Basel

16. März 2017 17:24; Akt: 16.03.2017 17:36 Print

Grosser Rat schnürt neues ÖV-Paket

Basel-Stadt lässt sich den Angebots-Ausbau im öffentlichen Verkehr jährlich 4,5 Millionen Franken kosten. Auch das grenzüberschreitende Tarifchaos soll aufgeräumt werden.

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Das neue ÖV-Programm 2018–2021 beinhaltet unter anderem die neu eingeführten Buslinien zur Roche und zur Erlenmatt sowie die Verlängerung der Tramlinie 3 nach Saint-Louis (F), die Ende Jahr in Betrieb genommen wird. Es wurde am Donnerstag einstimmig vom baselstädtischen Parlament angenommen und legt die Grundzüge für die nächsten vier Jahre Angebot und Planung des öffentlichen Verkehrs. Entscheide über konkrete Projekte oder Finanzen enthält es allerdings keine. Laut Regierung soll der skizzierte Angebotsausbau jährlich jedoch rund 4,5 Millionen Franken Mehraufwand mit sich bringen.

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Die kontroversesten Punkte im Programm wurden im Parlament ausführlich debattiert. So kritisierten die SP wie auch Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels (SP) den Nachbarn Baselland, wo ohne Absprache Ausdünnungen im stadtnahen Busverkehr vorgeschlagen worden waren. Der Landrat beschliesst den Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr erst kommende Woche.

Behindertengerechte Haltestellen bis 2023

Nebst der groben Planung wurde im Parlament auch Konkretes zum ÖV festgelegt. So gab der Rat 37 Millionen Franken für die zweite Phase des behindertengerechten Umbaus aller Haltestellen in Basel frei. Damit sollen Haltekanten erhöht und Trams mit Klapprampen ausgestattet werden. Für die erste Phase wurden 2012 bereits 12,4 Millionen Franken bewilligt. Bis 2023 müssen sämtliche Tram- und Bushaltestellen hindernisfrei gestaltet werden – so verlangt es das Bundesrecht.

Auch U-Abo soll grenzüberschreitend sein

Nach intensiver Debatte überwies der Grosse Rat am Donnerstag auch eine Motion der SP für grenzübschreitende ÖV-Tarife. Diese verlangt grenzüberschreitende Gültigkeit des U-Abos auf allen Linien des Tarifverbunds. Gleiche Anerkennung soll auch dem GA widerfahren. Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels wehrte sich gegen die aus seiner Sicht rechtlich unzulässige Motion. Er versprach jedoch, dass die Regierung ohnehin eine umfassende kundenfreundliche Lösung wolle, die sogar weiter gehe als die Motion.

(rob/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bär am 16.03.2017 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kompensation

    Warum wehrt sich Herr Wessel gegen diese Motion dass das GA und U-Abo im Grenzüberschreitenden Verkehr gültig sein soll. Man würde doch mal eher den versprochene Million (von Hr.Wessel für die Linie 3 )nachgehen !! Und Klarheit schaffen!oder muss dieser Beitrag durch die Abo Besitzer wieder hereingeholt werde!

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  • Nobody am 17.03.2017 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Ausgebaut und nicht gebraucht

    Die Haltestelle "Kirschgarten" wurde für viel Geld umgebaut damit behindertengerecht/kinderwagengerecht ein-/ausgestiegen werden kann. Diese Haltestelle wird aber seit über einem Jahr nicht benutzt. Das Tram hält immer noch an der alten Haltestelle und versperrt auch den Fussgängerstreifen. Anscheinend passen nicht alle Tramzüge in diese Haltestelle.

  • Eduard J. Belser am 17.03.2017 07:08 Report Diesen Beitrag melden

    Ausbau des Tramnetzes wichtig

    Ich bin oft mit dem Basler öV unterwegs, bevorzuge dabei das Drämmli und bin dafür sogar bereit Umwege in Kauf zunehmen, wenn der Weg mit dem Bus kürzer wäre. Der öV in Basel ist bereits genial, aber es sind zuviele Tramlinie auf der Achse Basel SBB via Barfüsserplatz zum Claraplatz gebündelt. Deshalb braucht es dringend neue Verbindungen durch den Claragraben, über die Johaniterbrücke, den Margarethenstutz usw. Der barrierenfreie Ausbau der Haltestellen kommt auch allen zu gut, die mit Kinderwagen, schweren Einkaufswagen, Rollator usw unterwegs sind. Das Geld ist deshalb bestens investiert

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Die neusten Leser-Kommentare

  • D.N. am 19.03.2017 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    Basel ebenfallt am sinken

    Ja da sind ernsthaft die Richtigen am aufräumen! Nach ihnen die Sintflut, das wird wohl das Resultat sein. Ausser hohe Ausgaben nichts gewesen.

