ich Englisch, Deutsch und Französisch als Muttersprache beherrschte, hatten sie offensichtlich keinen Nutzen für mich! ... oder wie sie es wahrscheinlich ausdrücken würden: "Your comment is over-liquid!"

Die neusten Leser-Kommentare

  • Basler am 11.10.2017 17:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unbrauchbar

    Die ganze Broschüre ist nicht wirklich gut gemacht. Da wurde schnell was zusammengebastelt. Sehr peinlich. Zudem frage ich mich wo denn das SAVOIR-VIVRE im Winter stattfindet, wenn das Schwimmen im Rhein nicht mehr jedermanns Sache ist und die Büvetten auch nicht geöffnet sind?

  • Roman Bolliger am 10.10.2017 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Amateur-Übersetzer mit Herzblut

    hätten wohl besser Arbeit geleistet und erst noch billiger als die sogenannten Profi-Übersetzer. Extremst peinlich!

    • Remo am 10.10.2017 20:51 Report Diesen Beitrag melden

      Amateur-Übersetzer = Amateurarbeit

      Amateur-Übersetzer können nicht mehr als Amateurarbeit abliefern. Da ändert auch Herzblut nichts daran. Übersetzen ist eine Kunst, die viele Jahre Berufserfahrung voraussetzt. Leider ist diese Kunst wegen den Dumpingübersetzern unterschätzt, unterbewertet und unterbezahlt und macht einen ganzen Berufsstand kaputt.

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  • DirkP am 10.10.2017 19:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richard

    I really can't see the problem here. There may have been a bit artistic freedom in translation which native speakers would understand perfectly. I probably need to see the full copy to see what all the fuss is about.

  • Remo am 10.10.2017 19:34 Report Diesen Beitrag melden

    Are you in the picture?

    Mit der Sprache ist es wie bei der Kunst. Alle reden mit und nur wenige können mitreden. Der Ausdruck "to be writ(ten) large" existiert zwar im Englischen, bedeutet aber, dass etwas stark zum Ausdruck kommt. So gesehen, ist es kein Riesendesaster, wie alle meinen, aber auch nicht das Non-Plus-Ultra. Bedenklich finde ich, dass die so genannten Sprachprofis nicht einmal wissen, wie man Barbecue schreibt (nicht Barbeque). Es scheint, die Übersetzung wurde maschinell vorgefertigt und stümperhaft korrekturgelesen. Hauptsache "schnell und günstig". Die Agentur hat nun mindestens einen Kunden weniger

  • L. Lorenzo am 10.10.2017 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    "Gut zum Druck" kam von Basel Tourismus

    Nicht einfach irgendwelchen Agenturen die Schuld in die Schuhe schieben... Das "Gut zum Druck" musste jemand von Basel Tourismus gegeben haben... Naja, ist ja nur ein Stadt-Führer.... also bloss DIE Visitenkarte einer Stadt gegenüber dem Touristen... Ziemlich stümpferhaft!