Basel-Stadt

14. Oktober 2015 14:42; Akt: 15.10.2015 22:14 Print

Happy Ends vermiesen Thai-Spa das Geschäft

von Chris Stoecklin - Im neueröffneten Elements Thai-Spa in der Steinenvorstadt wird professionell Hand angelegt. Aber nicht so, wie manche es sich erhoffen.

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Thai-Massage-Salons werden von vielen mit Bordellen gleichgestellt. Schuld daran ist der Sextourismus in Thailand. Wer ein seriöses Geschäft im asiatischen Massage-Metier eröffnen will, hat es hierzulande schwer. Auch Kwanta Lerkpangoen hat das in Basel zu spüren bekommen: «Ich habe nicht erwartet, dass so viele Leute in der Schweiz thailändische Massagen automatisch mit Sex assoziieren», sagt sie. «Ich finde das schlimm. In solchen Momenten schäme ich mich, Thailänderin zu sein.»

Die 37-Jährige ist eine lizenzierte Kosmetikerin aus New York und hat am 1. Oktober in der Steinenvorstadt ihr exklusives Spa eröffnet. Sie und ihre zwei Mitarbeiterinnen praktizieren traditionell überlieferte Thai-Massagen und dermatologische Behandlungen. Das grosse Problem: Das «Happy-End-Business» aus dem Rotlichtviertel versaut ihr das Geschäft – oder lockt die falsche Kundschaft an.

Schlüpfrige Wünsche und schiefe Blicke

Bereits am allerersten Tag habe ein Mann nur mit dem «Wunsch auf Handarbeit» das Spa überhaupt betreten. «Wir bieten qualitativ hochwertige Massagen nach uralten Traditionen an. Hier wird nicht intim Hand angelegt», betont die Therapeutin. Auf der Website des Spas wird auch deutlich darauf hingewiesen, dass keine erotischen Dienste angeboten werden. «Wir konnten in der Steinenvorstadt nicht einmal Flyer verteilen, ohne schräg angeschaut zu werden.»

Das Elements Thai Spa kämpft dementsprechend um Bekanntheit und Anerkennung. Bis anhin sind es vor allem Expats, welche die Wellness-Oase besuchen. «Ansonsten haben wir zurzeit nur etwa vier Kunden am Tag», so Lerkpangeon, die sieben Jahre lang in Manhattan lebte und praktizierte.

Calvin Harris wurde Massage zum Verhängnis

Wie schlecht der Ruf der Thai-Massage-Salons international ist, zeigt das Promi-Beispiel Calvin Harris. Ihm wurden anscheinend die zierlichen Thai-Damen mit den begabten Händen zum Verhängnis. Seine Freundin Taylor Swift soll sich vom Star-DJ, getrennt haben, nachdem dieser in Los Angeles eine der sogenannten Sexhöhlen für mehrere Stunden besucht haben soll.

Der 31-jährige Brite beteuerte, dass er kein Happy End im Massagesalon erlebt habe. US-Journalisten nahmen den Salon genauer unter die Lupe. Eine Chefredaktorin ging persönlich inkognito hin. Resultat: Die Massagen seien ausgezeichnet, ein Höhepunkt blieb aber aus. Solche Dienste würden in diesem Etablissement nicht angeboten. Taylor Swift hätte in diesem Fall ihren Calvin zu Unrecht in die Wüste geschickt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bref am 14.10.2015 15:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur Massage

    Leider wird von vielen gleich das ganze Land als Rotlicht gesehen. Was ich mir alles anhören muss, bloss weil ich Ferien in Thailand als Junger Man mache. Das ist echt Schade, es ist ein so schönes Land, und eigentlich hat doch jede grosse Stadt eine Rotlichtszene

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  • Sina am 14.10.2015 15:20 Report Diesen Beitrag melden

    So ein Quatsch

    Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass es ein Thai Massage Salon ist. Als Webdesignerin habe ich inzwischen für etwa 35 Massage Salons schweizweit Webseiten erstellt. Und alles nur ganz normale Massage für Sport und Entspannung, auch zwei Thai Massage Salons. Alle Masseurinnen und Masseure berichteten mir, dass es laufend Leute gibt welche nach einer Massage mit "Happy End" fragen :-D. Das ist kein Thai Problem. Und dies übrigens obwohl auf der Webseite klar war, um was für ein Angebot es sich handelt. Selbst wenn man explizit "Keine erotischen Massagen" hin schreibt, nutzt es nichts.

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  • JKFO am 14.10.2015 15:30 Report Diesen Beitrag melden

    Klischee

    Jedes Land hat sein Klischee. Die Schweiz mit Käse, schoggi und Uhren, Die Deutschen mit bier und die Thais hald leider mit den Happy Ends. Trotzdem darf man nicht vergessen das dieses land eines der schönsten ist auf diesem planeten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Walter R am 15.10.2015 04:36 Report Diesen Beitrag melden

    Happy ending...

    Es ist in der Tat so, dass in Thailand auch in seriösen Massagesalons (nicht in allen) nach der eigentlichen seriösen Massage von den einen der Masseusen (nicht von allen) noch gewisse zusätzliche Dienstleistungen angeboten werden. Das geht von: You want to massage this also? bis: You want bum bum? Solche Dienstleistungen werden keineswegs nur Touristen angeboten, sondern auch einheimischen Männern.

  • Xoff Pardey am 14.10.2015 18:08 Report Diesen Beitrag melden

    Das Problem sind wir Männer

    So lange es Männer gibt, die nicht wissen, wie man ein Massagestudio von einem Etablissement des horizontalen Gewerbes unterscheidet und das Gefühl haben, sie könnten mit ihrem Geld (fast) jede Frau zu sexuellen Handlungen bewegen, wird jeder Betreiber physisch-sinnlicher Angebote mit solchen Anfragen konfrontiert. Dafür wäre ein Label nicht schlecht, das einen Betrieb als «nicht erotisch» ausgerichtet ausweist.

  • Markus am 14.10.2015 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    nur noch sehr wenige sind seriös

    Ich finde ein Happy End nach einer Guten Massage ist nichts schlimmes die meisten Massage Salon bieten das an obwohl sie auf der Internet Seite klar machen das sie nur Seriöse Massagen machen mann sollte nicht vergessen das Angebot bestätigt die Nachfrage und die Thai Frauen verdienen da noch extra etwas dazu viele nützen das auch aus und verlangen einen hohen zuschlag

  • Habt Freude daran. am 14.10.2015 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    Schämen?

    Was gibt es da zum Schämen? Das Sexgewerbe ist eines der ältesten Gewerbe der Welt, wenn nicht sogar das Älteste. Es ist ein Bedürfnis des Menschen und zwar ein Schönes. Schämen sollte man sich viel mehr dafür wenn man das als etwas Schlechtes bezeichnet. Da gibt es einiges Andere am Menschen das man so nennen kann, aber sicher nicht das.

  • Patrick Brunn am 14.10.2015 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    Überhöhte Preise

    CH: 1 Std. Massage CHF 80.00 DE: 1 Std. Massage Euro 39.00 (Lörrach, Weil am Rhein) Abzocke.

    • lächerlich am 14.10.2015 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Patrick Brunn

      wieso ist das abzocke? der lohm in D ist dafür auch dementsprechend tiefer. Ich w/22 und Secondo verdiene 4000.- Lohn, käme aber nie auf die Idee, mein in der Schweiz verdientes Geld für Sachen die ich auch in CH kriege, im D oder A auszugeben.

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