Zoo Basel

15. März 2017 14:59; Akt: 15.03.2017 16:11 Print

Neues Reich der Elefanten ist eröffnet

Am Donnerstag gewährte der Basler Zolli einen ersten Blick auf die neue Elefantenanlage Tembea. Sie misst 5300 Quadratmeter und soll die Tiere auf Trab halten.

Die Basler Elefanten erkunden die neue Anlage Tembea. (Video: Zoo Basel)
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Bei prächtigem Frühlingswetter wurde am Donnerstag die neue Elefantenanlage Tembea im Basler Zolli eröffnet. Der Name bedeutet auf Swahili «umhergehen» oder «wandern». Nach diesem Motto sind auch die 5300 Quadratmeter des neuen Dickhäuter-Geheges ausgerichtet. «Die Tiere sollen in Bewegung bleiben können», sagt Zolli-Direktor Olivier Pagan.

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Dafür wurden eigens 121 Futterstellen auf der Anlage verteilt, welche die Elefanten absuchen müssen, um an ihre Mahlzeiten zu gelangen. Dies emuliere besser ihren natürlichen Lebensraum. «Der Zolli ist nicht die Natur, aber wir wollen so für das afrikanische Habitat der Tiere werben», so Pagan.

Elefanten unter sich

Ebenfalls neu ist das Konzept des geschützten Kontakts. So interagieren die Pfleger nur noch selten direkt mit den Elefanten. Der Kontakt findet vor allem durch Gitterstäbe im 1000 Quadratmeter grossen Elefantenhaus statt. Die Tiere werden dafür eigens trainiert, so dass sie zum Beispiel zu untersuchende Körperteile durch die Öffnungen halten.

«Das hat zwei grosse Vorteile», erklärt Elefanten-Kurator Adrian Baumeyer. Einerseits seien so die Pfleger vor den Kolossen besser geschützt. Andererseits könnten die Tiere so besser ihr Sozialleben austragen. «Der Mensch ist nun nicht mehr das Alpha-Tier.»

Illustere Gäste

Zugegen bei der Eröffnung waren nicht nur die hiesigen Verantwortlichen, sondern auch Gäste, die von weit her gereist sind. Unter ihnen war Thomas Kauffels, Direktor des Opel-Zoos in Kronberg (D). Er beglückwünschte Basel zum Bau der neuen Anlage und zeigte sich hocherfreut über die Investitionsbereitschaft in die Zukunft der Elefantenzucht.

Die Kosten für den Bau von Tembea über 27,4 Millionen Franken wurden ausschliesslich durch Spendengelder gedeckt. Die Arbeiten nahmen rund dreieinhalb Jahre in Anspruch. François Labhardt, Präsident des Patronatskomitees, betonte die Wichtigkeit des Zoos für die Region und pries ihn als die erfolgreichste Institution der Stadt. «Ich schätze die Fondation Beyeler, aber der Zolli lockt jedes Jahr über 1,2 Millionen Besucher an», sagt er. Dennoch seien alle Spenden wichtig, da der Zolli mehr Betriebsausgaben als Einnahmen habe.

Basler Elefanten bleiben in Bewegung

Hoffnung auf Nachwuchs

Der Zolli ist ständig um den Artenschutz bemüht. So geht es darum, auch die natürlichen Lebensräume zu erhalten. «Jedes Jahr werden zahlreiche Tiere in Afrika von Wilderern getötet oder Fallen Konflikten zum Opfer», so Pagan. Darum unterstütze man die Big Life Foundation in Afrika jährlich mit 50’000 Franken. Diese schütze die Wanderrouten der Dickhäuter und halte nach Wilderern Ausschau.

Gleichzeitig erhofft man sich von der neuen Elefantenanlage auch Nachwuchs bei den Tieren. Gegenwärtig wird in Basel kein Bulle gehalten. «Die Kühe tolerieren sie nicht innerhalb der Herde», so Projektleiterin Heidi Rodel. Dafür gebe es aber ein Bullengehege. Sobald ein Männchen in Basel einzieht, erhoffe man sich auch Nachwuchs, sagt Baumeyer.

Tembea wird ab kommendem Wochenende für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

(las)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Swissgirl am 15.03.2017 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Anlage

    Super für die Tiere. Wenn sie schon im Zoo sein "müssen", dann sollen sie es schön und gut haben.

