Dominik Schmid (19)

04. Oktober 2017 05:51; Akt: 04.10.2017 05:51 Print

FCB-Jungprofi war erst dreimal im Ausgang

Dominik Schmid hat auf diese Saison hin den Sprung in die erste Mannschaft des FC Basel geschafft. Der 19-jährige Rheinfelder verrät, wie er abseits des Fussballplatzes tickt.

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Ruhig und mit einem verschmitzten Lächeln sitzt er an einem Holztisch im Café. Die Arme sind leicht verschränkt. Und irgendwie ist er auch ein wenig aufgeregt. Dominik Schmid aus Kaiseraugst, einer der neuen «jungen Wilden» beim FC Basel, gekommen, um die Karten innerhalb der Mannschaft neu zu mischen. Am 10. März dieses Jahres, seinem 19. Geburtstag, hat Schmid seinen ersten Profivertrag bei Rotblau unterschrieben.

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Schafft Jungtalent Dominik Schmid den Durchbruch beim FC Basel?


Schmid ist ein eher schüchterner Typ, der auf dem Rasen profimässig Vollgas gibt. «Ein bisschen Ehrgeiz reicht da nicht», sagt der ausgebildete Mittelfeldspieler mit bestimmtem Ton. Der Sportler mit grossem Selbstvertrauen kommt da schlagartig zum Vorschein. Neben dem Platz sei er aber «eher der ruhige Typ», so das Jungtalent.

Mit seinen Freunden siehts allerdings anders aus. Unter Kumpels sage er schon mal wos langgeht und was man unternehme. Denn Schmid ist spontan und unkompliziert: «Ich bin für fast alles zu haben», sagt der gebürtige Rheinfelder.

«War vielleicht dreimal im Ausgang»

Ein wilder Partygänger ist Schmid aber nicht. Liegt das am Profisport? «Überhaupt nicht. Ich war bislang in meinem ganzen Leben vielleicht dreimal im Ausgang.» Rumhängen ist aber auch nicht sein Ding. In seiner Freizeit sei er selten zu Hause. Schmid ist ein Typ der geselligen Sorte. Familie, Freunde und Fussball sind die wichtigsten Dinge in seinem Leben.

Seiner Familie habe er viel zu verdanken, den Eltern wie auch den Grosseltern. Letzteren nicht nur das Lieblingsessen – Pouletpiccata mit Safranrisotto vom Grosi – sondern auch die Untersützung bei der Ausbildung und beim Fussball. Und hat Schmid denn eine Freundin? «Das möchte ich noch nicht sagen», sagt er geheimnisvoll.

Schmid, der Junge aus Kaiseraugst, wohnt ebenda bei seinen Eltern. Seine 21-jährige Schwester ist mittlerweile ausgezogen. Der Fussballer führt ein zufriedenes, unkompliziertes Leben. So kann er sich voll auf den Sport konzentrieren, wie er es auch schon während seiner Ausbildung getan hatte: Er ist gelernter Maler, hat seine Lehre mit dem Fussball spielen kombiniert. Eine strenge Angelegenheit. «Es war nicht immer einfach, auch auf dem Bau ist körperliche Arbeit gefragt», sagt Schmid rückblickend.

Trotz Piccata und Risotto nicht nach Italien

Nun kann sich Schmid voll und ganz auf den FCB konzentrieren, wo er sich «unbedingt beweisen» möchte. Am 30. Juli kam er zu seinem Super League Debut beim Heimsieg gegen den FCL; bisher durfte er in drei Meisterschaftsspielen und in einem Cupmatch auflaufen. Er ist auch im Team der U21-Nati.

Sollte er den Durchbruch schaffen, wäre später die englische Premier League ein mögliches Ziel. Einen Lieblingsverein hat Schmid zwar nicht, er lässt aber schon durchblicken, dass auch «Barcelona nicht schlecht wäre». Also lieber Spanien als Italien, trotz Grosis Pouletpiccata und Safranrisotto. Schliesslich würde dort mit Ivan Rakitic ein anderer gebürtiger Rheinfelder mit einer FCB-Vergangenheit warten.

(daf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jungspunt am 04.10.2017 06:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich lebe auch noch

    Wo liegt das Problem? Ich M 20 war auch erst paarmal in Ausgang :-) Gebe mein Geld sinnvoller aus als mich jedes Wochenende im Club zu besaufen für 20.- Eintritt und jeweils 10.- pro Bier. Lieber die Kumpels einladen ans Lagerfeuer mit guter Musik und ein feines Bierli und einem stück Fleisch

    einklappen einklappen
  • Boringer am 04.10.2017 06:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragen

    Na und? Soll man lieber als Prafümgockel immer in den Ausgang und den Lohn versaufen? Und dann ständig über Geld klagen?

  • Freeridersteve am 04.10.2017 06:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Gratuliere-er hat nichts verpasst!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pit M. am 04.10.2017 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn ich König wäre

    In Basel kannst du deine Kinder/Jugendlichen auch nicht alleine, guten Gewissens Nachts auf die Strassen lassen. Warum, liest man fast täglich in der Zeitung. Eine Multikultihochburg mit vielen üblen Gestalten. Freier, sicherer Rechtsstaat ade. Was für eine Schande für die Schweiz. Gilt aber auch für andere grössere Städte in der Schweiz. Auch da würde ich rigoros aufräumen. Damit keiner mehr auch nur mit einem mulmigen Gefühl nach draussen gehen kann. Und das rund um die Uhr!

  • Luzerner am 04.10.2017 09:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts verpasst

    In Basel geht man auch nicht in den Ausgang ;)

  • paolo am 04.10.2017 09:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    " kein Star?"

    besten dank das dieser junge nicht schon als "star" betitelt wird. wie die meistendie irgendwie einen gerades zuspiel über 5 m1 fertig bringt. wohltuend

  • Basler am 04.10.2017 08:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Basels Ausgangsmöglichkeiten für junge Erwachsene

    Basel ist ausgangstechnisch auch ein nicht ernstzunehmender Witz. Da wundert es nicht. Und das sage ich als Basler.

  • Dragonheart am 04.10.2017 08:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Typ

    Ich bin überzeugt, dass es Dominik Schmid schaffen wird, beim FCB oder anderso. Er ist ein toller Mittelfeldspieler mit einer guten Spielübersicht. Auch neben dem Platz ein freundlicher und aufgestellter Mensch. Es wäre wünschenswert, wenn R. Wicky in etwas mehr aufstellen würde.