Basel

24. November 2017 12:36; Akt: 24.11.2017 14:01 Print

Hunderte Studenten gehen auf die Strasse

«Wir sind hier und wir sind laut!»: Hunderte Studenten protestierten am Freitagmorgen gegen die Sparmassnahmen der Uni Basel. Eine spontane Nachdemonstration blieb friedlich.

Studenten erklären, wieso und gegen was sie protestieren (Video: daf).
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Eigentlich ist der jährlich stattfindende Dies Academicus ein Feiertag für die Universität Basel. In diesem Jahr wird aber bei weitem nicht nur gefeiert, sondern auch kräftig und laut protestiert: Studenten der Universität haben sich am Freitagmorgen vor der Martinskirche in Basel versammelt, um gegen die Sparmassnahmen der Uni Basel zu protestieren. Nach Angaben der Vollversammlung, welche die Demonstration organisiert hatte, nahmen rund 300 Studierende an der Kundgebung teil.

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Der ältesten Universität der Schweiz fehlt es an Geld. Sie muss bis ins Jahr 2021 mindestens 42 Millionen Franken einsparen. Das soll unter anderem durch die Erhöhung der Semestergebühren für die Studenten geschehen. Studenten der Uni Basel wehrten sich mit einem friedlichen Protest.

Friedlicher, aber auch schmutziger Protest

Mit Transparenten und in Trauerflor gekleidet taten die grösstenteils jungen Erwachsenen ihren Unmut vor der Martinskirche kund. Im Innern der Kirche fand die jährliche Dies-Academicus-Zeremonie statt, an der unter anderem Ehrendoktortitel vergeben werden. Der prominenteste unter den Preisgekrönten ist Roger Federer, der von der medizinischen Fakultät für seine Vorbildfunktion als Sportler mit dem Ehrendoktortitel ausgezeichnet wurde.

Die Proteste der Studenten waren allerdings auch von Vandale-Akten begleitet: Die Wände der Martinskirche wurden mit Schriftzügen beschmiert, Gleiches war auch an anderen Wänden entlang der Demonstrations-Route zu sehen.

Uni-Feiertag von grossem Protest begleitet

Spontane Nachdemo in Basler Innenstadt

Um circa 10.45 Uhr zogen die protestierenden Studenten in die Basler Innenstadt. Laut anwesenden Demonstranten handelte es sich um eine spontane Nachkundgebung. Die Studis skandierten laut Botschaften wie «Wir sind hier und wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!» und zogen von der Martinskirche über die Schifflände zum Barfüsserplatz und von dort in Richtung Petersplatz, wo sich die Universität befindet. Die Nachdemonstration blieb friedlich, die Polizei hielt sich zurück.


Die Basler Studenten zogen an einer spontanen Nachkundgebung durch die Basler Innenstadt (Video: daf).

(daf)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dani am 24.11.2017 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sparen und zerstören

    Sie protestieren wegen Sparmassnahmen; gleichzeitig zerstören sie staatliches und privates Eigentum!!!! Das geht für mich nicht auf. Friedlich zu demonstrieren ist völlig iO, aber bitte keine Sachen beschädigen, denn dies kostet der Steuerzahler

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  • Kurt am 24.11.2017 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Basel ist der falsche Ort

    Ihr müsst nicht in Basel demonstrieren. Doris (die 1.3 Milliarden aus dem Fenster werfen will) wohnt im Aargau. Dort ist der richtige Ort um zu demonstrieren. Vor dem Haus unserer Grinse-Doris.

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  • Observierer am 24.11.2017 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nix gut

    Freitag morgen sind normale Menschen bei der Arbeit und haben keine Zeit für Studi-Demos.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Butch am 25.11.2017 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    Die Uni muss sparen?

    Ganz einfach: Schmeisst mal diese Schutzbach raus und das ganze "Soziologie" Zeugs, man sieht ja was dabei heraus kommt. Es gibt bestimmt noch andere so unnötige Studiengänge. Dann sind die 42 Millionen schnell eingespart, ohne Semestergebührenerhöhung.

  • Studi am 25.11.2017 19:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zweite Erhöhung: Nein

    Da es sich um die zweite Erhöhung der Studiengebühren innerhalb von 3 Jahren handelt, ist es verständlich, dass die Studierenden demonstrieren. Mit 850.- pro Semester ist die Uni Basel heute bereits die teuerste Schweizer Universität. Nebst dem Studium arbeite ich 50% um mir meine akademische Bildung zu finanzieren. Die letzte Erhöhung von 150.- war genug, eine erneute Aufstockung der Studiengebühren finde ich persönlich nicht tragbar. Viele Studenten arbeiten hart für ihr Studium.

  • Typhoeus am 25.11.2017 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bildung ist das höchste Gut

    eines Staates. Den Immageverlust versucht die Uni Basel mit Glamourehrentiteln an Multimillionäre auszubügeln - absolut lächerlich.

    • Butch am 25.11.2017 20:00 Report Diesen Beitrag melden

      @Typhoeus:

      Einverstanden! Weshalb ein Rodger Federer Dr. h.c. wird, das weiss ich auch nicht. Er hätte ja von der Sportuni geehrt werden können. Aber Medizin? Ich weiss nicht, aber diese ganzen Ehrendoktorwürden, Nobelpreise usw. haben einfach an Glanz verloren, wenn jeder einen bekommt.

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  • Sandra am 24.11.2017 22:44 Report Diesen Beitrag melden

    Vandanlen - ungenau Recherche

    Leider ist nicht klar, wer für die Vandalen verantwortlich ist. Dass die Student/innen dafür verantwortlich gemacht werden, obschon keine konkreten Beweise vorliegen ist nicht in Ordnung. Da wurde leider ungenau recherchiert^^

  • Elisa am 24.11.2017 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Schmierereien - nicht von uns

    Bitte um korrekte Berichterstattung. Die Schmierereien richteten sich gegen die Uni an sich, gegen eine angebliche "Elite". Mit dem Protest gegen die Erhöhung der Studiengebühren hat das nichts zu tun.