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Lange Rede, kurzer Sinn
29. November 2012 18:32; Akt: 29.11.2012 18:32 Print
Landräte wollen nicht mit der Stoppuhr reden
von Lukas Hausendorf - Die Baselbieter Landräte wollen sich ihre Redezeit nicht beschränken lassen – obwohl alle die Ineffizienz des Parlaments beklagen.

Die Landräte wollen sich den Mund nicht verbieten lassen. Das Baselbieter Kantonsparlament kämpft mit Effizienzproblemen, eine Redezeitbeschränkung will man aber nicht. (Bild: 20 Minuten/Lukas Hausendorf Archivbild)
Angesichts der immer länger werdenden Liste unerledigter Geschäfte ist der Baselbieter Landrat längst zu Einsicht gelangt, dass es ihm an Effizienz mangelt. SVP-Landrätin Sandra Sollberger wollte dem Problem nun beikommen, indem sie ihren Parlamentskollegen eine Redezeitbeschränkung auferlegen wollte. «Die vorgegebene Zeit würde völlig ausreichen um sich aufs wichtige zu beschränken», versuchte sie den Rat zu überzeugen.
Die Mehrheit der Landräte wollte sich aber nicht den Mund verbieten lassen: Nicht die Länge der Voten sondern deren Anzahl sei das Problem, befanden CVP, FDP und SP und versenkten die Vorlage. Einzig die Grünen stellten sich in Sachen kürzere Redezeit hinter die SVP.
«Der Leidensdruck ist wohl noch nicht gross genug», vermutet Philipp Schoch (Grüne). «Gewisse Leute nehmen sich einfach zu wichtig und nutzen das Parlament als Bühne – das stört mich», sagt er. Dem pflichtet auch Balz Stückelberger (FDP) bei: «Ein Viertel der Geschäfte ist relevant, der Rest ist persönliche Profilierung», kritisiert er seine Parlamentskollegen.
Die Redezeitbeschränkung dürfte aber noch nicht vom Tisch sein. Sollberger wie auch Schoch glauben fest, dass das Thema wieder auf die Agenda kommen wird: In Basel oder im Nationalrat funktioniere das schliesslich auch.
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Alle 4 Kommentare

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In der Kürze liegt die
"politische" Würze - mancher Politiker hat da aber Probleme mit seiner langen Leitung....
Redezeitbeschränkung ist sinnvoll
Wer wirklich etwas zu sagen hat, kann sich auch kurz fassen und wenn nötig weitere Aspekte in der nächsten Wortmeldung erläutern. Manche Leute hören sich aber selber so gern sprechen, dass sie gar nicht mehr aufhören wollen. Da hilft entweder eine Redezeitbeschränkung oder aber die Zuhörer entziehen dem Redner die Aufmerksamkeit, beginnen zu diskutieren, davonzulaufen oder zu buhen.
Effizienz steigern
Lasst doch alle gleichzeitig reden! Wie man auch in Bundesbern täglich sieht, hört sowieso kein Politiker dem anderen zu weil jeder glaubt dass seine Meinung die einzig richtige ist. Mit dieser Massnahme könnte man das Parlament effizient machen und gleichzeitig Kosten sparen. Etwas sinvolles kommt ja eh in den meisten Fällen nicht raus. PS: zum zh: Das ist kein Schuss vor den Bug für Basler, es gilt schweizweit ;-)
haha
bester beitrag! :)