  • Schreinermeister am 15.03.2017 23:09 Report Diesen Beitrag melden

    Alternative Artenrettung

    Die Natur ist einmalig u wunderbar, doch der Mensch schmälert, verändert oder zerstört diese Natur, welche uns allen aber erst das Leben ermöglicht hat. Auch wenn das neue Elefantengelände nicht der Natur entspricht, so ist das Konzept sicher sehr naturnah gestaltet worden, was den Elefanten in ihrem natürlichen Trieb unterstützt. Eigentlich bin ich eher gegen Zoos, aber angsichts der verschwindenen Naturräume durch den Menschen, ist ein Zoo die letzte Alternative zum Erhalt der Arten geworden.

  • Ruedi Schneider am 15.03.2017 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zoo Basel

    Elefanten und überhaupt wilde Tiere gahöten einfach nicht in den Zoo, sondern in sie Wildnis

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schreinermeister am 15.03.2017 23:09 Report Diesen Beitrag melden

    Alternative Artenrettung

    Die Natur ist einmalig u wunderbar, doch der Mensch schmälert, verändert oder zerstört diese Natur, welche uns allen aber erst das Leben ermöglicht hat. Auch wenn das neue Elefantengelände nicht der Natur entspricht, so ist das Konzept sicher sehr naturnah gestaltet worden, was den Elefanten in ihrem natürlichen Trieb unterstützt. Eigentlich bin ich eher gegen Zoos, aber angsichts der verschwindenen Naturräume durch den Menschen, ist ein Zoo die letzte Alternative zum Erhalt der Arten geworden.

  • Swissgirl am 15.03.2017 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Anlage

    Super für die Tiere. Wenn sie schon im Zoo sein "müssen", dann sollen sie es schön und gut haben.

  • Ruedi Schneider am 15.03.2017 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zoo Basel

    Elefanten und überhaupt wilde Tiere gahöten einfach nicht in den Zoo, sondern in sie Wildnis

  • Daniel am 15.03.2017 17:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Afrika?

    Warum spricht man hier von Afrika? Bei den Elefanten hier handelt es sich um Asiatische Elefanten. Diese sind kleiner, haben kleinere Stosszähne und sind leichter zu zähmen.

    • Phuu-Sy am 15.03.2017 18:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Daniel

      Im Unterschied zum Zürcher Zoo hat der Basler Zolli afrikanische Elefanten.

    • Pic am 15.03.2017 18:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Größere Ohren

      Im Gegensatz zum asiatischen Elefanten hat der afrikanische unter anderem grössere Ohren. Sie reichen über den Hals nach oben. In Basel sind es definitiv Afrikanische

    • Heinz Jappert am 15.03.2017 19:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Daniel

      Es handelt sich hier im Basler Zoo eindeutig um afrikanische Elefanten. Von den asiatischen Elefanten, welche während einer gewissen Zeitspanne auch in Basel gehalten wirden sind, hat man sich aber getrennt um sich auf die Nachzucht der afrikanischen Elefanten zu konzentrieren. Die asiatischen Vertreter ihrer Art, werden im Zürcher Zoo schon seit Jahren erfolgreich gezüchtet.

    • Schreinermeister am 15.03.2017 22:38 Report Diesen Beitrag melden

      Biologie verpasst?

      Na, da hat einer in Biologie wohl die Schule geschwänzt. Im Basler Zolli sind afrikanische Elfanten zu Hause. Merkmale sind neben den sehr viel grösseren Ohren, auch die grössere Dimension wie auch, das Elefantenkühe im Gegensatz zu indischen Elefantenkühe Stosszähne tragen.

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  • Russak am 15.03.2017 15:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tiere gehören in die Natur

    Ich finde Zoo's gar nicht toll Tiere zur unseren Unterhaltung in Zoo's zu stecken. Diese Tiere gehören in die Natur und nicht in Käfige, Aquarien ETC. Spendet das Geld lieber an Menschen die auf das Geld angewiessen sind.

    • eine Frau am 15.03.2017 16:14 Report Diesen Beitrag melden

      der Mensch rottet die Tiere aus

      Solange der Mensch eine Tierart nach der anderen ausrottet aus purem Ego und Geldgier braucht es diese Zoos um wenigstens dort diesen Tierarten noch eine Überlebenschance zu bieten. Diese Tiere haben genauso ein Recht auf überleben wie der Mensch. Nur dieser mit seiner überheblichen Arroganz kapiert das nicht!

    • Auch eine Frau am 15.03.2017 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @eine Frau

      Absolut Ihrer Meinung!

    • Ein Mann am 15.03.2017 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Auch eine Frau

      Bin der gleichen Meinung.

    • Ein Männchen am 16.03.2017 06:38 Report Diesen Beitrag melden

      @eine Frau

      Sehe das auch so. Leider ist der Mensch so krank (gierig), das die Tiere auch in Zoos schon geschützt werden müssen. Beispiel Nashörner in Frankreich.

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