    • Armin Grieder, Basel am 22.03.2017 08:13 Report Diesen Beitrag melden

      Gried

      Nachdem nun auch der Musik Hug die Stadt verlassen hat kann ich nur sagen: Wenn man die Stadt in Ruhe lässt, hat sie Zukunft

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  • Hui am 18.03.2017 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    BVB

    Rechtlich unzulässig sind Wessel Worte. Gerade er der Millionen in den Sand setzt sollte sich sehr Vorsichtig äussern. Was dieser Zeitgenosse in dieser Stadt treibt sollte unzulässig sein.

  • Nobody am 17.03.2017 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Ausgebaut und nicht gebraucht

    Die Haltestelle "Kirschgarten" wurde für viel Geld umgebaut damit behindertengerecht/kinderwagengerecht ein-/ausgestiegen werden kann. Diese Haltestelle wird aber seit über einem Jahr nicht benutzt. Das Tram hält immer noch an der alten Haltestelle und versperrt auch den Fussgängerstreifen. Anscheinend passen nicht alle Tramzüge in diese Haltestelle.

  • Eduard J. Belser am 17.03.2017 07:08 Report Diesen Beitrag melden

    Ausbau des Tramnetzes wichtig

    Ich bin oft mit dem Basler öV unterwegs, bevorzuge dabei das Drämmli und bin dafür sogar bereit Umwege in Kauf zunehmen, wenn der Weg mit dem Bus kürzer wäre. Der öV in Basel ist bereits genial, aber es sind zuviele Tramlinie auf der Achse Basel SBB via Barfüsserplatz zum Claraplatz gebündelt. Deshalb braucht es dringend neue Verbindungen durch den Claragraben, über die Johaniterbrücke, den Margarethenstutz usw. Der barrierenfreie Ausbau der Haltestellen kommt auch allen zu gut, die mit Kinderwagen, schweren Einkaufswagen, Rollator usw unterwegs sind. Das Geld ist deshalb bestens investiert

    • Nobody am 19.03.2017 19:06 Report Diesen Beitrag melden

      Ausbau wohin?

      Eine Tramverbindung durch den Claragraben und dann durch die Grenzacherstr.?! Goht's no! Dort hat es bereits 3 Buslinien die zum Wettsteinplatz fahren und dann weiter durch die Grenzacherstrasse. Eine Buslinie biegt dann links ab in die Peter-Rot-Str., die beiden anderen fahren an der Roche vorbei. Und bei der Roche hat man natürlich die neue Bushaltestelle mitten auf die Strasse platziert (früher war da eine Ausbuchtung), natürlich unter dem Deckmantel "Verkehrssicherheit". Und jetzt noch ein Tram!? Die letzte Strasse aus dem Centrum blockieren. Na, Bravo!

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  • Verena D am 16.03.2017 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötige Ausgaben

    Haben wir nicht schon den dichtesten ÖV Vehrkehr in der Schweiz. Wollt ihr tatsächlich in jeder Strasse einen Bus oder ein Tram.

    • Kurt B am 16.03.2017 21:11 Report Diesen Beitrag melden

      Nein

      Aber wenn du ab und zu mal Tram oder Bus fährst, weisst du: Es gibt ÖV-Achsen, und somit fahren auch die ausgebauten Linien nicht "in jeder Strasse".

    • Peter(TOO) am 16.03.2017 21:52 Report Diesen Beitrag melden

      @Verena D

      Die Haltestelle Schiffländi Richtung Claraplatz ist für manche Behinderte und Alte nicht benutzbar. 6er und 8er halten da mitten auf der Strasse. Steht da noch der Bus, weiss man nicht einmal wo das Tram die Türen öffnet...

    • Nobody am 17.03.2017 08:40 Report Diesen Beitrag melden

      Ausbau bis zum Kollaps

      Ganzgenau, ÖV-Achsen, auf diesen fahren fast ALLE Tramlinien durch die Innenstadt. Wenn eine Baustelle oder Demonstration kommt es zum totalen Kollaps des ganzen Netzes. In der übrigen Zeit stauen sie sich vor den Haltestellen und man hat zum Teil Probleme auf die andere Strassenseite zu gelangen.

    • werner schneider am 17.03.2017 10:20 Report Diesen Beitrag melden

      Nichts ändern

      Sollen denn Tramlinien über den Petersplatz statt dem Marktplatz fahren und die Passagiere den Spalenberg hinaufsteigen müssen? Eine Investition in den Margarethenstutz kann man ruhig streichen wegen ein paar Minuten weniger Fahrzeit.

    • Eduard J. Belser am 18.03.2017 04:23 Report Diesen Beitrag melden

      Gute Investition

      Lieber Herr Schneider. Der Margaretenstutz bring nicht nur weniger Fahrzeit vom Leimental zum Bahnhof SBB, sondern entlastet auch die überlastete Achse Barfüsserplatz Marktplatz Claraplatz und ist deshalb eine gute Investition. Wenn eine zusätzliche Tramlinie über den Petersplatz führt, muss deswegen niemand den Spalenberg hinaufsteigen, dafür fährt der 3er vom Barfüsserplatz zur Lyss hinauf.

    • Mina am 20.03.2017 16:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Verena D

      Wieso nehmen so viele das Auto? Somit ist ja wohl der ÖV nicht gut ausgebaut.

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