Amorphophallus titanum

23. November 2012 14:34; Akt: 23.11.2012 15:34 Print

Nach 82 Stunden machte der «Stinker» schlapp

Die Titanwurz im Basler Botanischen Garten hat ihre Blühphase beendet. Über drei Tage hatte sie trotz ihres fauligen Geruchs Schaulustige in Scharen angelockt.

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Rund 12'000 Personen wollten sich das Schauspiel nicht entgehen lassen und haben vor und während der Blühzeit der Titanwurz im Botanischen Garten in Basel ihre Aufwartung gemacht. Dreieinhalb Tage oder 82 Stunden hat die tropische Pflanze geblüht. In der Nacht auf Freitag knickte der gelbe Kolben der prächtigen Blume ein; sie war zuletzt 2,30 Meter hoch.

Die Pflanze mit dem wissenschaftlichen Namen Amorphophallus titanum, was so viel heisst wie «Unförmiger Penis des Titanen», öffnete das Hüllblatt am Montagnachmittag und begann ihren charakteristischen fauligen Geruch zu verströmen. Der Botanische Garten blieb daraufhin bis Dienstag um 23 Uhr durchgehend und danach zu den üblichen Zeiten geöffnet. 62 zusätzliche Mitarbeiter schleusten die Besucher Tag und Nacht durch das Gewächshaus, wie Kustos Heinz Schneider am Freitag auf Anfrage sagte.

Am Abend und in der Nacht waren der Garten, das Gewächshaus und die Titanwurz speziell beleuchtet. Für die Abwicklung des Besucherstroms während der Nacht und im Winter mussten aufwendige bauliche Massnahmen vorgenommen werden, sagte Schneider weiter.

Schwarze Zahlen dank Eintrittsgeld

Für die Besichtigung der blühenden Pflanze verlangte der Botanische Garten ein Eintrittsgeld von 10 Franken. Damit werden der Mehraufwand beim Personal und die zusätzlichen Sachkosten finanziert. Der Botanische Garten rechnet laut Schneider mit knapp schwarzen Zahlen.

Eine Webcam lieferte im Internet Livebilder aus dem Gewächshaus. Diese Seite wurde in den vergangenen Tagen zwei Millionen Mal aufgerufen. Schon die wachsende Blume lockte viele Interessenten an. In dieser Phase organisierte der Botanische Garten 300 Führungen.

Die Mitarbeiter bestäubten die blühende Titanwurz mit Pollen aus dem Botanischen Garten Bonn. Aus den Samen sollen neue Pflanzen wachsen. Die gleiche Titanwurz blühte bereits über die Ostertage im April 2011. Die Pflanze mit der weltweit grössten Blume ist im Tropenwald im indonesischen Sumatra heimisch.

(sda)

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