Strafgericht BS

21. April 2017 09:03; Akt: 21.04.2017 09:03 Print

Mann soll 140 Menschen geschmuggelt haben

Ein Italiener steht vor dem Basler Strafgericht: Er soll rund 140 Personen via Schweiz nach Deutschland und Frankreich geschleust haben.

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Der Mann soll rund 140 Personen von Italien nach Deutschland und Frankreich geschleust haben. (Bild: aj)

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Die Route führte die vorwiegend aus Afrika stammenden Menschen von Italien über die Schweiz nach Süddeutschland oder ins Elsass. Der Beschuldigte, ein 49-jähriger Italiener, der in seiner Vergangenheit Studenten in einem Kleinbus chauffierte, habe zwischen Oktober und November 2016 seine Schlepper-Dienste angeboten, wie das «Regionaljournal» berichtet. Am Freitag muss er sich vor dem Strafgericht Basel-Stadt verantworten.

Er habe die Leute, vermutlich Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Europa gekommen sind, in Mailand oder Como mit seinem Kleintransporter abgeholt. Pro Person habe er zwischen 80 und 160 Franken für die Fahrt verlangt. So kam er in einem Monat zu Verdiensten bis zu 8500 Franken – einem weitaus höheren Lohn, als ein durchschnittlicher Chauffeur verdient.

Kleiner Fisch im Schlepper-Teich

Die Anklage vermutet, dass es sich um einen kleinen Fisch handle, der den Basler Strafbehörden vergangenen Winter ins Netz gegangen sei. Seine potenzielle Kundschaft sei ihm durch Hintermänner vermittelt worden, die bisher nicht ausfindig gemacht werden konnten.

(jd)