Gitarrengewitter

28. April 2016 05:51; Akt: 28.04.2016 15:03 Print

Pop-Preis-Gewinner neben Basler Schwermetallern

Das Basler Label Czar of Crickets wurde heuer mit dem RFV Business Support ausgezeichnet. Am Donnerstag und Freitag lässt es seine Bands in der Kaserne aufspielen.

Bildstrecke im Grossformat »
Neo Noire heisst die neuste Basler Rock-Supergroup um Frederyk Rotter (links). Die Band feiert am Czar of Crickets Festival am Donnerstag seine Bühnentaufe. Serafyn, die Gewinner des Basler Pop Preises 2015, stehen ebenfalls auf der Bühne. Ihre Musik ist eher filigran. Weniger filigran sind diese Herren: Der Cellist Beat Schneider und der Schlagzeuger Fran Lorkovic spielen ohrenbetäubenden Hard-Rock. Im zivilen Leben verdienen sie Geld mit klassischer Musik. Ebenfalls am Donnerstag spielen King Legba and the Loas. Musikalisch stehen sie in der Nähe der Queens of the Stone Age mit einem Schuss mehr Rock n' Roll. Einen Gang langsamer fährt Glauco Ceccarelli. Der Cantautore mit einem Gespür für funkige Arrangements eröffnet den Revelations Day des zweitägigen Festivals in der Kaserne. Ein Quasi-Comeback der Schmiir setzt den Schlusspunkt des Donnerstagabends. Die Basler Police-Tribute-Band ist weit über die Region hinaus Kult. Ihre Auftritte sind aber sehr selten. Der Herr der Grillen Frederyk Rotter steigt auch am zweiten Tag seines Festivals auf die Bühne. Am Freitag ist er mit Zatokrev Headliner. Die Doom-Metal-Combo feierte schon internationale Erfolge. Tief aus dem Basler Metal-Untergrund kommen Schammasch, die ebenfalls am Freitag die Kaserne zum Beben bringen. Zur Kategorie Gitarrengewitter zählen auch Unhold. Psychobitch ist das Nebenprojekt von Basler Musikern, die sonst bei klangvollen Formationen wie Zatokrev, Toxic Guineapigs und Cancer spielen. Sie versprechen sexy und rohen Metal-Trash-Punk. Phased haben sich dagegen dem psychedelsichen Doom verschrieben. In ihrer Nische haben sie sich schon weit über die Schweiz hinaus einen Namen erspielt. Mehr im Trash zuhause sind Expenzer, wo sich altgediente Schweizer Musiker aus dem Genre zusammengetan haben. Kurz nach der Gründung 2014 spielten sie bereits an Festivals mit Kreator, Vader und anderen Trash-Grössen. Ashtar sind eigentlich nur zu zweit. Live bekommen sie oft Verstärkung. Sie spielen Black- und Sludge Metal.

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der Kaserne Basel zieht ein heftiges Gitarrengewitter auf: Das Basler Label Czar of Crickets feiert Jubiläum und lädt am Donnerstag und Freitag zu einer zweitägigen Szeneschau ein. Zatokrev-Frontmann Frederyk Rotter hatte das kleine Basler Plattenlabel vor zehn Jahren aus der Not gegründet. Mittlerweile ist es zu einem Geheimtipp avanciert, wo längst nicht mehr nur Metal-Bands ein Zuhause gefunden haben. Die leiseren Töne vermarktet Rotter unter dem Sublabel Revelations. Dort hat er auch Serafyn, die letzten Gewinner des Basler Pop-Preises, unter seine Fittiche genommen.


Serafyns neuster Streich «Gold». (Video: Youtube)

Der Donnerstag ist diesen Revelations gewidmet, wobei «leise Töne» eine krasse Untertreibung sind: Zlang Zlut ist das vermutlich lauteste Duo der Region. Der Schlagzeuger Fran Lorkovic spielt mit dem Cellisten Beat Schneider ohrenbetäubenden, mitreissenden Hard Rock. Ebenso Neo Noire, Rotters neustes Bandprojekt, das bereits als Basels neuste Rock-Supergroup gilt und in der Kaserne seine Bühnentaufe feiert.


So klingt Hardrock mit verzerrtem Cello über einen 100 Watt Verstärker. (Video: Youtube)

Bühnencomeback der Schmiir

Die Polizeistunde läutet dann D'Schmiir mit einem ihrer sehr seltenen Konzerte ein. Der Legende nach zogen deren freche baseldeutsche Adaptionen des Police-Liedguts gar den Zorn von Sting und dessen Anwalt persönlich auf sich. CDs der Schmiir sind seither, weil schwer erhältlich, heiss begehrte Ware.

Am Freitag schaltet Rotter dann einen Gang höher. Am Abend seines Sublabels Bullets steht er mit seiner Doom-Metal Band Zatokrev auf der Bühne, die am gleichen Abend von Schammasch, Phased und anderen Bands aus der Metal-Sparte seines Labels abgerockt wird.


Wenn Label-Boss Frederyk Rotter mit Zatokrev in die Saiten langt, klingt das so. (Video: Youtube)

Ergänzend zur lauten Musik wird das Festival von einer Rock Art Exhibition begleitet. Dort stellen Pascal Brun, Matthias Willy, Marcel Szerdahelyi und Philipp Thöni ihre Werke aus.


(lha)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vader am 28.04.2016 08:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trash Metal???

    Korrekt wäre übrigens Thrash Metal, und nicht Trash...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Vader am 28.04.2016 08:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trash Metal???

    Korrekt wäre übrigens Thrash Metal, und nicht Trash...

    • Skyfire81 am 28.04.2016 08:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Vader

      Ganz früher wurde Thrash so geschrieben -Trash-

    • Oldie am 28.04.2016 10:36 Report Diesen Beitrag melden

      @Skyfire81

      Quatsch, zumindest nicht 1984. Oder was ist ganz früher?

    einklappen einklappen