Weil am Rhein (D)

14. März 2018 05:51; Akt: 15.03.2018 08:36 Print

«Krähen verteilen das Rattengift im Park»

Wegen der Ratten im Rheinpark hat die Stadt Weil am Rhein Giftköder ausgelegt. Ein besorgter Bürger behauptet nun, dass Vögel das Gift rauspicken und über den Park verteilen würden.

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Grosse Aufregung im Dreiländereck. Um das Rattenproblem auf der Rheinparkanlage und dem anliegenden Einkaufszentrum in den Griff zu kriegen, hat die Stadt Weil am Rhein Giftköder ausgelegt. Ein Passant will nun beobachtet haben, wie eine Krähe einen Beutel mit dem Giftgranulat aus der Box holte und im Flug über den ganzen Park verteilte.

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«Hier hat gerade ein Rabe den Rattengiftbeutel geschickt herausgeholt und die Tüte aufgepickt. Die Vögel fressen, nehmen die geöffneten Tüten mit und das Rattengift verteilt sich beim Fliegen über die Rheinparkanlage», schrieb der Weiler auf Facebook.

Gift in niedrigen Dosen nicht schädlich

«Die Boxen sind zwar angebunden, aber nicht gesichert gegen das Hochheben und Wenden der Giftköderboxen durch Tiere oder Kinder», führt der User weiter aus. Die Stadt Weil am Rhein kennt den entsprechenden Facebook-Post und hat bereits reagiert: «Wir waren mit den Experten der Schädlingsbekämpfungsfirma vor Ort und haben die Situation inspiziert», sagt Sprecherin Annette Huber auf Anfrage von 20 Minuten.

«Die Boxen sind so befestigt, dass weder ein Hund noch ein Vogel sie bewegen oder den mit Gift befüllten Beutel herausholen kann. Es kann daher nicht sein, dass eine Krähe den Beutel selbstständig aus der Box geholt hat. Die Köder sind zudem so konzipiert, dass anderen Tieren oder Menschen nichts passieren kann», erklärt Huber weiter. Sie glaubt nicht, dass die Krähe den Beutel selbstständig aus der Box geholt hat.

Die Rattengiftköder seien bewusst so niedrig dosiert, dass ein Mensch oder Tier grosse Mengen davon zu sich nehmen müsste, um Schaden davonzutragen. Des weiteren habe man der Chemikalie spezielle Stoffe zugefügt, die andere Tiere, wie zum Beispiel Hunde, abschrecken, erklärt Huber.

«Alle Rattengiftboxen nochmal überprüft»

«Wir haben bereits im Vorfeld darauf geachtet, die Rattengiftboxen mit entsprechender Vorsicht anzubringen. Es handelt sich ja schliesslich um einen Park», so Huber. Trotzdem habe man mit der Firma alle Präparate noch einmal überprüft und sie zusätzlich befestigt.

Hinter dem freiliegenden Giftbeutel vermutet sie einen Menschen: «Wenn man nicht mutwillig vorgeht, sind die Beutel für Mensch und andere Tiere in keinster Weise zugänglich», versichert die Sprecherin.

Ratten in Flussnähe häufig ein Problem

Ratten halten sich gerne am Wasser, nahe der Kanalisation und generell dort auf, wo sie leicht Nahrung finden. In Parks, wo Menschen gerne speisen oder Wasservögel füttern, werden sie dann schnell fündig.

(sis)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • higghens am 14.03.2018 06:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krähen nicht unterschätzen

    Krähen sind intelligenter als Primaten und sind mitunter eine der wenigen Tiere die komplexere Abläufe beherschen, mitunter Werkzeuge anfertigen oder Zuhilfe nehmen um bestimmte Aufgaben zu lösen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Krähe das beschriebene wirklich schaffte

  • Don Vito Corleone am 14.03.2018 07:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soso, sie glaubt nicht das Krähen

    so etwas tun! Anscheinend unterschätzt Huber die Intelligenz dieser Rabenvögel. Die lösen Denksport Aufgaben in bis zu sieben Schritten unter Zuhilfenahme von Werkzeugen um an Futter zu kommen. Da würde Huber garantiert scheitern!

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  • Peter Roth am 14.03.2018 06:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hysterie

    Hätten ja die Köder etwas versteckt auslegen können. Denn, man weiss doch wie hysterisch Heute auf alles reagiert wird.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Stine am 15.03.2018 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    Mensch ist der Übeltäter v. Abfall

    Schade, wenn eine Rabenkrähe krank oder gar verenden würde, schätze die intelligenten Vögel sehr. Zudem, nicht die Ratte ist das Übel, sondern der Mensch und sein Littering! Die sollte man am Schopf nehmen!

  • Herr Döpfel am 14.03.2018 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Hier der Beweis...

    dass Krähen intelligenter sind, als Menschen!

  • Kurt am 14.03.2018 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Dieser Moment

    Wenn die Krähe intelligenter ist als der "Experte".

  • Cleo am 14.03.2018 08:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bedenklich

    Herr Huber hat anscheinend keine grosse Ahnung von Krähen. Sehr intelligente Tiere. Wie wärs mit aufräumen, die Menschen sensibilisieren die Abfall liegen lassen und saftig büssen. Aber lieber Gift in der Natur verteilen. Und wenn es für Ratten schädlich ist dann ist es auch für Vögel und Katzen giftig.

    • Don Vito Corleone am 14.03.2018 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Cleo

      Kurz Bemerkung: Der Herr Huber heisst Frau Annette Huber ;-)

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  • Chris am 14.03.2018 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    Gift ist Gift

    Gift ist immer schädlich. Alles andere sind Behauptungen der Industrie. Dass es viele Ratten hat, liegt nur daran, dass die natürlichen Feinde wie Marder und Wiesel vom Menschen auch ermordet werden. ist die Natur im Gleichgewicht hat man fast keine Probleme.